Decaspermum-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume. Junge oberirdische Pflanzenteile können behaart oder kahl sein. Die im Querschnitt stielrunden oder vierkantigen Zweige besitzen eine kahle oder behaarte Rinde. Sie enthalten ätherische Öle.
Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind drüsig punktiert und fiederadrig mit intramarginalen Blattadern. Die relativ kleinen und fadenförmigen Nebenblätter fallen früh ab.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in meist seiten- oder seltener endständigen, zymösen, traubigen oder rispigenBlütenständen. Die Deckblätter sind oft relativ klein und manchmal fallen sie früh ab.
Die oft duftenden Blüten sind zwittrig, aber manchmal auch rein männlich an einem Exemplar. Die radiärsymmetrischen Blüten sind selten drei- bis meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist kugelig, krugförmig oder verkehrt-kegelförmig. Die meist fünf manchmal etwas ungleichen Kelchblätter sind haltbar. Die meist fünf freien, weißen bis rosafarbenen Kronblätter sind drüsig punktiert. In mehreren Kreisen sind viele fertile Staubblätter angeordnet. Die freien Staubfäden sind fadenförmig. Die kugeligen Staubbeutel öffnen sich mit einem longitudinalen Schlitz. Drei bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, drei- bis zwölfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer sind in zentralwinkelständiger Plazentation meist ein bis zwei, seltener bis zu vier Samenanlagen enthalten. Der fadenförmige Griffel endet in einer kopfigen oder schildförmigen (peltaten) Narbe.
Früchte und Samen
Die kugeligen Beeren sind vertikal gerippt und enthalten drei bis etwa zwanzig Samen. Die Kelchblätter sind auf den Früchten erkennbar. Die Samen sind durch vertikale falsche Scheidewände voneinander getrennt. Die Samenschale (Testa) ist hart. Der gekrümmte, hufeisenförmige Embryo besitzt eine lange Radikula und zwei sehr kleine Keimblätter (Kotyledonen).
In Australien gilt Decaspermum struckoilicum als „Endangered“ = „stark gefährdet“. In der Roten Liste der IUCN wird nur Decaspermum vitiense als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ geführt; diese Bewertung ist von 1998 und bedarf einer Überprüfung, es handelt sich um einen der häufigsten Baumarten auf den Fidschi-Inseln.
Systematik
Die Gattung Decaspermum wurde 1775 durch Johann Reinhold Forster und Georg Forster in Characteres Generum Plantarum, 1. Auflage, S. 73, Tafel 37 aufgestellt. Typusart ist Decaspermum fruticosumJ.R.Forst. & G.Forst.Synonyme für DecaspermumJ.R.Forst. & G.Forst. sind: NelitrisGaertn., PyrenocarpaHungT.Chang & R.H.Miao nom. inval. Der Gattungsname Decaspermum setzt sich aus den griechischen Wörtern deca (δέκα) für zehn und sperma (σπέρμα) für Samen zusammen, dies bezieht sich auf die Zahl der Samen des Typusmaterials.
Die Gattung Decaspermum gehört zur Tribus Myrteae in der Unterfamilie Myrtoideae innerhalb der Familie der Myrtaceae.
Es gibt etwa 30 bis 34 Decaspermum-Arten (hier mit ihrer Verbreitung):
Decaspermum albociliatumMerr. & L.M.Perry: Dieser Endemit kommt nur in Baoting in der chinesischen Provinz Hainan in Wäldern in Höhenlagen von 200 bis 400 Meter vor.
Decaspermum fruticosumJ.R.Forst. & G.Forst.: Sie ist auf Inseln des Südpazifik beheimatet.
Decaspermum glabrumH.T.Chang & R.H.Miao: Sie ist nur von der Typusaufsammlung an Berghängen im südwestlichen Guangdong (Zhanjiang Diqu) bekannt.
Decaspermum gracilentum(Hance) Merr. & L.M.Perry: Sie kommt in Wäldern auf mittleren Höhenlagen in Vietnam, auf Hengchun Peninsula sowie Lan Yu in Taiwan und in den chinesischen Provinzen Guangdong, Guangxi, südlichen Guizhou sowie Hunan vor.
Decaspermum hainanense(Merr.) Merr.: Sie kommt in Wäldern oder Dickicht auf Ton oder humusreichen Böden in Höhenlagen von 400 bis 2500 Meter in der Provinz Hainan vor.
Decaspermum nivale(Ridl.) Merr. & L.M.Perry: Sie ist in Neuguinea beheimatet.
Decaspermum parviflorum(Lam.) A.J.Scott: Sie ist weit verbreitet im südlichen China, in Vietnam, Kambodscha, nordöstlichen Indien, Myanmar, Thailand, Malaysia, Indonesien, auf den Philippinen und auf Pazifischen Inseln.
Decaspermum parvifolium(Ridl.) A.J.Scott: Diese Art ist weitverbreitet in Südostasien bis westlichen Pazifik.
12Decaspermumim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. letzter Zugriff am 24. Januar 2013