Der Datenhandel spielt eine zentrale Rolle in der Online-Werbeindustrie. Unternehmen sammeln, analysieren und verkaufen personenbezogene Daten von Nutzern, um personalisierte Werbung zu schalten und die Effizienz von Kampagnen zu steigern.
Der Datenhandel steht oft in der Kritik wegen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken. Nutzer sind sich oft nicht bewusst, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden. Insbesondere die Weitergabe der gesammelten Daten in Staaten mit schwächeren Datenschutzregelungen zur dortigen Verarbeitung wird kritisiert.
Ein bekannter Skandal war der großflächige Missbrauch von persönlichen Facebook- und Twitter-Datenprofilen für politische Beeinflussung durch Cambridge Analytica bei den US Wahlen 2016.
Ein Einblick über die Praktiken und die Reichweite des Datenhandels findet sich in einer Recherche von Netzpolitik.org von 2024, die mehrere Beiträge zu den größten Datenhändlern und deren Methoden umfasst. Die „Databroker Files“-Recherche beschrieb, wie der Handel mit Daten die Privatsphäre von Millionen Menschen sowie die nationale Sicherheit Deutschlands gefährde. Die wichtigsten Punkte der Recherche waren:
Die Recherchen stellten die These auf, dass der Datenhandel nicht nur ein Datenschutzproblem, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstelle. Die Autoren forderten Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene, um den Missbrauch von Daten zu verhindern und einen größeren Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Hierzu gehört die Diskussion um eine Tendenz zur Entwicklung eines Überwachungskapitalismus.
Datenschutzgesetze wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union zielen darauf ab, den Schutz personenbezogener Daten zu stärken, die Transparenz der Datenverarbeitung zu erhöhen und Betroffenenrechte zu stärken.