| Daniel Deußer | |||||||||||||||||||||||||
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| Nation | |||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 13. August 1981 | ||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Wiesbaden, BR Deutschland | ||||||||||||||||||||||||
| Größe | 1,90 m | ||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 76 kg | ||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||
| Disziplin | Springreiten | ||||||||||||||||||||||||
| Verein | Stephex Stables | ||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 27. August 2026 | |||||||||||||||||||||||||
Daniel Deußer (* 13. August 1981 in Wiesbaden) ist ein deutscher Springreiter.

Daniel Deußer stammt aus einer Reiterfamile. Er begann im Stall seines Onkels (des ehemaligen Hessischen Meisters Helge Deußer) mit dem Reitsport. Im Alter von 15 Jahren gewann er erstmals eine Springprüfung der schweren Klasse.
Daniel Deußer begann seine Lehre zum Pferdewirt im Stall von Siegfried Herröder, dem Vater von Angelina Herröder. Ende 2001 bekam er von Franke Sloothaak das Angebot, bei ihm als Bereiter zu arbeiten. Bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter (Altersgruppe 19 bis 21 Jahre) feierte Deußer 2002 mit dem vierten Platz in der Mannschaftswertung seinen ersten großen internationalen Erfolg.
Über Sloothaak bekam er auch den Kontakt in den Stall von Jan Tops. In dessen Handelsstall im niederländischen Valkenswaard wurde er ab Sommer 2006 Bereiter und trat damit die Nachfolge von Steve Guerdat an.
2007 konnte er mit Erfolgen in Springprüfungen bei CSI 5*-Turnieren, so zum Beispiel einem sechsten Platz im 5-Sterne-Grand Prix in Valkenswaard und einem Sieg im Königscup in Madrid, zur Weltspitze der Springreiter aufschließen. Seinen größten bisherigen Erfolg hatte er mit dem zweiten Platz im Weltcupfinale 2007.
Beim CSIO 5* Hickstead 2010 bestritt Deußer erstmals, unter Führung von Equipechef Sönke Sönksen, einen Nationenpreis der Altersklasse „Reiter“ für Deutschland. Aufmerksamkeit erregte Deußer, als er beim CHIO Aachen 2010 den zweiten Umlauf des Großen Preises erreichte, hier jedoch mit Caballero an einem Hindernis den (deutlich höheren) Fangständer statt der Stangen überwand und somit ausschied. Neben den Pferden von Jan Tops ritt Deußer unter anderem die Pferde von Athina Onassis zur Korrektur.
Ende April 2012 verließ Deußer den Stall von Jan Tops. Er trat die Nachfolge von Nina Fagerström als Bereiter bei den Stephex Stables im belgischen Wolvertem an. Deußer zog hier mit seiner Lebensgefährtin zusammen, zudem suchte er nach eigenen Angaben nach einer neuen Herausforderung.
Die erste Jahreshälfte 2013 verlief für Deußer erfolgreich, gekrönt von seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften mit Cornet d'Amour. Dies setzte sich mit der Mannschaftssilbermedaille bei den Europameisterschaften in Herning fort und fand seine Krönung mit dem Gewinn des Weltcupfinales im April 2014, jeweils mit Cornet d'Amour. Gut einen Monat später verteidigte Deußer seinen deutschen Meistertitel, diesmal mit dem neunjährigen Wallach First Class van Eeckelghem. Bei den Weltreiterspielen 2014 in Caen erreichte Deußer mit Cornet d'Amour im Einzelwettbewerb den sechsten und mit der Mannschaft den vierten Platz. Bei den Europameisterschaften 2015 gehörte Deußer mit Cornet d'Amour zur deutschen Equipe, die hier die Silbermedaille gewann.
Im April 2015 erreichte Deußer erstmals den ersten Rang der Springreiter-Weltrangliste der FEI. Erneut gelang ihm dies im Januar 2017 und im Juni 2021.
Seine ersten Olympischen Spiele bestritt Daniel Deußer 2016 in Rio de Janeiro. Mit First Class van Eeckelghem gehörte er zur deutschen Mannschaft, die sich hier im Stechen gegen Kanada die Bronzemedaille sichern konnte. In der Einzelwertung kam er mit vier Strafpunkten auf den neunten Rang. Für den Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio erhielt er das Silberne Lorbeerblatt.
