Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutschen Bischöfe während der Herbst-Vollversammlung 2023 in Wiesbaden. Aufgrund von Renovie­rungsarbeiten fand die Vollversamm­lung nicht wie üblich in Fulda statt.
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn (2018)

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ist der Zusammenschluss der römisch-katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland. Neben den Diözesanbischöfen gehören der Bischofskonferenz die Koadjutoren, die Diözesanadministratoren und die Weihbischöfe an, insgesamt etwa 60 Personen.

Die erste deutsche Bischofskonferenz fand im Herbst 1848 in Würzburg statt. 1867 versammelten sich die deutschen Bischöfe erstmals „am Grabe des heiligen Bonifatius“ im Dom zu Fulda; danach wurde daraus eine feste Institution.

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist seit Februar 2026 Heiner Wilmer, Bischof des Bistums Münster.

Zusammensetzung und Aufgaben

Die Deutsche Bischofskonferenz ist laut Statut der „Zusammenschluss der Bischöfe der Teilkirchen in Deutschland zum Studium und zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zu gegenseitiger Beratung, zur notwendigen Koordinierung der kirchlichen Arbeit und zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Pflege der Verbindung zu anderen Bischofskonferenzen.“

Die Deutsche Bischofskonferenz gründet sich auf das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils (1965) Christus Dominus (Art. 38) und wurde im neuen kirchlichen Gesetzbuch von 1983 in den cann. 447–459 CIC normiert. Sie ist so keineswegs die Vertretung der deutschen Bistümer gegenüber dem Heiligen Stuhl, sondern eine Einrichtung des Heiligen Stuhls in einem bestimmten Land. (cc 449). Sie ist Mitglied im Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und in der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE).

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ist Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Konferenz fungiert auch als Herausgeber der deutschsprachigen Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, also zum Beispiel von päpstlichen Enzykliken.

Die Organisation ist mit ihrem Sekretariat in Bonn ansässig. Zur Vertretung der Kirche nach außen gegenüber Staat und Gesellschaft existiert als weitere Dienststelle der Bischofskonferenz das Katholische Büro in Berlin.

Im März 2026 hatte die Deutsche Bischofskonferenz 61 Mitglieder aus den 27 deutschen Diözesen.

Die Organe der Deutschen Bischofskonferenz

Art. 3 des Konzilsdekrets Christus Dominus „legte die Organe der Bischofskonferenz fest: die Vollversammlung, der Ständige Rat, der Vorsitzende und die Bischöflichen Kommissionen ‚zur Bearbeitung von Fragen eines bestimmten Teilgebietes’. Das oberste Organ ist die Vollversammlung.“

Die Vollversammlung

Oberstes Organ der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung der Mitglieder. Ihr gehören die Diözesanbischöfe, die Koadjutoren, die Diözesanadministratoren, die Weihbischöfe und die anderen Titularbischöfe mit besonderer Aufgabe an. Die Vorsteher der 24 anderen katholischen Kirchen eigenen Rechts sind beratende Mitglieder. Der Apostolische Nuntius kann bei Bedarf beratend oder beobachtend teilnehmen; er ist nicht stimmberechtigt. Zu den Aufgaben der Vollversammlung gehören unter anderem die Wahl des Vorsitzenden und der anderen Funktionsträger sowie der Erlass von Lehraussagen und allgemeinen Dekreten. „Das Konzilsdekret ‚Christus Dominus‘ vom 28. Oktober 1965 […] definierte in Art. 38, […] dass die Beschlüsse mit 2/3 der Stimmen der Stimmberechtigten gefasst werden und wie sie Rechtskraft erlangen (Nr. 4).“

Alle Mitglieder treffen sich zweimal im Jahr zu einer je viertägigen Vollversammlung. Die Frühjahrvollversammlung findet an wechselnden Orten, die Herbstvollversammlung stets im Priesterseminar Fulda statt.

Der Vollversammlung gehören im Oktober 2026 59 Mitglieder an.

Der Ständige Rat

„Im ‚Ständigen Rat‘ ist jedes der 27 (Erz-)Bistümer durch den Ortsordinarius (oder im Verhinderungsfall durch seinen Vertreter) mit Sitz und Stimme vertreten.“ Der Ständige Rat tagt i. d. R. fünfmal jährlich, viermal in Würzburg und einmal in Berlin.

Auf Empfehlung einer neunköpfigen Jury entscheidet der Ständige Rat über die Preisträger des seit 1979 jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz verliehenen Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises.

Der Vorsitzende

Bischof Heiner Wilmer (Vorsitzender der DBK und Bischof von Münster)

Der Vorsitzende, der ein Diözesanbischof sein muss, wird in geheimer Wahl mit zwei Drittel der Stimmen auf sechs Jahre gewählt; eine Wiederwahl ist möglich. Er leitet die Vollversammlung und den Ständigen Rat und setzt die Tagesordnung unter Berücksichtigung der eingegangenen Wünsche fest; die Gremien befinden zu Beginn ihrer Sitzung nochmals über die Tagesordnung. „Er vertritt die Bischofskonferenz nach außen“; dabei ist er an ihre Beschlüsse gebunden.

