Das weite Feld

Film
Titel Das weite Feld
Produktionsland DDR
Erscheinungsjahr 1976
Länge 35 Minuten
Produktions­unternehmen DEFA-Studio für Kurzfilme, Babelsberg
Stab
Regie Volker Koepp
Drehbuch Volker Koepp, Gotthold Gloger
Musik Mario Peters, Hans-Jürgen Georgi
Kamera Christian Lehmann
Schnitt Barbara Masanetz-Mechelk
Besetzung

Das weite Feld ist ein Dokumentarfilm von Volker Koepp von 1976.

Inhalt

Der Film zeigt das Dorf Häsen im Löwenberger Land an der Grenze von Brandenburg zu Mecklenburg und dessen Umgebung. Mehrere Bewohner erzählen über sich und die Entwicklung des Dorfes, der Schriftsteller Gotthold Gloger stellt besondere historische Orte und Geschichten vor.

Hintergründe

Das weite Land war der erste Landschaftsfilm von Volker Koepp, in dem er eine Gegend mit ihren Menschen, Naturschönheiten und der Geschichte poetisch darstellte. Markant waren die langen Kameraschwenks von Christian Lehmann über die Landschaft, die auch ein Merkmal ihrer späteren Filme blieb. Den Kontakt zu dem Dorf stellte der Schriftsteller Gotthold Gloger her, der in einem benachbarten Ort wohnte. Sprecher war der bekannte Schauspieler Eberhard Esche. Der Titel des Filmes war ein Zitat nach Theodor Fontane.

Der Film wurde beim Leipziger Dokumentarfestival 1976 gezeigt und erhielt dort eine Silberne Taube. Danach kam er in einige Kinos. 2007 zeigte ihn das Filmmuseum Potsdam wieder.

Auszeichnungen

Rezeption

Der Filmrezensent Wolfgang Gersch schrieb 1978 über Das weite Feld und die weiteren Landschaftsfilme von Volker Koepp, was auch für die späteren Werke gilt

„Diese Filme tun wohl. (…) Es ist ein feines Gewebe von Geschichtlichem und Heutigem entstanden, das durch eine gelassene, sanft ausschwingende Bildführung getragen wird. Christian Lehmann nimmt die Leute, die vor der Kamera reden, mit schöner Ruhe auf, den ganzen Menschen suchend. Das Dokumentare braucht hier nicht das Verblüffende, das Eilende. (…) Koepp hat das sicher glückliche Naturell, mit den Menschen, die er sich für seine Filme sucht, eins sein zu können. Seine unverkrampfte Zuneigung öffnet ihm den Partner, dem er während des Drehens eher schlichte als herausfordernde Fragen stellt. Falls er überhaupt Fragen stellt. Er läßt die Leute reden, aber er bewahrt sie davor, daß sie eine Sache zerreden.“

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Das weite Feld Filmportal, mit ausführlicher Inhaltsbeschreibung
  2. ↑ Das weite Feld Filmfriend, mit ausführlicher Inhaltsbeschreibung
  3. ↑ Volker Koepp. Menschen – Landschaften. Filme von Wittstock bis Czernowitz. Eine Retrospektive des Bundesarchivs-Filmachivs, Berlin 2004, S. 24 (Auszüge)
  4. ↑ Wolfgang Gersch, Landschaftsfilme, in Film und Fernsehen, 5/1978 (Text), bezeichnete ihn als Pilotfilm
  5. ↑ Menschen und Landschaft 2 Filmmuseum Potsdam, 2007, Retrospektive zum 50. Leipziger Dokumentarfestival
  6. ↑ Wolfgang Gersch, Landschaftsfilme, in Film und Fernsehen, 5/1978 (Text)