Dead Body Love

Dead Body Love
Allgemeine Informationen
Herkunft Piombino, Italien
Genre(s) Noise, Harsh Noise Wall, Power Electronics
Aktive Jahre
Gründung 1995
Auflösung
Website
Aktuelle Besetzung
Gabriele Giuliani

Dead Body Love ist ein 1995 debütiertes Noiseprojekt.

Geschichte

Unter dem Einfluss von Controlled Bleeding und Merzbow begann Gabriele Giuliani 1995 damit Noise unter dem Projektnamen Dead Body Love zu veröffentlichen. Erste Veröffentlichungen erschienen über Slaughter Productions, Old Europa Café und sein eigenes Label Less Than Zero. Darunter auch Split-Alben mit Atrax Morgue und K2. In den folgenden Jahren erarbeitete sich Dead Body Love einen Ruf als eines der zentralen Projekte im italienischen Post-Industrial. Das so 1995 über Old Europa Café veröffentlichte Low-Fi Power Carnage wird von Sam McKinley unmittelbar als Anlass der Gründung von The Rita angeführt und gilt seither als eine der bedeutendsten Alben des Harsh Noise Wall. In den folgenden Jahren behielt Giuliani seine Aktivität mit Dead Body Love bei und entwickelte den Klang des Projektes weiter, gründete zugleich jedoch weitere Projekte um andere Genre zu bespielen. Mit Drift wendet er sich dem Dark Ambient zu und mit Discordance dem Death Industrial. In der Diskografie des Projektes existiert derweil zwischen 1998 und 2008 eine Lücke zu der es keine nähere Erläuterung gibt.

Stil

Dead Body Love wird zur ersten Generation des Genres Harsh Noise Wall gerechnet. Dabei beschränkt sich das Werk von Dead Body Love nicht auf das klangmonolithische Genre. Neben Harsh Noise Wall spielt Dead Body Love Noise und Power Electronics. In einem „manischen Rausch […] vermischt [Dead Body Love] puren Nihilismus und Gewalt.“ Dabei wird das Projekt, mit dem Gebrauch geschichteter und manchmal verzögerter Klangcollagen aus erdrückendem, überrollendem und zerfallendem Sound, als einer der Hauptakteure der italienischen Noise- und Post-Industrial-Szene betrachtet. So erreiche Dead Body Love „scharfe Spitzen eines Ultraschalls schwindelerregender Höhen“.

Diskografie

Studioalben

Split-Veröffentlichungen und Kollaborationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Editor: Dead Body Love Interview. Disposable Underground, abgerufen am 13. Oktober 2023.
  2. 1 2 3 4 Sam McKinlay: Dead Body Love / Atarax Morgue. Soundohm, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. September 2021; abgerufen am 13. Oktober 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ Chondritic Sound: Dead Body Love: Low-Fi Power Carnage. Bandcamp, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  4. ↑ Dead Body Love: Audiocide ’95. Soundohm, abgerufen am 14. Oktober 2023.
  5. ↑ Clive Henry: Fight Your Own War: Power Electronics and Noise Culture. Hrsg.: Jennifer Wallis. Headpress, 2016, ISBN 978-1-909394-40-7, Listening to the Void, S. 137 – 154, 139 ff.