„In der Mediengesellschaft wird der Vorsitzende nicht nur wegen der ergangenen Beschlüsse angefragt, sondern muss zu vielen Ereignissen und Problemen des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Lebens Stellung beziehen, für das es sehr oft keine unmittelbaren Vorgaben durch Beschlüsse der Bischofskonferenz gibt. Dies verstärkt die Verantwortung und die Stellung des Vorsitzenden vor allem in die Gesellschaft hinein, hat aber auch Rückwirkungen für seine Position in der Kirche und in der Bischofskonferenz. In diesem Sinne ist das Amt des Vorsitzenden allem Anschein entgegen relativ offen strukturiert und eher bescheiden ausgestattet, kann recht verschieden ausgefüllt werden – und kann vielleicht gerade so eine stärkere Wirkung entfalten, als dies im Statut vorgezeichnet ist.“

„Zum Aufgabenbereich des Vorsitzenden gehört nicht nur die Leitung der Gremien und die Vertretung nach außen, sondern die Verbindung der Bistümer untereinander, zuerst im eigenen Land, schließlich aber auch im Sinne der Beziehungen zum Zentrum der Weltkirche in Rom, zu den Nachbarkirchen und in die ganze Weltkirche hinein.“

Leiter des Kommissariates der Deutschen Bischöfe, dem Verbindungsbüro zur Bundesregierung, ist seit dem Jahr 2000 Prälat Karl Jüsten.

Am 3. März 2020 wählte die Bischofskonferenz den Limburger Bischof Georg Bätzing zum neuen Vorsitzenden. Sein Vorgänger, Reinhard Kardinal Marx, hatte im Februar 2020 erklärt, er werde nicht erneut für dieses Amt kandidieren. Stellvertretender Vorsitzender ist seit dem 26. September 2023 der Fuldaer Bischof Michael Gerber in Nachfolge des emeritierten Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode.

Bätzing gab am 19. Januar 2026 bekannt, dass er nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender kandidieren werde. Am 24. Februar 2026 wählten die Deutschen Bischöfe im Rahmen ihrer Vollversammlung in Würzburg Heiner Wilmer, den damaligen Bischof von Hildesheim, zum neuen Vorsitzenden.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz

Das Sekretariat der DBK mit Sitz in Bonn wird vom Generalsekretär geleitet und unterstützt den Vorsitzenden und die Mitglieder der Bischofskonferenz bei ihren Aufgaben, es koordiniert die Arbeit der Bischöflichen Kommissionen und ist für die Öffentlichkeitsarbeit der DBK verantwortlich. Bei der Frühjahrsvollversammlung der DBK am 23. Februar 2021 wurde die Theologin Beate Gilles als Generalsekretärin gewählt und im Februar 2026 bei der Vollversammlung in Würzburg bestätigt. Ihr Amtsvorgänger als Sekretär der DBK war von 1996 bis 2021 Hans Langendörfer SJ.

Die Bischöflichen Kommissionen

Zusätzlich eingerichtete Bischöfliche Kommissionen bearbeiten Fragen bestimmter Teilgebiete des kirchlichen Lebens. Bis 2026 bestanden 14 Kommissionen, auf Beschluss der Bischofskonferenz im Herbst 2025 wurde die Zahl mit Wirkung ab der Herbstkonferenz im September 2026 auf acht reduziert.

Kommission I: Glaube und Wissenschaft

Die Kommission berät zu Überlegungen und Anfragen, die sich an die Glaubenslehre der Kirche richten, wie etwa zum Gottesbild, zum Sakramentenverständnis oder zur Bedeutung des Amtes in der Kirche. Dazu zählen auch Fragen der Bioethik sowie weitere ethische Fragen der Biowissenschaften und der modernen Medizin und insbesondere Fragen des Schutzes menschlichen Lebens.

Mit Blick auf den Wissenschaftsbereich verfolgt die Kommission aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft. Insbesondere trägt sie Sorge für das Studium der katholischen Theologie und begleitet theologische und katholische Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen. Sie trägt Verantwortung für bischöfliche Werke der Studienförderung (Cusanuswerk und KAAD) und unterstützt die überdiözesanen Strukturen der katholischen Erwachsenenbildung.

Mitglieder:

Kommission II: Liturgie und Kultur

Das Arbeitsfeld der Kommission umfasst alle Fragen der Gottesverehrung in der Liturgie. Dazu gehören außer der Sondierung grundsätzlicher liturgischer Themen und Herausforderungen so unmittelbar praktische Aufgaben wie die Erarbeitung deutschsprachiger liturgischer Texte, die Vorbereitung liturgischer Bücher oder auch das Erstellen liturgiepraktischer Handreichungen.

Die Kommission unterstützt die Arbeit der katholischen Kirche in Deutschland als Kulturträger. Dazu gehören kulturelle Einrichtungen ebenso wie Kirchengebäude und die Auseinandersetzung mit der Kunst sowie das Gespräch mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern.

Mitglieder:

Kommission III: Missionarische Pastoral und kirchliche Dienste

In der Kommission werden Pastoral- und Personalentwicklung im Horizont von Synodalität und Evangelisierung gemeinsam beraten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Identifikation aktueller gesellschaftlicher Trends im Sinne der „Zeichen der Zeit“ (z. B. Säkularisierung, Inklusion oder Digitalität) und der Frage, was sie für die kirchliche Praxis bedeuten. Die Kommission beobachtet ferner die Veränderungsprozesse in den pastoralen Strukturen (insbesondere in den Pfarreien) und verfolgt Entwicklungen in verschiedenen kategorialen Seelsorgefeldern wie etwa der Polizei-, Gefängnis-, Krankenhaus- oder Telefonseelsorge.

