David Bedford Keighley (* 12. April 1948 in Toronto; † 28. August 2025 in New York City) war ein kanadischer Filmproduzent. Er gilt als einer der führenden Personen hinter der Entwicklung des Filmformats IMAX.
Keighley studierte Fotokunst am Ryerson Polytechnic Institute, der heutigen Toronto Metropolitan Universität. Im Jahr 1970 heiratete er Patricia Keighley (geborene Fatt), die später auch seine Geschäftspartnerin wurde. Gemeinsam hatten sie drei Kinder, darunter den Videospieljournalisten Geoff Keighley.
David Keighley verstarb 2025 an den Folgen einer Prostatakrebserkrankung, kurz nachdem die Dreharbeiten von „Die Odyssee“ beendet waren.
Im Jahr 1971 sah Keighley im Cinesphere in Toronto den IMAX-Dokumentarfilm „North of Superior“. Der Film wurde vollständig mit IMAX-Kamera gedreht und beeinflusste maßgeblich Keighleys berufliche Karriere. So arbeitete er im Anschluss als Regieassistent am IMAX-Film „Catch the Sun“.
Gemeinsam mit seiner Frau Patricia Keighley gründete er das Postproduktionsunternehmen David Keighley Productions, welches sie 1988 an IMAX Corporation verkauften. Das Ehepaar arbeitete dann für IMAX und übernahm dort zentrale Rollen bei der Sicherung der Bildqualität.
Keighley begleitete sämtliche Stufen der technischen Herstellung und der Vorführung von IMAX-Filmen. Er arbeitete unter anderem mit Kodak an der Entwicklung und Auswahl von Filmmaterial, beriet Filmschaffende während der Dreharbeiten, kontrollierte fertiggestellte Filmkopien und unterstützte Kinobetreiber und Filmvorführer bei der korrekten Präsentation der Produktionen. Auch bei der Einführung neuer Technologien wie der digitalen Filmproduktion, der 3-D- und der Laserprojektion war Keighley an der Entwicklung von Verfahren beteiligt, mit denen die Qualitätsstandards des IMAX-Formats gewahrt werden sollten.
Seit den 1990er-Jahren setzte sich Keighley zudem dafür ein, IMAX über Dokumentarfilme hinaus auch für Hollywoodproduktionen zu etablieren. Dabei betreute er sowohl die Übertragung bereits produzierter Filme ins IMAX-Format als auch die Dreharbeiten mit den technisch anspruchsvollen IMAX-Filmkameras.
Zu den Regisseuren, mit denen Keighley zusammenarbeitete, gehörten James Cameron und Christopher Nolan. Mit letzterem arbeitete Keighley rund 20 Jahre lang zusammen. Er war unter anderem an der Aufbereitung beziehungsweise Präsentation von Camerons Filmen „Titanic“ und „Avatar“ beteiligt. Bei Nolans „The Dark Knight“ von 2008, dem ersten Hollywood-Spielfilm, der teilweise mit IMAX-Kameras gedreht wurde, unterstützte er die technische Umsetzung. Die Zusammenarbeit mit Nolan setzte er bis kurz vor seinem Tod fort. Noch drei Wochen vor seinem Tod sichtete Keighley täglich gedrehtes Material für Nolans Film „Die Odyssee“. Dieser sollte der erste Spielfilm sein, der vollständig mit IMAX-70-mm-Kameras gedreht wurde. Im Abspann widmete Nolan den Film David Keighley. Außerdem wurde eine neue IMAX-Kamera zu Ehren von Patricia und David Keighley „Keighley“ genannt. Insgesamt hat er an über 500 IMAX-Filmen mitgewirkt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Keighley, David |
| ALTERNATIVNAMEN | Keighley, David Bedford (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Filmproduzent |
| GEBURTSDATUM | 12. April 1948 |
| GEBURTSORT | Toronto |
| STERBEDATUM | 28. August 2025 |
| STERBEORT | New York City |