Deathspell Omega

Deathspell Omega
Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Black Metal
Aktive Jahre
Gründung 1998
Auflösung
Website

Deathspell Omega ist eine Black-Metal-Band aus Frankreich.

Besetzung

Es gibt keine offiziellen Angaben über die Mitglieder der Band. Diese wollen so „um jeden Preis die Illusion vermeiden, wichtig oder berühmt zu sein“. Es existieren lediglich Spekulationen über die Mitglieder; die Zusammenarbeit mit Mikko Aspa vom Label Northern Heritage und der Band Clandestine Blaze wurde bestätigt. Shaxul von Hirilorn behauptet jedoch gegenüber der Seite Arcana Noctis, sein Mitmusiker Hasjarl habe Deathspell Omega kurz vor dem Ende Hirilorns als Seitenprojekt gegründet, nach Hirilorns Auflösung seien Shaxul und Hasjarl als verbliebene Mitglieder mit Deathspell Omega weiter aktiv gewesen, wobei ersterer Schlagzeug gespielt, gesungen und die meisten Texte geschrieben habe. Gegenüber dem Deaf Sparrow Zine gibt er als drittes Mitglied der damaligen Besetzung den Bassisten Khaos an. Shaxul sei 2002 ausgestiegen, weil die Band dem „‚religiösen‘ Trend“ gefolgt und avantgardistisch geworden sei, was er als Verrat betrachte.

Die Band selbst gibt über ihre Internetpräsenz keine Informationen preis und gibt auch nur selten Interviews. Die Band gab an, aus Gründen der Anonymität ein „zwiespältiges Verhältnis“ zur Kommunikation mit Außenstehenden zu haben. So wurde ursprünglich gar kein Kontakt zur Fangemeinde gehalten, einen Sinneswandel erklärte die Band mit den Worten: „Kommunikation wird nötig, wenn der Fortschritt einen gewissen Punkt erreicht.“ Die Band lehnt Live-Auftritte ab, da das, was „Deathspell Omega vermittelt, nicht in einer solch begrenzten, rein sinnlichen Umgebung verstanden werden kann“.

Musik

Auf den ersten beiden Alben spielte Deathspell Omega traditionellen, rohen Black Metal in der Tradition der skandinavischen Bands; in den frühen Aufnahmen ließen sich allerdings schon „Riffs sowie Melodienbögen ausmachen“, die „den Grundstein“ für die späteren Alben legten.

Mit ihrem 2004er Album Si monvmentvm reqvires, circvmspice wechselte sie allerdings stilistisch in eine mehr technisch-experimentelle Richtung, setzten auf eine bessere Aufnahme und Produktion und erreichten insgesamt eine psychedelischere und verstörendere Atmosphäre in ihren Liedern. Musikalische Einflüsse und Anleihen an Gregorianischen Gesang und Chormusik verstärken dabei den sakralen Charakter der Musik.

Die Veröffentlichungen nach Si monvmentvm reqvires, circvmspice, verteilt auf die 2005er-EP Kénôse und einigen Split-Veröffentlichungen, verfolgen konsequent den musikalischen Ansatz des 2004er-Albums und erreichen eine Gesamtspielzeit von über 80 Minuten und übersteigen dabei die Spielzeit des Vorgängeralbums.

Texte und Konzept

Textlich beschäftigt sich Deathspell Omega primär mit Satanismus auf einer metaphysischen Ebene sowie weiteren theologischen Themen. Die Alben Si monvmentvm reqvires, circvmspice und Fas – ite, maledicti, in ignem aeternum, die zusammen mit Paracletus eine Konzept-Trilogie bilden, legen dabei einen Schwerpunkt auf die theologischen Aspekte von Gott und Satan sowie das Verhältnis des Menschen zu beiden. Die Texte werden allgemein als poetisch bezeichnet und sind ideologisch fundierter als die der meisten Black-Metal-Bands. Als eine ihrer lyrischen Inspirationen nennt die Band den französischen Schriftsteller und Philosophen Georges Bataille, aus dessen Geschichte Madame Edwarda sie in ihrem Lied Diabolus absconditus zitiert.

Diskographie

Studioalben

Split-Veröffentlichungen

Demos und EPs

Sampler-Beiträge

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Interview with Deathspell Omega from AJNA Offensive.
  2. 1 2 Litocranius: INTERVIEW - Shaxul.
  3. ↑ INTERVIEW WITH SHAXUL (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive).
  4. 1 2 EMOFAG ERA: Shaxul Interview (East Of Hell Part 2) (Memento vom 14. September 2012 im Internet Archive).
  5. ↑ Andrei Slavescu: CD-Review: Deathspell Omega - Kénôse. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2012; abgerufen am 10. Mai 2010.