| Delo | |
|---|---|
| Beschreibung | Slowenische Tageszeitung |
| Sprache | Slowenisch |
| Verlag | Delo mediji d.o.o. (Slowenien) |
| Hauptsitz | Likozarjeva ulica 1, Ljubljana |
| Erstausgabe | 1. Mai 1959 |
| Erscheinungsweise | täglich (Montag–Samstag) |
| Verkaufte Auflage | 12.800 Exemplare |
| ((2025)) | |
| Chefredakteur | Dejan Novaković (v. d., ab 1. Februar 2026) |
| Weblink | www.delo.si |
| ISSN (Print) | 0350-7521 |
Delo (slowenisch: Die Arbeit) ist eine slowenische Tageszeitung und gilt als bedeutendstes nationales Printmedium des Landes. Sie erscheint täglich von Montag bis Samstag in Ljubljana und wird vom Verlag Delo mediji d.o.o. herausgegeben. Eurotopics ordnet Delo als linksliberal ein.
Die Anfänge des Verlags reichen in das Jahr 1955 zurück, als das Časopisno-založniško podjetje Slovenski poročevalec in das Handelsregister eingetragen wurde. Es entstand aus der Vereinigung der Unternehmen Slovenski poročevalec (gegründet 1938), der zugehörigen Druckerei (Tiskarna Slovenskega poročevalca) und Tovariš.
Am 1. Mai 1959 erschien die erste Ausgabe von Delo. Die Zeitung entstand aus der Zusammenlegung von Ljudska pravica (»Die Volksgerechtigkeit«, gegründet 1934) und Slovenski poročevalec (»Der slowenische Berichterstatter«, gegründet 1938), beider Organe der Kommunistischen Partei Sloweniens. Anfangs erschien Delo in zwei Ausgaben mit den Beilagen Najdihojca und »Programm RTV«.
Ab 1962 fusionierte die Druckerei ČGP Delo mit der Triglavska- und der Blaznikova-Druckerei. Ab 1967 erschien Delo in sechs Regionalausgaben; im selben Jahr erschien erstmals die Sobotna priloga (»Samstagsbeilage«).<refname="delo-zgodovina" /> 1963 wurde der Grundstein für das »Dom tiska« gelegt; die Hochhausfassade an der Dunajska 5 wurde 1982 fertiggestellt.
Im Jahr 1980 erreichte Delo eine Auflage von mehr als 100.000 Exemplaren und war damit hinter der Belgrader Politika die meistgelesene Zeitung im damaligen Jugoslawien.
Mit der slowenischen Unabhängigkeit 1991 wandelte sich der bisherige TOZD Delo in das eigenständige Unternehmen Delo, časopisno-založniško podjetje, d.o.o. mit rund 300 Mitarbeitern um. Im selben Jahr lancierte Delo die Boulevardzeitung Slovenske novice, die rasch zur meistgelesenen Tageszeitung Sloweniens wurde.
1999 erfolgte die Börsennotierung des Unternehmens. Ab 2005 verwendet Delo eine eigene Hausschrift; 2008 erschien die Zeitung erstmals in einem schmaleren Format.
Der bisherige Mehrheitseigentümer, der Getränkekonzern Pivovarna Laško, hatte seit 2010 erfolglos versucht, seinen Anteil zu verkaufen. Am 4. Juni 2015 erwarb die slowenische Industrieholding FMR (Mitbesitzer des Industriekonglomerats Kolektor, verbunden mit dem Unternehmer Stojan Petrič) das Verlagshaus bei einer geschlossenen Auktion um 7,3 Millionen Euro.
Damit übernahm FMR die Kontrolle über die Tageszeitung Delo (damals 32.300 verkaufte Exemplare täglich) sowie die Boulevardzeitung Slovenske novice (damals 63.000 Exemplare). Die Redaktion begrüßte »das Ende jahrelanger unsicherer Eigentümerstruktur«; der slowenische Journalistenverband (DNS) forderte den Käufer auf, »die redaktionelle Unabhängigkeit zu respektieren«.
In den Folgejahren berichteten Medien über Spannungen zwischen Redaktion und Eigentümer. Der damalige Chefredakteur Uroš Urbas soll das Kollegium über wachsende Druckversuche von Verwaltung und Eigentümer informiert haben, bevor er die Zeitung verließ.
Am 1. September 2025 wurde im Handelsregister die neue Gesellschaft Delo mediji d.o.o. eingetragen, auf die die Gesellschaft Delo die gesamte Medientätigkeit – einschließlich Mitarbeiter, Beilagen und Markenrechte – ausgegliedert hat. Direktor der neuen Gesellschaft ist Dejan Novaković. Bei der Muttergesellschaft Delo d.o.o. verblieben die Immobilien und die Beteiligung an der Vertriebsgesellschaft Izberi; an deren Spitze stehen weiterhin Nataša Luša und Stojan Petrič.
Die neue Gesellschaft Delo mediji beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, davon etwa 95 Journalisten von Delo und Slovenskih novic.
Delo erscheint von Montag bis Samstag. Die bedeutendste Beilage ist die Sobotna priloga (»Samstagsbeilage«) mit Reportagen, Interviews und Kommentaren, die seit 1967 erscheint. Freitags liegt die Wochenendbeilage Vikend bei, die unter anderem ein ausführliches Fernsehprogramm enthält. Die Sonntagsausgabe trägt den Namen Nedelo: Das Wort bedeutet wörtlich »NichtArbeiten« und spielt zugleich auf nedelja (slowenisch: Sonntag) an. Daneben gibt der Verlag seit 1999 die Frauenzeitschrift Ona heraus sowie seit 2001 das Freizeitmagazin Polet, das gemeinsam mit Slovenske novice erscheint.
| Zeitpunkt | Exemplare |
|---|---|
| 1980 (Rekord) | >100.000 |
| Dezember 2004 | 89.656 |
| Dezember 2010 | 59.328 |
| 2015 (Verkaufsauflage) | 32.300 |
| Dezember 2017 | 34.696 |
| Jahresdurchschnitt 2021 | 20.018 |
| 2025 | 12.800 |
Quellen: Delo mediji d.o.o.; horizont.at; eurotopics.net.
| Name | Amtszeit |
|---|---|
| Dušan Benko | – |
| Darijan Košir | – |
| Peter Jančič | 2006–2007 |
| Uroš Urbas | bis ca. 2020 |
| Bojan Budja (v. d.) | ca. 2021–2026 |
| Dejan Novaković (v. d.) | ab 1. Februar 2026 |