Darüber hinaus befasst sie sich mit dem breiten Spektrum der Glaubensweitergabe und der Verkündigung – von niederschwelligen Formen der Glaubenskommunikation bis zur weiterführenden Katechese. Ein weiterer Aufgabenbereich beinhaltet die Weiterentwicklung des synodalen Zusammenspiels der Dienste und Ämter (Haupt- wie Ehrenamtliche) in der Sendung der Kirche. Nicht zuletzt gehören die Ausbildung und Formation der kirchlichen Dienste sowie die Förderung des geistlichen Lebens und der Berufungspastoral zu ihrem Aufgabentableau.

Mitglieder:

Kommission IV: Familie, Jugend und Erziehung

Die Kommission beschäftigt sich mit der Stärkung und Begleitung der Pastoral für Ehe und Familie, für Geschlechter und Generationen. Zudem befasst sie sich mit Fragen des katholischen Schulwesens, der Bildung und der Erziehung. Im Bereich von Ehe und Familie befasst sich die Kommission mit den pastoralen Konsequenzen des sakramentalen Verständnisses von Ehe. Dazu gehören Fragen einer zeitgemäßen Ehevorbereitung ebenso wie die Begleitung von Ehepaaren und Familien über die unterschiedlichen Phasen des Ehe- und Familienlebens hinweg. Darüber hinaus begleitet die Kommission die Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die Schwangerenberatung. Sie befasst sich mit aktuellen Entwicklungen im Zusammenleben der Geschlechter und Generationen und nimmt dabei auch Geschlechterfragen sowie die Lebenssituation älterer Menschen in den Blick.

Im Bereich Jugend berät die Kommission aktuelle Entwicklungen in der Jugendpastoral und begleitet deren unterschiedliche Handlungsfelder, wie sie in den Leitlinien zur Jugendpastoral 2021 festgehalten worden sind. Dazu gehören unter anderem die Ministrantenpastoral, Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe, Freiwilligendienste, Jugendkirchen, Jugendsozialarbeit und Jugendverbände, junge Erwachsene, neue Geistliche Gemeinschaften, die Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie die politische Bildung. Zu den Aufgaben der Kommission gehört die Koordination und Organisation der pastoralen Großveranstaltungen Weltjugendtag und internationale Wallfahrt der Ministrantinnen und Ministranten. Die Kommission begleitet zudem die Hochschul- und Schulpastoral und befasst sich mit der Bedeutung des Sports als gesellschaftlichem und pastoralem Handlungsfeld.

Im Bereich von Erziehung und Bildung befasst sich die Kommission mit Fragen der institutionellen Bildung in Kindheit und Jugend, insbesondere mit der Entwicklung der kirchlichen Kindertageseinrichtungen, des katholischen Schulwesens und des schulischen Religionsunterrichts. Sie begleitet die Qualitätsentwicklung des katholischen Schulwesens und des Religionsunterrichts, analysiert und bewertet Entwicklungen im Religionsunterricht und setzt Impulse für dessen Weiterentwicklung.

Über diese pastoralen und bildungsbezogenen Aufgaben hinaus befasst sich die Kommission mit gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Ehe und Familie, Kinder und Jugendliche sowie unterschiedliche Generationen und Schule.

Mitglieder:

Kommission V: für Gesellschaftliche und caritative Fragen

Die Kommission beschäftigt sich aus sozialethischer Perspektive mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Das umfasst vor allem die Themen Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt, wirtschaftliche und soziale Ordnung, Ökologie und Landwirtschaft, caritative Fragen sowie (sozial-)ethische Folgen von Künstlicher Intelligenz.

Die Kommission unterhält zur fachlichen Unterstützung eine Arbeitsgruppe für sozialpolitische Fragen und eine Arbeitsgruppe für ökologische Fragen. Außerdem setzt sie sich mit politischen Grundsatzfragen, der sozialen Gerechtigkeit, dem Verhältnis von Staat und Kirche sowie der Gestaltung der europäischen Integration auseinander. Der Kommissionsvorsitzende ist zugleich der Vorsitzende der Bischöflichen Arbeitsgruppe Europa und der Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz bei der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) in Brüssel.

Im caritativen Schwerpunkt befasst sich die Kommission mit der inhaltlichen Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Caritas als Grundvollzug der Kirche. Sie begleitet und analysiert für die Deutsche Bischofskonferenz die Entwicklungen im Wohlfahrts-, Sozial- und Gesundheitswesen und nimmt gegebenenfalls dazu Stellung. Außerdem ist die Kommission – insbesondere über den Caritasbischof – Ansprechpartnerin für die inhaltliche Arbeit des Deutschen Caritasverbandes und seiner Fachverbände.

Vorsitzender:

Kommission VI: Medien

Die Kommission begleitet den Auftrag der Kirche in einer digitalen Mediengesellschaft. Sie unterstützt auf übergeordneter, strategisch beratender Ebene die Weiterentwicklung der kirchlichen Medienarbeit. Diese trägt (unter anderem mit ihren Medienunternehmen) dazu bei, dass christliche Perspektiven in der Öffentlichkeit sichtbar sind und die Kirche als Stimme in gesellschaftlichen Debatten wahrgenommen wird.

