Darreichungsform

Die Darreichungsform bezeichnet in der Pharmazie einerseits die fertige, wirkstoffhaltige Zubereitung, die dem Patienten verabreicht wird, andererseits die präsentierte Arzneiform mit gegebenenfalls der Art der Anwendung. In einigen Fällen entspricht die Arzneiform nicht der finalen Zubereitung und die Darreichungsform muss für die Anwendung überführt werden.

Beispiele für Arzneiformen, die umgeformt werden müssen:

Arzneiform Darreichungsformgruppe Darreichungsform Fertige Zubereitung
Granulat Granulate Brausegranulate Lösung zur Einnahme
Pulver Flüssige Zubereitungen zur Einnahme Pulver zur Herstellung von Tropfen zur Einnahme Tropfen zur Einnahme
Tablette Zubereitungen zur vaginalen Anwendung Tabletten zur Herstellung von Vaginallösungen und Vaginalsuspensionen Vaginallösungen und Vaginalsuspensionen

Einteilung nach dem Europäischen Arzneibuch

Perorale Anwendung

Dermale Anwendung

Bukkale Anwendung

Andere Anwendungen

Standard Terms

Das Europäische Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln pflegt und veröffentlicht in einer Datenbank Standardbezeichnungen (Standard Terms), die pharmazeutische Unternehmer zur Beschreibung der Darreichungsform eines Arzneimittels verwenden sollen. Die Darreichungsform muss beispielsweise in den Produktinformationstexten und der Beschriftung eines Arzneimittels (Fachinformation, Packungsbeilage, Behältnis und Faltschachtel) verpflichtend angegeben werden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Weidenauer, Beyer: Arzneiformenlehre kompakt. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2008.
  2. ↑ EDQM (Hrsg.): Europäisches Arzneibuch. 8.8 Auflage.
  3. ↑ EDQM Standard Terms
  4. ↑ Für Deutschland siehe: § 10, § 11 und § 11a AMG