
Detlef Pollack (* 23. Oktober 1955 in Weimar) ist ein deutscher Religions- und Kultursoziologe. Er forscht unter anderem über das Verhältnis von Religion und Moderne, über die Geschichte der DDR und über politische Kultur.
Detlef Pollack studierte Evangelische Theologie in Leipzig. Er wurde 1984 mit einer Arbeit über die Religionstheorie Niklas Luhmanns und ihre systemtheoretischen Voraussetzungen an der Universität Leipzig promoviert. Nachdem er Luhmann zu einem Vortrag nach Leipzig eingeladen hatte, erhielt er 1989 eine Einladung an die Universität Bielefeld mit einem DAAD-Stipendium. Nach 1989/90 erhielt er Forschungsstipendien in Zürich und Princeton.
1994 habilitierte sich Pollack an der soziologischen Fakultät der Universität Bielefeld mit der Arbeit „Kirche in der Organisationsgesellschaft: Zum Wandel der gesellschaftlichen Lage der evangelischen Kirchen und der politisch alternativen Gruppen in der DDR“. Danach hatte er Professuren in Leipzig (Religionssoziologie, 1994), Frankfurt/Oder (Vergleichende Kultursoziologie, 1995–2008) und New York (Max Weber Chair, 2003–2005) inne.
Von 2002 bis 2008 war Pollack geschäftsführender Direktor des Instituts für Transformationsforschung (F.I.T.) an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder.
Seit 2008 ist Detlef Pollack Professor für Religionssoziologie im Rahmen des Exzellenzclusters Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ab 2015 war er der Sprecher des Clusters. Seit August 2022 ist Pollack Seniorprofessor am Institut für Soziologie der Universität Münster. Am 9. Mai 2023 fand seine Abschiedsvorlesung mit dem Thema Die Geburt der Moderne aus dem Geist der Religion statt.
Pollack ist mit der Historikerin Hedwig Richter verheiratet.
| Personendaten | |
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| NAME | Pollack, Detlef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1955 |
| GEBURTSORT | Weimar |