Eine fundierte und moderne Glaubenskommunikation über die Medien (Rundfunk, digitale Angebote etc.) ist zentral für die Kirche, ebenso ein ethisch getragener professioneller Journalismus für die Gesellschaft insgesamt. Der Wandel der Mediennutzung und der Einfluss Künstlicher Intelligenz ist ein Themenschwerpunkt der Kommission. Sie stärkt außerdem die Förderung der Medienkompetenz in Kirche und Gesellschaft und ist Partner im medienpolitischen Dialog. Für finanzielle Fragen im Hinblick auf Zuwendungen aus dem Haushalt des Verbandes der Diözesen Deutschlands ist ihr die Koordinierungskommission Medien des Verbandes zur Seite gestellt.

Mitglieder:

Kommission VII: Ökumene und interreligiöser Dialog

Die Kommission befasst sich mit den Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den anderen christlichen Kirchen in Deutschland sowie mit ökumenisch-theologischen Grundfragen wie dem Kirchen- und Amtsverständnis oder ökumenischen Zielvorstellungen. Ihr Anliegen ist eine Stärkung der Ökumene auf dem Weg zur vollen sichtbaren Einheit der Kirche.

Die Kommission hält außerdem den Kontakt zum Judentum und befasst sich mit allen Fragen des christlich-jüdischen Dialogs und pflegt die Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, insbesondere zu den beiden Rabbinerkonferenzen. Die Kommission fördert den interreligiösen Dialog und setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den christlich-islamischen Dialog ein. Außerdem erarbeitet sie kirchliche Positionen im Dreiecksverhältnis Kirche – Staat – Islam, und sie gestaltet den Dialog der deutschen Bischöfe mit führenden Vertretern des Islam.

Mitglieder:

Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum

Die Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum befasst sich mit allen Fragen des christlich-jüdischen Dialogs und pflegt die Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, insbesondere zu den beiden Rabbinerkonferenzen.

Vorsitzender : Ulrich Neymeyr, Bischof von Erfurt

Unterkommission für den interreligiösen Dialog

Die Unterkommission für den Interreligiösen Dialog nimmt in Verantwortung der Kommission Ökumene und interreligiöser Dialog einen dreifachen Auftrag wahr: Sie setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den christlich-islamischen Dialog ein, sie erarbeitet kirchliche Positionen im Dreiecksverhältnis Kirche – Staat – Islam und sie gestaltet den Dialog der deutschen Bischöfe mit führenden Vertretern des Islam

Vorsitzender: Bertram Meier, Bischof von Augsburg

Kommission VIII: Weltkirche und Migration

Die Kommission pflegt die internationalen Kontakte der Deutschen Bischofskonferenz und trägt die Gesamtverantwortung für die überdiözesane weltkirchliche Arbeit in Deutschland. In friedens- und entwicklungspolitischen Fragen arbeitet sie eng mit der Deutschen Kommission Justitia et Pax zusammen. Die Begleitung der Hilfswerke Adveniat, Misereor, Missio, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und Renovabis erfolgt über eigene Unterkommissionen.

Zudem bearbeitet die Kommission gesellschaftlich-politische und pastorale Fragen im Themenbereich Migration und Flucht. Hierzu zählt auch die Seelsorge für katholische Migranten in Deutschland und für deutschsprachige Katholiken im Ausland. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Förderung der interkulturellen Verständigung und des Engagements gegen Rassismus dar.

Mitglieder:

Unterkommission für Lateinamerika (insbesondere Adveniat)

Die Unterkommission für Lateinamerika (insbesondere Adveniat) pflegt in Verantwortung der Kommission Weltkirche die Kontakte zu den Ortskirchen in Lateinamerika und der Karibik. Ihr obliegt die Leitung der von der Deutschen Bischofskonferenz gegründeten Bischöflichen Aktion Adveniat, die ihre Geschäftsstelle in Essen hat. Sie trifft Entscheidungen über die Ausrichtung der Arbeit von Adveniat und bewilligt Fördermittel für pastorale Projekte in Lateinamerika und der Karibik.

Vorsitzender: Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen

Unterkommission für Entwicklungsfragen (insbesondere Misereor)

Die Unterkommission für Entwicklungsfragen (insbesondere Misereor) berät in Verantwortung der Kommission Weltkirche über entwicklungspolitische Themen. Ihr obliegt die Aufsicht über das von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete Bischöfliche Hilfswerk Misereor mit Sitz in Aachen. Sie trifft Entscheidungen über die Ausrichtung der Arbeit von Misereor und bewilligt Fördermittel für entwicklungsbezogene Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien.

Vorsitzender: Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg

Unterkommission für Missionsfragen (insbesondere Missio)

Die Unterkommission für Missionsfragen (insbesondere Missio) ist in Verantwortung der Kommission Weltkirche für missionstheologische Fragestellungen sowie für die Arbeit der verschiedenen Missionswerke in Deutschland zuständig. Sie bewilligt Fördermittel für pastorale Projekte der Missio-Werke in Afrika, Asien und Ozeanien.

Vorsitzender: Ludger Schepers, Weihbischof in Essen

Unterkommission für Mittel- und Osteuropa (insbesondere Renovabis)

Die Unterkommission für Mittel- und Osteuropa (insbesondere Renovabis) pflegt in Verantwortung der Kommission Weltkirche die Beziehungen zu den Ortskirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Gemeinsam mit den dazu berufenen Vertretern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken führt sie die Aufsicht über das weltkirchliche Hilfswerk Renovabis mit seiner Geschäftsstelle in Freising. Dazu gehören Entscheidungen über die Ausrichtung der Projekt- und Begegnungsarbeit von Renovabis ebenso wie die Bewilligung von Projektmitteln.

