Die Darreichungsform bezeichnet in der Pharmazie einerseits die fertige, wirkstoffhaltige Zubereitung, die dem Patienten verabreicht wird, andererseits die präsentierte Arzneiform mit gegebenenfalls der Art der Anwendung. In einigen Fällen entspricht die Arzneiform nicht der finalen Zubereitung und die Darreichungsform muss für die Anwendung überführt werden.
Beispiele für Arzneiformen, die umgeformt werden müssen:
| Arzneiform | Darreichungsformgruppe | Darreichungsform | Fertige Zubereitung |
|---|---|---|---|
| Granulat | Granulate | Brausegranulate | Lösung zur Einnahme |
| Pulver | Flüssige Zubereitungen zur Einnahme | Pulver zur Herstellung von Tropfen zur Einnahme | Tropfen zur Einnahme |
| Tablette | Zubereitungen zur vaginalen Anwendung | Tabletten zur Herstellung von Vaginallösungen und Vaginalsuspensionen | Vaginallösungen und Vaginalsuspensionen |
Das Europäische Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln pflegt und veröffentlicht in einer Datenbank Standardbezeichnungen (Standard Terms), die pharmazeutische Unternehmer zur Beschreibung der Darreichungsform eines Arzneimittels verwenden sollen. Die Darreichungsform muss beispielsweise in den Produktinformationstexten und der Beschriftung eines Arzneimittels (Fachinformation, Packungsbeilage, Behältnis und Faltschachtel) verpflichtend angegeben werden.