| Daucus pusillus | ||||||||||||
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Daucus pusillus | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Daucus pusillus | ||||||||||||
| Michx. |
Daucus pusillus ist eine Pflanzenart aus der Gattung Möhren (Daucus) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist entlang der Westküste von Nordamerika vom südlichen Teil der kanadischen Provinz British Columbia über die Vereinigten Staaten bis ins nördliche Mexiko und Südamerika weitverbreitet. Trivialnamen sind American wild carrot, wild carrot, southwestern carrot, seedticks, rattlesnake carrot, rattlesnake weed (auch andere Pflanzenarten werden so genannt), yerba del vibora, zanahoria silvestre und zanahoria cimarrona.




Daucus pusillus wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 5 bis 60 (3 bis 90) Zentimetern. Sie bildet eine schlanke Pfahlwurzel. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kurz, steif borstig oder rau behaart; sie duften, wenn sie zerdrückt werden nach Möhren. Je Pflanzenexemplar gibt es nur einen selbstständig aufrechten schlanken Stängel, der einfach oder wenig verzweigt ist. Der hohle, bei einem Durchmesser von bis zu 2,5 Millimeter mehr oder weniger zylindrische Stängel ist gerippt mit fünf oder mehr Rippen und nur an seiner Basis glatter. Der Stängel ist anfangs grün gestreift und besitzt nach unten gerichtete Trichome entlang der rötlichen Streifen.
Die grundständig und wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, -stiel, und -spreite gegliedert. Während der Anthese sind meist keine Grundblätter mehr vorhanden. Der Blattstiel ist mit einer Länge von 4 bis 15 Zentimetern relativ lang und am Nodium zu einer kurzen, 4 bis 75 oder mehr Millimeter langen, U-förmigen Blattscheide verwachsen mit häutigen bis zu 15 Millimeter langen Flügeln. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 10 Zentimetern sowie bei einer Breite von 1,5 bis 7 Zentimetern im Umriss mehr oder weniger länglich bis eiförmig und zwei- bis dreifach gefiedert bzw. fiederteilig. Die Blattrhachis ist rinnig und auf der etwas fünfrippig. Es sind bis zu sechs Fiederpaare erster Ordnung vorhanden; ihre Stielchen sind 0 bis 2,5 Millimeter lang. Die Fiederabschnitte sind bei einer Länge von 1 bis 5 Millimetern linealisch mit spitzem oberen Ende und borstig behaart. Die Endfieder ist bei einer Länge von 1 bis 5 Millimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 1 Millimetern linealisch. Die Ränder der Fiedersegmente sind tief gesägt und nicht papierartig. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Die Blütezeit reicht in Kalifornien von April bis Juni, in Oregon, Arizona sowie New Mexico von Mai bis Juli. Der aufrechte Blütenstandsschaft ist während der Anthese 1 bis 1,7, selten bis zu 2,5 Zentimeter lang; er verdoppelt seine Länge bis zur Fruchtreife; und er ist mit rückwärts gerichteten oder ausgebreiteten Borsten behaart. Es gibt end- und achselständige, zusammengesetzten, doppeldoldigen Blütenständen, die bei einem Durchmesser von 1 bis 6 Zentimetern oben flach Der doppeldoldige Blütenstand ist oben flach oder etwas konvex oder meist in der Mitte etwas eingesunken und bildet eine Becherform oder eine „Vogelnest“ und enthält 6 bis 16 oder mehr Döldchen. Das Döldchen wist einen Durchmesser von 2 bis 5 Millimetern auf und enthält zwei bis zehn nur zwittrige Blüten oder hauptsächlich zwittrige sowie in der Mitte ein bis zwei rein männliche Blüten. Die fünf bis acht, selten bis zu elf, laubblattähnlichen Hüllblätter ragen oft aus der Doppeldolde heraus, umhüllen die äußeren Doldenstrahlen in zwei Reihen und sind gestielt sowie fiederteilig, wobei ihre Fiederabschnitte bei einer Länge von bis zu 8 Millimetern linealisch bis lanzettlich sind. Die 3 bis 15 Doldenstrahlen sind 0,4 bis 4 Zentimeter lang. Hüllchenblätter sind linealisch sowie ganzrandig und etwa so lang wie die Blütenstiele. Die Blütenstiele sind während der Anthese 0,5 bis 1,5, selten bis zu 3 Millimeter lang; sie verlängern sich bis zur Fruchtreife.