Vorsitzender: Heiner Koch, Erzbischof von Berlin

Geschichte

Eine erste Konferenz der deutschen Bischöfe fand 1848 in Würzburg statt. Lithographie nach Zeichnungen von Georg Opel
Paulus Kardinal Melchers

Ein erstes Treffen deutscher katholischer Bischöfe war die Würzburger Bischofskonferenz unter der Leitung des Kölner Erzbischofs Johannes Kardinal von Geissel. Sie fand vom 23. Oktober bis 16. November 1848 in Würzburg statt.

Fuldaer Bischofskonferenz

1867 entstand die nach ihrem Tagungsort benannte Fuldaer Bischofskonferenz „am Grabe des heiligen Bonifatius“ als dauerhafte Einrichtung und als freier Zusammenschluss zum Meinungsaustausch ohne einen Anspruch auf konkrete Befugnisse. Erster Vorsitzender war der Kölner Erzbischof Paulus Kardinal Melchers.

Angesichts des Kulturkampfes in Preußen, zumal der Maigesetze von 1873, beschlossen die preußischen Bischöfe, „sich in ungeteilter Einigkeit des Handelns und Leidens diesen Gesetzen gegenüber zu verhalten. … Alle leisteten sich gegenseitig das Versprechen, in dieser Einigkeit unbeirrt zu verharren.“ Damit erhielten die Absprachen in der Bischofskonferenz eine ganz neue Verbindlichkeit; deren Beschlüsse waren fortan für die einzelnen Bischöfe zumindest moralisch verpflichtend.

Der bayerische Episkopat hingegen, der nicht in gleicher Weise einem Kulturkampf ausgesetzt war, sah keinen Grund, sich in solchem Maße zum gemeinsamen Handeln zu verpflichten. Deshalb nahmen die bayerischen Bischöfe ab 1873 nicht mehr an den Sitzungen teil, sondern schlossen sich zur Freisinger Bischofskonferenz unter der Leitung des Erzbischofs von München-Freising zusammen. Erst unter dem Druck der politischen Verhältnisse nahmen sie ab 1933 auch wieder an der Fuldaer Bischofskonferenz teil.

Nationalsozialismus

Die deutschen Bischöfe hatten sich während der 1930er-Jahre und im Zweiten Weltkrieg lange darauf beschränkt, lediglich durch Eingaben an die Reichsregierung gegen Missstände zu protestieren, da es unter den Bischöfen einen länger dauernden Konflikt und eine Führungskrise sowie unterschiedliche Auffassungen über das Vorgehen gab. Insgesamt galten die Klagen der katholischen Kirche stets der Verletzung katholischer Interessen, nicht dem System des Nationalsozialismus als solchem. Justizmorde an den Gegnern des Regimes, Verfolgungen von Liberalen, Demokraten und Kommunisten kamen dabei nicht zur Sprache, ebenso wenig ein Protest der Bischöfe gegen Hitlers Kriegspolitik oder ein gemeinsames öffentliches Aufbegehren gegen die Judenverfolgung. Der Vorsitzende Kardinal Adolf Bertram (Breslau) konnte wegen seines Alters am Ende nicht mehr teilnehmen.

Erst im August 1943 entschlossen sich die Bischöfe, sich in einem gemeinsamen sog. Dekalog-Hirtenbrief mit dem Titel „Zehn Gebote als Lebensgesetz der Völker“ öffentlich zu äußern, und erklärten am 12. September 1943: „Tötung ist in sich schlecht, auch wenn sie angeblich im Interesse des Gemeinwohls verübt wurde: An schuld- und wehrlosen Geistesschwachen und -kranken, an unheilbar Siechen und tödlich Verletzten, an erblich Belasteten und lebensuntüchtigen Neugeborenen, an unschuldigen Geiseln und entwaffneten Kriegs- oder Strafgefangenen, an Menschen fremder Rassen und Abstammung.“

Siebzehnmal trafen sich die rheinisch-westfälischen Bischöfe aus den Kirchenprovinzen Köln und Paderborn in der Zeit von 1935 bis 1943 im Marienwallfahrtsort Kevelaer zum sogenannten Kevelaerer Bischofskonveniat. Die Vorliebe für Kevelaer als Tagungsort lag beim Münsteraner Bischof Clemens August von Galen. Außerdem bot das Priesterhaus in Nachbarschaft der Marienbasilika eine ausreichend große Tagungsstätte für die Teilnehmer. Den Vorsitz hatte Kardinal Josef Frings. Nach dem NS-Regime wurde die Einrichtung eines Bischofskonveniats in Kevelaer zunächst wieder am 5. Juni 1950 aufgegriffen.

Nachkriegszeit

Nach Kriegsende legten auf Initiative von elf nordwestdeutschen Bischöfen die deutschen Bischöfe am 23. August 1945 in Fulda ein Schuldbekenntnis ab und erklärten: „Viele Deutsche, auch aus unseren Reihen, haben sich von den falschen Lehren des Nationalsozialismus betören lassen.“ Sie seien den Verbrechen gegenüber gleichgültig geblieben und hätte ihnen sogar Vorschub geleistet. „Viele sind selber Verbrecher geworden.“

In den folgenden Jahrzehnten äußerten sich die Bischöfe – so der Historiker Ulrich Helbach – nicht mehr selbstkritisch zu ihrer Rolle bzw. in der NS-Zeit. Erst 2020, in ihrem „Wort zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren“ vom 29. April 2020 mit dem Titel Deutsche Bischöfe im Weltkrieg, nahmen die katholischen deutschen Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung wieder Stellung zum Verhalten ihrer Vorgänger im Zweiten Weltkrieg, die als Schuldbekenntnis verstanden werden soll. Sie missbilligten, dass sowohl beim Kriegsausbruch 1939 als auch danach offener Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg ausgeblieben sei, und bezeichneten das Verhalten ihrer Vorgänger als „schwer verständlich, wenn nicht sogar falsch“. Weiter schrieben die Bischöfe 2020: „Auch gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“ Erst nach einem Anstoß durch Patientenmorde und „Klostersturm“ hätten einzelne Bischöfe offenen Widerspruch gewagt.

