
David Wengrow (* 25. Juli 1972) ist ein britischer Prähistorischer Archäologe.
Wengrow erlangte 1996 den Bachelor-Grad in Archäologie und Anthropologie an der University of Oxford. Anschließend schloss er 1998, ebenfalls in Oxford, den Master (M.St., Master of Studies) in World Archaeology ab. 2001 wurde er mit einer Arbeit über jungsteinzeitliche Kunst in Ägypten und im Nahen Osten (Original: Neolithic art in Egypt and the ancient Near East) promoviert (Doktorvater Roger Moorey).
Anschließend war Wengrow Frankfort Fellow am Warburg Institute im Bereich Kunst und Archäologie des Nahen Ostens. 2001 bis 2004 war er Junior Research Fellow in Christ Church (Oxford). 2004 wurde er Dozent am Institute of Archaeology des University College London und dort 2011 Professor für Vergleichende Archäologie. Zu seinen Forschungsgebieten zählen die vergleichende Archäologie (Naher Osten, Nordost-Afrika und östlicher Mittelmeerraum), Staatenbildung, kognitive und evolutionäre Erklärungsansätze für Kulturen (etwa eine gegenseitige Abgrenzungstendenz rivalisierender Gesellschaften, Schismogenese genannt), prähistorische Kunst und Ästhetik und intellektuelle und soziale Geschichte der Archäologie und Anthropologie. Seit 2014 arbeitet er im Shahrizor-Projekt im Irak (Museum Sulaimaniyya) mit.
Wengrow wurde für die Albertus-Magnus-Professur 2023 ausgewählt.
Wengrow ist Autor zahlreicher akademischer Artikel etwa zu neolithischen Gesellschaften, der ägyptischen Schrift bis zur Entstehung von Staaten in Mesopotamien und Ägypten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wengrow, David |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Prähistoriker |
| GEBURTSDATUM | 25. Juli 1972 |