
David Hardin Beaird (* 19. August 1952 in Shreveport, Louisiana; † 6. Februar 2019 in Tarzana, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor und Dramatiker.
Beaird erhielt 1973 für seine Darstellung in dem Theaterstück The Hot l Baltimore am Ivanhoe Theatre in Chicago, Illinois, den Joseph Jefferson Award als bester Nebendarsteller. 1974 gründete er das Wisdom Bridge Theatre, das sich zu einem erfolgreichen Theater entwickelte, nachdem Robert Falls 1977 die Position des Regisseurs übernommen hatte. Der Name des Theaters wurde durch ein Gemälde inspiriert, dessen Untertitel lautete: „The bridge to wisdom is the continual asking of questions“ („Die Brücke zur Weisheit ist das fortwährende Stellen von Fragen“).
Beairds erster Spielfilm Octavia – Aus der Tiefe der Dunkelheit (1982) handelt von einer blinden Frau, die von einer Motorradgang vergewaltigt wird. Sein nächster Film, die Komödie Party Animal – Der Typ, der jede Bluse sprengt, wurde 1984 veröffentlicht. 1986 erlangte Beaird mit der Komödie My Chauffeur – Mit Vollgas ins Ehebett mit Deborah Foreman größere Bekanntheit. 1987 drehte er nach einem Drehbuch von Joel Cohen und Neil Cohen die Komödie Faule Tricks und fromme Sprüche mit Bill Paxton, Linda Kozlowski und Tim Curry und ein Jahr später Kopflos durch die Nacht.
Beaird gründete das Whitefire Theatre in Sherman Oaks, Kalifornien, und inszenierte dort das erfolgreiche Theaterstück Scorchers, das er über eine Hochzeitsnacht einer Cajun-Familie in den Bayous geschrieben hatte. Das Stück wurde mindestens zwei Jahre lang aufgeführt und erhielt mehrere Auszeichnungen. 1991 adaptierte er das Stück für den Film American Cocktail, in dem Faye Dunaway, James Earl Jones, Emily Lloyd, Jennifer Tilly und Leland Crooke die Hauptrollen spielten.
1992 entwickelte Beaird die 13-teilige Fernsehserie Key West. Darin gewinnt ein von Fisher Stevens gespielter Fabrikarbeiter aus Ohio im Lotto und zieht nach Florida, um dort als Schriftsteller zu leben. Ernest Hemingway diente ihm dabei als Inspiration.
1994 brachte Beaird 900 Oneonta, eine schwarze Komödie über eine dysfunktionale Familie, auf die Bühne. Das Stück wurde im Lyric Hammersmith in London uraufgeführt. Später wurde es im Old Vic Theatre und anschließend im West End Theatre aufgeführt. Das Stück wurde für den Laurence Olivier Award als bestes neues Theaterstück nominiert. Es war das letzte Stück, das vor dessen Schließung 1996 am Circle Repertory Theatre in New York City aufgeführt wurde. In dem Stück spielten Eddie Izzard, Leland Crooke, Jon Cryer und Douglas Henshall.
Beaird heiratete 2001 die Schauspielerin Shevonne Durkin.
Sein letzter veröffentlichter Film war The Civilization of Maxwell Bright aus dem Jahr 2005 mit Patrick Warburton, Marie Matiko, Jennifer Tilly, Eric Roberts und Simon Callow. Das Thema des Films beschrieb Beaird mit den Worten, es gehe darum, „wie eine Person die andere aus der Hölle herausholt“. Der Film erhielt 2005 Auszeichnungen beim Beverly Hills Film Festival, beim WorldFest-Houston International Film Festival und beim Florida Film Festival.
Beaird starb am 6. Februar 2019 im Stadtteil Tarzana von Los Angeles, Kalifornien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beaird, David |
| ALTERNATIVNAMEN | Beaird, David Hardin (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor und Dramatiker |
| GEBURTSDATUM | 19. August 1952 |
| GEBURTSORT | Shreveport, Louisiana |
| STERBEDATUM | 6. Februar 2019 |
| STERBEORT | Tarzana, Kalifornien |