Seit dem Mauerbau 1961 konnten die ostdeutschen Bischöfe nicht mehr an den Vollversammlungen teilnehmen und gründeten als eigene Versammlungen die „Berliner Ordinarienkonferenz“, die sich 1976 in „Berliner Bischofskonferenz“ umbenannte und ausdrücklich betonte, nur den pastoralen Notwendigkeiten zu entspringen und keine Anerkennung der deutschen Teilung bedeute.

Am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils richteten die polnischen Bischöfe am 18. November 1965 eine Botschaft an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, die angesichts zahlloser Toter und Vertriebener auf beiden Seiten in dem Satz gipfelte: „Wir vergeben und bitten um Vergebung.“ Die Erklärung stieß bei der kommunistischen Regierung der Volksrepublik Polen auf entschiedenen Widerspruch. Die deutschen Bischöfe antworteten am 5. Dezember 1965 sehr distanziert und für die polnischen Bischöfe enttäuschend, da man eine Aussage zur Oder-Neiße-Grenze erhofft hatte; in Deutschland befürchtete man, dass vor allem eine Aussage zur Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze den Gläubigen, vor allem den Heimatvertriebenen, nur schwer zu vermitteln sei.

Deutsche Bischofskonferenz

Während des Zweiten Vatikanischen Konzils erhielt die Bischofskonferenz auch ihre kirchenrechtliche Grundlegung als Deutsche Bischofskonferenz: Im Dekret Christus Dominus (Nr. 37f) wurde sie kirchenrechtlich anerkannt und benannte sich nach den Richtlinien für die Errichtung nationaler Bischofskonferenzen 1966 in „Deutsche Bischofskonferenz“ um. In der Folge nahmen neben den Diözesanbischöfen nun auch die Weihbischöfe an den Treffen teil, die jährlich im Herbst in Fulda und im Frühjahr an wechselnden Orten stattfinden sollten.

Die Geschichte der Bischofskonferenz seit dem Zweiten Weltkrieg prägten entscheidend ihre langjährigen Vorsitzenden Joseph Kardinal Frings (1945–1965), Julius Kardinal Döpfner (1965–1976), Joseph Kardinal Höffner (1976–1987) sowie Karl Kardinal Lehmann (1987–2008).

In den Jahren der deutschen Teilung förderte die Deutsche Bischofskonferenz im Rahmen der zwischen der DDR-Regierung und den Kirchen vereinbarten Kirchenbauprogramme in der DDR als Kirchengeschäft C den Bau von Kirchen und kirchlichen Gebäuden in der DDR. Die Zahlungen wurden katholischerseits über das Bonifatiuswerk abgewickelt, von 1966 bis 1988 flossen 310 Millionen D-Mark.

Zusammenschluss mit der Berliner Bischofskonferenz

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung schloss sich die Berliner Bischofskonferenz 1990 der Deutschen Bischofskonferenz an. Von 1987 bis 2008 führte der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann als Vorsitzender die Deutsche Bischofskonferenz. Er erklärte am 15. Januar 2008 aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt. Am 12. Februar 2008 wählten die Bischöfe in der Frühjahrsvollversammlung den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.

Wichtige Themen

Missbrauchsskandale

Protest mit der Großplastik Hängemattenbischof („11 Jahre schonungslose Aufarbeitung der Missbrauchsfälle“) auf der DBK-Herbstvollversammlung 2021 in Fulda.

Vor dem Hintergrund der Fälle von sexuellem Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland schloss die Deutsche Bischofskonferenz im Juni 2011 eine Vereinbarung mit dem Kriminologischen Institut Niedersachsen über eine umfassende Kriminologische Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche Deutschlands. Am 8. Januar 2013 wurde bekannt, dass die Deutsche Bischofskonferenz wegen eines Vertrauensverlustes den Vertrag mit dem Institut gekündigt hat. Am 25. September 2018 veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz die sogenannte MHG-Studie mit dem Titel Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz, die von einem Konsortium verschiedener Einrichtungen erarbeitet wurde. Als Konsequenz aus der Studie richtete die Bischofskonferenz 2019 einen Betroffenenbeirat ein, um Missbrauchsopfern besser beizustehen.

Gleichstellung

Seit Mai 2019 kam es in Deutschland im sogenannten Kirchenstreik – auch als Aktion Maria 2.0 bezeichnet – zu zahlreichen Initiativen von im Kirchendienst aktiven Frauen, die eine generelle „Gleichstellung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche (fordern)“. Die drei Initiatorinnen des Lauchringer Kirchenstreiks übergaben dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz rund 5000 Unterschriften. Eine Konsequenz der sich daran anschließenden Debatte war 2021 die erstmalige Wahl einer Frau zur Generalsekretärin der DBK, was im Vorfeld von einflussreichen Persönlichkeiten gefordert worden war.

