Dascha Dauenhauer

Dascha Dauenhauer, 2020

Dascha Dauenhauer (* 10. April 1989 in Moskau) ist eine deutsche Filmkomponistin.

Leben

Im Alter von fünf Jahren begann Dascha Dauenhauer mit dem Klavierspielen. Wenig später erhielt sie Klavier- und Kompositionsunterricht am Moskauer Musik-Konservatorium bei Schatkowski. Mit sieben Jahren siedelte sie mit ihrer Familie nach Berlin über und vertiefte ihre Ausbildung. Mit elf Jahren wurde sie an der „Akademie für hochbegabte Kinder und Jugendliche“ in Berlin aufgenommen und erhielt Kompositionsunterricht bei Thomas Herrmann. Mit zwölf Jahren wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und studierte Klavier bei Birgitta Wollenweber. Parallel bekam sie Kompositionsunterricht am Julius Stern Institut bei Jolyon Brettingham Smith.

Es entstanden eigene Werke, darunter vor allem kammermusikalische und solistische Besetzungen. Es folgten Konzertauftritte mit eigenen Stücken. Unter anderem wurde ihr Orchesterstück „Sinfonietta“ 2004 in der Berliner Philharmonie uraufgeführt.

Als 17-Jährige begann Dauenhauer ein Diplomstudium in Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin bei Hartmut Fladt. Nach ihrem Diplomabschluss startete sie 2015 den aufbauenden Masterstudiengang „Filmmusik“ an der Filmuniversität Babelsberg bei Ulrich Reuter und Karim Sebastian Elias.

Dauenhauer arbeitet seither als Filmkomponistin. Bereits im Jahr 2018 wurde sie für ihre Arbeit als Filmkomponistin in drei Kategorien für den Deutschen Filmmusikpreis nominiert. Für ihre Musik zu Burhan Qurbanis Spielfilm Berlin Alexanderplatz wurde sie 2020 mit dem Deutschen Filmpreis und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

2022 gewann sie den Musikautor*innenpreis der GEMA in der Kategorie Komposition Audiovisuelle Medien.

Für ihre Filmmusiken zu den im Jahr 2025 veröffentlichten Kinofilmen Islands von Jan-Ole Gerster und Kein Tier. So Wild von Burhan Qurbani erhielt sie eine Doppel-Nominierung beim Deutschen Filmpreis. Sie gewann den Preis schließlich für Islands ein zweites Mal. Im selben Jahr wurde Dauenhauer ins Kreativteam für die Verleihung des Europäischen Filmpreises 2026 berufen.

Dascha Dauenhauer lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ ZDF.de
  2. ↑ Kurzbio bei Klassik.com
  3. 1 2 Dascha Dauenhauer komponiert Aufbruch. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  4. ↑ Dascha Dauenhauer – Masterstudiengang Filmmusik. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2018; abgerufen am 31. Dezember 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Bernd Schöneberg: Deutscher Filmmusikpreis 2018 – Filmmusik-Studentin Dascha Dauenhauer im Interview. Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, abgerufen am 2. Januar 2021.
  6. ↑ Preisträger*innen 2020. In: deutscher-filmpreis.de (abgerufen am 25. April 2020).
  7. ↑ The EFA Excellence Awards Winners 2020 (Memento des Originals vom 9. Dezember 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: europeanfilmawards.eu, 9. Dezember 2020 (abgerufen am 9. Dezember 2020).
  8. ↑ Dascha Dauenhauer | Komposition Audiovisuelle Medien. Abgerufen am 18. Mai 2022.
  9. ↑ Mark Cousins to curate the ceremony of the 38th European Film Awards, turning it into “a live film-essay” . In: europeanfilmawards.eu (abgerufen am 22. Oktober 2025).
  10. ↑ Jalal Maghout: Have a Nice Dog! - Trailer. 14. Februar 2016, abgerufen am 31. Dezember 2018.
  11. ↑ onioneye: SKYWRITERS « NILS OTTE. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2018; abgerufen am 31. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. ↑ Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF: Festival Trailer 2017 – 27. FilmFestival Cottbus. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  13. ↑ Love Me, Fear Me – Trailer. Abgerufen am 31. Dezember 2018 (englisch).
  14. ↑ DEUTSCHLAND.de: MONDAY – A German Love Story / Vermächtnisstudie von Die Zeit, infas, WZB. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  15. ↑ KINDSEIN – DER FILM. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2019; abgerufen am 31. Dezember 2018 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. ↑ exground filmfest: JIBRIL (Trailer with English Subs) – exground 31. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  17. ↑ ADELHEID, KORNELIUS & DIE TÖDE offiziell: ADELHEID, KORNELIUS & DIE TÖDE – Szenenbeispiele. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  18. ↑ Die beste Nachwuchskomponistin Deutschlands. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  19. ↑ Gewinner*innen 2022. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2022; abgerufen am 29. Oktober 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  20. ↑ https://www.worldsoundtrackawards.com/news/discover-the-2023-world-soundtrack-awards-nominees / World Soundtrack Award Nominees 2023