Die relativ kleinen, zwittrigen und rein männlichen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Kelchzähne sind nicht erkennbar. Die fünf etwa 0,3 Millimeter langen Kronblätter sind nach innen gekrümmt mit spitzem oberen Ende, das auf der oberen Fläche mit dem Mittelnerv verwachsen ist und rundlich-herzförmig wirkt und leicht sackförmig auf beiden Seiten des Mittelnerv ist. Alle Blütenkronen sind weiß färben sich purpurfarben-rot; nur die innerste bleibt weiß (bei Daucus carota dagegen gibt es in der Mitte des Blütenstandes eine rosa- bis purpurfarbene Blüte). Es gibt nur einen Kreis mit fünf freien, fertilen Staubblättern vorhanden. Die hell-gelblich-grünen Staubfäden sind etwa 0,25 Millimeter lang, anfangs aufrecht und am oberen Ende nach innen gekrümmt; sie werden während der Anthese gerade und breiten sich zwischen den Kronblättern aus. Die dorsifixen Staubbeutel bestehen aus zwei weißlichen Theken sind bei einer Länge und Breite von 0,15 bis 0,2 Millimetern herzförmig und öffnen sich mit einem Längsschlitz. Der Pollen ist weißlich. Der unterständige, zweikammerige, grüne Fruchtknoten weist eine zweilappige, nektarproduzierde Plattform auf und ist bei einer Länge von 0,5 bis 1 Millimetern sowie einer Breite von 0,4 bis 0,7 Millimetern abeflcht-länglich und zehnrippig. Jede Fruchtknotenkammer enthält nur eine Samenanlage. Die zwei aufsteigenden, hell-grünen Griffel sind weniger als 0,2 Millimeter lang und enden in winzigen, kopfigen, gelblich-grünen, papillösen Narben.
Die Spaltfrucht, die Doppelachäne genannt wird, ist bei einer Länge von 3 bis 5 Millimetern sowie einer Breite von etwa 2 Millimetern länglich; sie ist meist unterhalb der Mitte am breitesten. zerfällt in zwei Teilfrüchte. Die trockenen, einsamige Teilfrucht ist bei einer Länge von 2 bis 2,5 Millimetern sowie einer Breite von 0,8 bis 1,1 Millimetern halb-ellipsoid, konkav oder flach auf der Innenseite. Die Teilfrüchte sind durch den haltbaren Griffel geschnäbelt. Die Teilfrüchte sind steif borstig behaart und besitzen Stacheln sowie Borsten an den fünf primären Rippen und Borsten zwischen den fünf sekundären Rippen. Die 0,5 bis 1,2 Millimeter langen, anfangs purpurfarbenen, später braunen oder lohfarbenen Stacheln sind viel länger als die 0,2 bis 0,6 Millimeter langen, weißen Borsten.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 22 vor.
Daucus pusillus sollte nicht mit dem hochgiftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) verwechselt werden.
Daucus pusillus ist selbstfertil. Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen und Bienen.
Daucus pusillus ist entlang der Westküste von Nordamerika vom südlichen Teil der kanadischen Provinz British Columbia über die Vereinigten Staaten bis ins nördliche Mexiko und Südamerika weitverbreitet. Es gibt Fundortangaben für den südlichen Teil der kanadischen Provinz British Columbia über die US-Bundesstaaten Washington, Colorado, Idaho, Oregon, Kalifornien, Arizona, Illinois, Kansas, Missouri, Oklahoma, Alabama, Arkansas, Georgia, Louisiana, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Tennessee, New Mexico, Texas sowie Florida bis zum mexikanischen Bundesstaat Sonora und in Südamerika von den brasilianischen Bundesstaaten Paraná, Rio Grande do Sul sowie Santa Catarina und weiten Teilen Argentiniens, Chiles und Uruguays.
In British Columbia gedeiht sie auf trockenen Felsaufschlüssen und an grasigen Standorten im Tiefland in Höhenlagen von 122 bis 285 Metern. In den südlichen USA gedeiht sie in felsite Prärien, offenen Waldländern, Weiden, Feldern, Straßenrändern und gestörten Standorten.
Die Erstveröffentlichung von Daucus pusillus erfolgte 1803 durch André Michaux in Flora Boreali-Americana, Volume 1, Seite 164. Das Artepitheton pusillus bedeutet „klein“ oder „schmal“.
Synonyme für Daucus pusillus Michx. sind: Babiron pusillum (Michx.) Raf., Daucus arcanus García-Martín & Silvestre, Daucus brevifolius Raf. Daucus hispidifolius Clos, Daucus microphyllus Presl ex DC., Daucus montevidensis Link ex Spreng., Daucus scaber Nutt., Daucus scaber Larrañaga nom. illeg., Daucus scadiophylus Raf.,. Daucus pusillus var. microphyllus (C.Presl ex DC.) Torr. & A.Gray, Daucus pusillus var. scaber Torr. & Gray.
Die nordamerikanischen Indianer haben die unterirdischen Pflanzenteile roh oder gegart gegessen.
Medizinische Anwendungen wurden untersucht. Die medizinische Anwendung der grünen Pflanzenteile erfolgte bei Schlangenbissen (deshalb rattlesnake weed genannt). Ein Aufguss wurde angewendet bei Erkältungen und Fieber.