Synodaler Weg

Siehe Hauptartikel Synodaler Weg

Abgrenzung gegen Rechtsextremismus

Auf der Frühjahrsvollversammlung im Februar 2024 grenzten sich die deutschen Bischöfe scharf von Rechtsextremismus ab, und zwar in ihrem Friedenswort „Friede diesem Haus“ (21. Februar 2024) und in der Erklärung „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ (22. Februar 2024). Darin heißt es, gegenwärtig stelle „der Rechtsextremismus die größte Bedrohung extremistischer Art für unser Land und für Europa dar“. Rechtspopulismus sei „der schillernde Rand des Rechtsextremismus, von dem er ideologisch aufgeladen“ werde; beide förderten „stereotype Ressentiments“ etwa gegen Geflüchtete und Migranten, gegen Muslime und Juden. Völkischer Nationalismus, der „Volk“ als „Gemeinschaft der ethnisch und kulturell Gleichen oder Ähnlichen“ betrachte, so die Bischöfe, sei mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar, weil er auf Ab- und Ausgrenzung abziele und die gleiche Würde aller Menschen leugne oder relativiere. Die Bischöfe wiesen darauf hin, dass das Grundgesetz dagegen das Volk als „Demos“ verstehe, als „Gemeinschaft der Gleichberechtigten“. „Rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Ideologie wuchern“ könnten somit für Christen kein Ort ihrer politischen Betätigung sein; sie seien für Christen auch nicht wählbar und mit einem haupt- oder ehrenamtlichen Dienst in der Kirche unvereinbar. Dabei wurde die Partei Alternative für Deutschland (AfD) ausdrücklich und betont genannt.

Erklärung zum Gaza-Krieg

Bei der Herbstvollversammlung 2025 beschlossen die Bischöfe am 25. September 2025 in Fulda eine Erklärung mit dem Titel „Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina!“, in der sie ein sofortiges Ende der Gewalt in Gaza fordern; gleichzeitig erinnern sie an den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Sie betonen: „Das Recht Israels auf Selbstverteidigung steht außer Frage. Aber es ist nicht schrankenlos, sondern unterliegt den limitierenden Vorgaben des Völkerrechts“ und führen weiter aus: „Gemeinsam mit Papst Leo XIV. rufen wir zu einem sofortigen Ende der Gewalt im Heiligen Land auf. Wir fordern die umgehende Freilassung der israelischen Geiseln, die sich noch immer in der Gewalt der Hamas befinden. Zugleich fordern wir den ungehinderten Zugang zu wirksamer humanitärer Hilfe im Gazastreifen. Jede Verzögerung kostet Menschenleben. Kein politisches Kalkül und kein militärisches Interesse dürfen schwerer wiegen als das Recht auf Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung und Sicherheit.“ Nachdrücklich bekräftigen die Bischöfe die Notwendigkeit einer politischen Lösung, die die elementaren Rechte und Interessen von Israelis und Palästinensern gleichermaßen achtet, und appellieren an die internationale Gemeinschaft, besonders auch an die deutsche Bundesregierung, sie müsse ihre Verantwortung wahrnehmen, Grundlagen einer gerechten Koexistenz schaffen, indem sie Bestrebungen stärken, die sich für zwei Staaten im Heiligen Land einsetzen, die friedlich Seite an Seite leben. .

Vorsitzende

Würzburger Bischofskonferenz
Fuldaer Bischofskonferenz
Deutsche Bischofskonferenz

