| Derabun | ||
|---|---|---|
| Lage | ||
| Koordinaten | 37° 5′ N, 42° 26′ O | |
| Staat | ||
| Gouvernement | Dahuk | |
| Distrikt | Zaxo | |
| Basisdaten | ||
| Höhe | 534 m | |
Derabun (auch Derabon oder Dayrabun, arabisch ديربون, DMG Dairabūn) ist eine irakische Stadt im Zaxo-Distrikt in der Provinz Dahuk. Sie liegt ca. 25 km südwestlich von Zaxo.
Zu der Bevölkerung Derabuns zählen Jesiden des Haweri-Stammes und christliche Assyrer.
Hesine Haweri beschützte im 18. Jahrhundert laut Quellen und mündlichen jesidischen Überlieferungen das Dorf vor dem Fürsten von Soran, Mohammed Pascha Rewanduz und rettete zahlreiche Jesiden. Hesine Haweri wurde anschließend in Derabun bei dem Qub Avdi Resh begraben. Ursprünglich war die meisten Bewohner von Derabun assyrische Christen, bis 1976 das Regime von Saddam Hussein die Assyrer aus dem Dorf vertrieb, ihre Kirchen sprengte und das Dorf mit Arabern und Jesiden neu besiedelte.
Seit 2022 führt ein Team der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter der Leitung von Alexander Pruß Ausgrabungen auf dem im Ortszentrum gelegenen ca. 2,5 ha großen Tell Derabun durch. Freigelegt wurden bisher Schichten aus osmanischer (18.—frühes 20. Jh.) und hellenistischer Zeit (3.—1. Jh. v. Chr.).