Daniel Schenkel (* 21. Dezember 1813 in Dägerlen; † 19. Mai 1885 in Heidelberg) war ein protestantischer Theologe.

Schenkel machte seine Studien in Basel und Göttingen. Nach dem Vikariat in Schaffhausen habilitierte er sich 1838 als Privatdozent zu Basel, wurde 1841 Pfarrer am Münster in Schaffhausen, 1849 Professor zu Basel und 1851 Professor, Seminardirektor und Universitätsprediger an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der er 1856/57 auch als Rektor vorstand. Als einflussreicher Theologe der badischen Landeskirche gehörte er mehrfach der Synode an und wurde mit dem Titel Kirchenrat geehrt. Er starb kurz nach seinem Eintritt in den Ruhestand.
Unter seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben:
Er stand damals an der Spitze des Protestantenvereins, für dessen Zwecke auch seine in Elberfeld erscheinende Allgemeine kirchliche Zeitschrift (1860 bis 1872) sowie seine Schrift Der Deutsche Protestantenverein und seine Bedeutung (Wiesbaden 1868) wirkten. Gleichzeitig redigierte er das Bibellexikon, Realwörterbuch zum Handgebrauch für Geistliche und Gemeindeglieder (Leipzig 1869–75, 5 Bände).
Später veröffentlichte er:
Von der Arbeit Schenkels zeigte sich sogar der Schriftsteller Arno Schmidt (1914–1979), eigentlich entschiedener Kritiker alles Christlichen, beeindruckt: „SCHENKEL etwa : 1 der sehr wenigen Bücher, die mit dem X=tum ein wenig versöhnen könntn“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schenkel, Daniel |
| ALTERNATIVNAMEN | Schenkel, Georg Daniel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1813 |
| GEBURTSORT | Dägerlen |
| STERBEDATUM | 19. Mai 1885 |
| STERBEORT | Heidelberg |