

Dachzelte sind spezielle Zelte für Automobile, die auf dem Dach eines Fahrzeugs montiert und transportiert werden. Durch den Zeltaufbau am Fahrzeugdach kann über dem Fahrzeug geschlafen werden, während der fahrzeugeigene Laderaum frei bleibt. Im Unterschied zu den meisten Bodenzelten sind Dachzelte mit einer Matratze als Liegefläche ausgestattet. Je nach Modell kann diese zusätzlich mit einem Abstandsgewirke (3D-Air-Mesh) bzw. Lattenrost gedämpft und unterlüftet werden. Dachzelte sind zugänglich über mitgelieferte oder separat erhältliche Leitern. Der Einstieg kann je nach Fahrzeugtyp auch ohne Hilfsmittel erreicht werden, z. B. über die Innenseite der geöffneten Seitentür des Fahrzeugs.



Das erste Dachzelt zum Campen gab es in den 1930er Jahren in Westeuropa. Um ein Dachzelt am Fahrzeugdach zu transportieren, muss aus Sicherheitsgründen die zulässige Dachlast eines Fahrzeugs im Vorfeld überprüft werden. Straßenverkehrsrechtlich greifen in Deutschland die für Ladung im Sinne des § 22 StVO geltenden Normen.
Schon im Januar 1937 wurde das erste Dachzelt im englischsprachigen Magazin Popular Science vorgestellt. Es bestand aus einem zusammenklappbaren Stahlrahmen, der am Autodach montiert wurde und im ausgeklappten Zustand von einem Gerüst im Frontbereich des Autos, welches gleichzeitig als Einstieg diente, gestützt wurde.
Erst seit 1958 fertigt das Unternehmen Autohome im italienischen Rivarolo Mantovano Dachzelte für Kraftfahrzeuge.
In der DDR gab es seit 1976 ein sehr einfaches Dachzelt für den PKW Trabant, das nach dem Erfinder Gerhard Müller aus Limbach-Oberfrohna offiziell als Müller-Autodachzelt bezeichnet wurde. Es erhielt 1979 ein DDR-Patent und wurde im Volksmund Pension Sachsenruh genannt.
Inzwischen gibt es weltweit eine Vielzahl von Herstellern mit unterschiedlichen Lösungskonzepten. Allein in Deutschland sind Modelle von über 60 verschiedenen Herstellern erhältlich.
Heutzutage haben sich vier unterschiedliche Dachzelt-Konzepte etabliert: