Daniel Eulenbeck

Daniel Eulenbeck (* 1539 in Barby; † 15. Dezember 1595 in Jena) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben

Eulenbeck war Sohn des Kanzlers der Grafen von Barby, Peter Eulenbeck. Am 24. August 1548 besuchte er die kurfürstliche Landesschule Pforta. In Begleitung einiger Adliger von Barby immatrikulierte er sich am 10. Dezember 1554 an der Universität Wittenberg. Hier absolvierte er zunächst ein philosophisches Grundstudium und wendete sich dann zu den Rechtswissenschaften. Seine Ausbildung setzte er am 4. Oktober 1560 an der Universität Ingolstadt fort. Weitere Studien absolvierte er in Italien, wo er am 22. August 1565 an der Universität Siena den Doktorgrad der Rechte erwarb. 1573 wurde er Professor der Instituten an der Universität Jena und wurde Assessor des fürstlich sächsischen Hofgerichts und des Schöppenstuhls in Jena. Später wurde er kurfürstlich sächsischer Rat und Professor der Digesten. Er beteiligte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Jenaer Hochschule. So war er im Sommersemester 1575 und 1587 Dekan der juristischen Fakultät. Im Wintersemester 1579 und im Sommersemester 1588 war er Rektor der Alma Mater. Nach dem Tod seiner Frau errichteten seine Kinder in der Jenaer Stadtkirche St. Michaelis ein aufwendiges Epitaph, welches die Darstellung des Jüngsten Gerichts zeigt.

Eulenbeck hatte sich 1573 mit Sophia Faber (* 1553 in Nossen; † 10. Januar 1603 in Jena) verheiratet. Aus der Ehe stammen Kinder. Von diesen kennt man:

Daniel Eulenbeck d. J. war ein Neffe, ein Sohn des Bruders Wolfgang Eulenbeck.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Carl Friedrich Heinrich Bittcher: Pförtner Album: Verz. sämmtl. Lehrer u. Schüler d. Königl. Preuß. Landesschule Pforta vom Jahre 1543 bis 1843. Fr. Chr. Wilh. Vogel, Leipzig 1843, S. 12.
  2. ↑ Karl Eduard Förstemann: Album Academiae Vitebergensis. Leipzig 1841, S. 300 Sp. b.
  3. ↑ Nach Uechtritz war zumindest Euphrosine eine Tochter, die er gemeinsam mit Eva, geb. von Schaderitz, hatte: Vgl. August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adeliche Familien betreffend, 4. Theil, Intelligenz-Comptoir, Leipzig 1792, S. 18.