Eine Nominierung Deußers für Nationenpreise im Jahr 2017 und die Europameisterschaften 2017 unterblieb, nachdem er (ebenso wie Christian Ahlmann) auf die Unterzeichnung der geforderten Kaderrahmenvereinbarung verzichtet hatte. Auch 2018 unterzeichnete er die Vereinbarung, die per Schiedsvereinbarung den Gang vor ordentliche Gerichte ausschließt, nicht. Im März 2019 wurden die Kaderrahmenvereinbarung für alle Reiter unter anderem im Bezug auf die Behandlungsbücher angepasst. In Folge wurde Deußer wieder in den Championatskader aufgenommen, Ende Mai 2019 bestritt er beim CSIO Rom seinen ersten Nationenpreis seit dem Nationenpreisfinale 2016.
In der Hallensaison 2018/2019 dominierte Deußer die Westeuropaliga, beim Weltcupfinale verpasste er einen Platz auf dem Treppchen knapp. Beim CSIO 5* Sopot 2019 war Deußer dominierender Reiter mit Siegen in den Einzelwertungen aller drei Springen über 1,60 Meter. Fünf Wochen später beim CHIO Aachen lief es ähnlich gut für ihn: Mit u. a. dem dritten Platz im Preis von Europa, dem Sieg im Preis von Nordrhein-Westfalen und dem zweiten Platz im Großen Preis war er mit Abstand der erfolgreichste Reiter des Turniers. Bei den Europameisterschaften 2019 war Deußer zum dritten Mal an einer Mannschafts-Silbermedaille beteiligt, die Einzelwertung beendete er nach Pech im ersten Umlauf des Einzelfinals auf Rang 14.
Für das Jahr 2021 war er mit der belgischen Stute Killer Queen im deutschen Bundeskader der Springreiter. Nach einem guten Saisonauftakt beim Winter Equestrian Festival in Florida wurde er letztlich für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Dort wurde er in der Einzelwertung bester deutscher Reiter auf Rang 18.
Beim CHIO Aachen 2021 gewann Deußer erstmals mit Killer Queen VDM den Rolex Grand Prix. Im März 2022 gewann er den Großen Preis von ’s-Hertogenbosch, der wie jener in Aachen Teil des Grand Slams der Springreiter ist. Dies brachte Daniel Deußer eine Zusatzprämie von 250.000 € ein.
Deußer heiratete im September 2015 Caroline Wauters, die Tochter des früheren belgischen Springreiters Eric Wauters. Mitte Februar 2015 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren.
Hinzu kamen bis 2012 diverse Siege und Platzierungen in Zeitspringen.
(Stand: 10. April 2023)

Der Erfolg beim Weltcupfinale 2007 wurde durch eine positive Dopingprobe seines Pferdes überschattet, die aber nicht bestätigt werden konnte.
Im Rahmen der Wellington Masters Horse Show 2008 in den USA wurde Deußers Pferd Pristanna positiv auf die Substanz Reserpin getestet, die nach internationalem Reglement als Doping gewertet wurde. In der Probe konnten fünf Pikogramm (dies entspricht 0,0000000000005 Gramm) des Beruhigungsmittels Request II nachgewiesen werden, die laut Deußer dem Pferd gegen Flugangst verabreicht worden war. Hierfür wurde er für drei Monate (1. Januar bis 31. März 2008) von der Teilnahme an Turnieren in den USA ausgeschlossen. Da Deußer diese Sperre durch Starts auf Turnieren in Europa umging, verweigerte ihm die Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ab dem 24. April 2008 für fünf Monate die Erteilung einer Turnierlizenz für nationale und internationale Turniere. Gegen diese Sperre legte Deußer erfolgreich vor Gericht Einspruch ein.
Nach juristischen Auseinandersetzungen beschloss das Große Schiedsgericht der FN am 20. Februar 2009, Daniel Deußer ab sofort die Jahresturnierlizenz für die laufende Saison 2009 zu erteilen. Im September 2009 erhielt die FN durch die DOSB-Kommission Reiten unter Leitung von Udo Steiner die Empfehlung, Deußer sowie die Reiter (Rene Tebbel, Ludger Beerbaum und Marco Kutscher) wieder in den Bundeskader aufzunehmen, jedoch unter der Bedingung, jede Behandlung ihrer Pferde mit dem Mannschaftstierarzt abzusprechen. Ein Zivilverfahren gegen die Deutsche Reiterliche Vereinigung aufgrund von Schadenersatzforderungen (entgangene mögliche Preisgelder) endete im November 2017 mit einem außergerichtlichen Vergleich.
| Personendaten | |
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| NAME | Deußer, Daniel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Springreiter |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1981 |
| GEBURTSORT | Wiesbaden |