Literatur

Rundfunkberichte

Siehe auch

Commons: Deutsche Bischofskonferenz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Manfred Kuhl: Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz. Deutsche Bischofskonferenz, abgerufen am 26. September 2019.
  2. ↑ Dekret CHRISTUS DOMINUS über die Hirtenaufgabe der Bischöfe. vatican.va, abgerufen am 27. März 2014.
  3. ↑ Codex des Kanonischen Rechtes. vatican.va, abgerufen am 27. März 2014.
  4. 1 2 3 4 5 Karl Kardinal Lehmann: Vom Dienst am Ganzen. (PDF; 161,56 kB) Rechenschaftsbericht. Deutsche Bischofskonferenz, 14. Februar 2008, abgerufen am 26. September 2019.
  5. ↑ Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD). Deutsche Bischofskonferenz, abgerufen am 26. September 2019.
  6. ↑ DBK: Vollversammlung. In: Website der DBK. Abgerufen am 23. März 2026.
  7. ↑ Brigitte Busold: Von Hirten und Steuermännern – Bischofskonferenz in Fulda. In: Susanne Bohl u. a. (Hrsg.): Fulda. 50 Schätze und Besonderheiten. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2016, ISBN 978-3-7319-0425-0, S. 193–195, hier S. 194.
  8. ↑ Vollversammlung. Deutsche Bischofskonferenz, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  9. ↑ Der Ständige Rat. Deutsche Bischofskonferenz, abgerufen am 26. September 2019.
  10. ↑ doimradio.de: Der Neue kommt aus Limburg. Bischof Bätzing aus Limburg neuer DBK-Vorsitzender, 3. März 2020.
  11. ↑ Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz: Wahl des Vorsitzenden. Deutsche Bischofskonferenz, 11. Februar 2020, abgerufen am 26. April 2023.
  12. ↑ Gerber neuer stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz. Nachfolger für Bischof Bode. In: katholisch.de. APG – Allgemeine gemeinnützige Programmgesellschaft mbH, 26. September 2023, abgerufen am 26. September 2023.
  13. ↑ Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz. In: domradio.de. 24. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.
  14. ↑ Beate Gilles neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz. In: katholisch.de. 23. Februar 2021, abgerufen am 24. Februar 2021.
  15. ↑ Beate Gilles bleibt Generalsekretärin der Bischofskonferenz: "Der Herrgott hat mich mit einer großen Gelassenheit gesegnet", domradio.de vom 24. Februar 2026.
  16. ↑ Das sind die Vorsitzenden der neuen bischöflichen Kommissionen. In: katholisch.de. 29. September 2026, abgerufen am 29. September 2026.
  17. ↑ www.dbk.de: Über uns. Bischöfloiche Kommissionen, abgerufen am 30. September 2026.
  18. ↑ Erwin Gatz: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder von 1785/1803 bis 1945. Bemerkungen zu einem biographischen Lexikon. In: Stimmen der Zeit, Bd. 202 (1984), S. 137–141, hier S. 137.
  19. ↑ Wolfgang Weiß: Die katholische Kirche im 19. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 430–449 und 1303, hier: S. 437.
  20. ↑ Erwin Gatz (Bearb.): Akten der Fuldaer Bischofskonferenz, Bd. 1: 1871–1887. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1977, ISBN 3-7867-0622-0, S. 277.
  21. ↑ Erwin Gatz: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder von 1785/1803 bis 1945. Bemerkungen zu einem biographischen Lexikon. In: Stimmen der Zeit, Bd. 202 (1984), S. 137–141, hier S. 138.
  22. ↑ Christoph Arens: Als Deutschlands Bischöfe die Nazimorde verurteilten. In: katholisch.de, 12. September 2018 online
  23. ↑ Christoph Arens: Als Deutschlands Bischöfe die Nazimorde verurteilten. In: katholisch.de, 12. September 2018 online
  24. ↑ Kevelaer und die Deutsche Bischofskonferenz. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2021; abgerufen am 19. Juli 2021.
  25. ↑ Christoph Arens: Ein historisches Schuldbekenntnis. In: katholisch.de, 23. August 2015 online.
  26. ↑ Joachim Heinz: „Ein Schuldbekenntnis“. Bischöfe veröffentlichen Erklärung zum Zweiten Weltkrieg. domradio.de, 29. April 2020 online
  27. ↑ dbk.de: Deutsche Bischöfe im Weltkrieg, 29. April 2020, S. 14 und 16.
  28. ↑ Carsten Dippel: Briefwechsel polnischer und deutscher katholischer Bischöfe. In: deutschlandfunk.de, 18. November 2015.
  29. ↑ OME-Lexikon: Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe, abgerufen am 1. Mai 2020
  30. ↑ Deutscher Bundestag, Drucksache 12/7600 (PDF, S. 298).
  31. ↑ Verena Schädler: Katholischer Sakralbau in der SBZ und in der DDR. Schnell & Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2675-0, Kapitel 4: Staatliche Programme: Die 1970er und 1980er Jahre, S. 224 ff.
  32. ↑ Karl Kardinal Lehmann gibt Rücktritt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zum 18. Februar bekannt. Deutsche Bischofskonferenz, 15. Januar 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2019; abgerufen am 26. September 2019.
  33. ↑ Erzbischof Robert Zollitsch neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Deutsche Bischofskonferenz, 12. Februar 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2019; abgerufen am 26. September 2019.
  34. ↑ Rückschlag für Aufklärung des Missbrauchsskandals in der Kirche. In: Die Welt. 9. Januar 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2019; abgerufen am 26. September 2019.
  35. ↑ Harald Dreßing, Hans Joachim Salize, Dieter Dölling, Dieter Hermann, Andreas Kruse, Eric Schmitt, Britta Bannenberg, Andreas Hoell, Elke Voß, Alexandra Collong, Barbara Horten, Jörg Hinner: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. (PDF; 4 MB) 24. September 2018, abgerufen am 25. September 2018.
  36. ↑ Website des Betroffenenbeirats der Deutschen Bischofskonferenz. Abruf am 6. Mai 2022.
  37. ↑ D: Bischofskonferenz richtet Betroffenenbeirat ein. Vatican News, 18. Dezember 2019, Abruf am 25. März 2022 (deutsch).
  38. ↑ Juliane Schlichter: Lauchringer Kirchenstreik: Kardinal Marx nimmt Unterschriften entgegen, in: Südkurier, 25. September 2019.
  39. ↑ Joachim Frank: Für einen neuen DBK-Sekretär müssen alle ihre Komfortzone verlassen. In: katholisch.de. 19. August 2020, abgerufen am 24. Februar 2021.
  40. ↑ dbk.shop.de: Die deutschen Bischöfe Nr. 113 „Friede diesem Haus“ Friedenswort der deutschen Bischöfe, Nr. (153).
  41. ↑ dbk.de: Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar, 22. Februar 2024.
  42. ↑ Deutsche Bischöfe grenzen sich scharf von Rechtsextremismus ab. In: katholisch.de. 22. Februar 2024, abgerufen am 22. Februar 2024.
  43. ↑ Deutsche Bischöfe veröffentlichen Erklärung zum Gaza-Krieg. In: katholisch.de. 25. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.
    Text Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina! Erklärung der deutschen Bischöfe zum Gazakrieg, 25. September 2025

Koordinaten: 50° 43′ 24,2″ N, 7° 6′ 34,6″ O