DIMAG

DIMAG
Basisdaten
Entwickler DIMAG-Entwicklerverbund
Erscheinungsjahr 2006
Kategorie Digitale Langzeitarchivierung
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
https://dimag-verbund.de

DIMAG (Kurzform für Digitales Magazin) ist ein Paket von Software-Lösungen für die digitale Langzeitarchivierung von vor allem behördlichen digitalen Unterlagen. Um die ab 2006 zunächst nur vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelte Software ist eine bundesländer- und kantonsübergreifende Entwicklungsgemeinschaft entstanden. Derzeitiger Geschäftsführer des DIMAG-Verbunds ist Christian Keitel. DIMAG wird in staatlichen, kommunalen, kirchlichen und Hochschularchiven eingesetzt und ist auch nur für diese auf Basis einer öffentlich-rechtlichen Verwaltungsvereinbarung verfügbar. Die Lösung lässt sich auf dem OAIS-Standard abbilden.

Entwicklung

DIMAG besteht als Software-Lösung aus mehreren Modulen, darunter das DIMAG Kernmodul, das DIMAG Access Tool, das DIMAG Bestandserhaltungsmodul (BEM), die Website-Archivierungssoftware DIMAG Web Ingest (DIWI) sowie die Software DIMAG IngestTool, DIMAG Ingestprozessmodul (IPM) und DIMAG Ingestwerkzeug E-Akte (DIWA).

Die Gruppe der Entwickler der Kooperationspartnerschaft ist seit 2010 auf 13 von 16 der deutschen Landesarchive sowie weiterer schweizerischer Kantonsarchive und dem Wiener Stadt- und Landesarchiv angewachsen. Dazu gehören von deutscher Seite seit 2010 das Hessische Landesarchiv, seit 2012 die Staatlichen Archive Bayerns, seit 2016 der DAN-Verbund (kurz: Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord; bestehend aus den Landesarchiven Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg). Das Niedersächsische Landesarchiv und das Landesarchiv Thüringen firmieren bei DIMAG im Rahmen eines Verbunds mit dem Hessischen Landesarchiv.

Kommunal-, Universitäts- und Kirchenarchive in den teilnehmenden Bundesländern können DIMAG nutzen. Die Mandantenfähigkeit nutzt beispielsweise das Kommunale DIMAG Baden-Württemberg, das beim kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE angeboten wird. Nur das Stadtarchiv Stuttgart nutzt die Software-Lösung DiPS.kommunal, welches sonst hauptsächlich in nordrhein-westfälischen Kommunalarchiven eingesetzt wird.

Mit dem elektronischen Kommunalarchiv (elKA), betrieben durch die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD), nutzt seit Anfang 2022 auch ein rein kommunaler Verbund die Software-Lösung DIMAG. Mittlerweile über 60 Kommunalarchive, darunter Gemeinde-, Stadt- und Kreisarchive in Sachsen, haben sich darin zusammengeschlossen um die Herausforderungen der elektronischen Archivierung gemeinsam in Angriff zu nehmen. Hierfür ist die SAKD dem DIMAG-Verbund beigetreten.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Leistungsbericht 2020 des Wiener Stadt- und Landesarchivs (MA 8). In: Stadt Wien. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2021; abgerufen am 21. Dezember 2021.
  2. ↑ Rahmenvereinbarung und Systemvertrag DAN und RZRS GmbH. In: Transparenzportal Hamburg. 20. April 2018, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  3. ↑ Das digitale Archivgut Berlins im Verbund sichern. In: Landesarchiv Berlin. Abgerufen am 1. Februar 2022.
  4. ↑ Stärkung des digitalen Gedächtnisses Brandenburgs. In: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. 12. August 2020, abgerufen am 1. Februar 2022.
  5. ↑ Elka. Abgerufen am 1. Juli 2026.