Detumeszenz (lat. detumescere = „abschwellen“) bezeichnet den Prozess des Abschwellens oder Rückgangs einer Schwellung, insbesondere in medizinischen Kontexten.
Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und wird im Deutschen als De·tu·mes·zenz ausgesprochen (IPA: [detumɛsˈt͡sɛnt͡s]). Er hat keinen Plural und wird synonym zu „Detumeszenz“ oder im Englischen als „detumescence“ verwendet.
Detumeszenz beschreibt allgemein das Abschwellen einer Geschwulst, eines Organs oder Gewebes. In der Urologie steht der Begriff häufig für den Rückgang der Penis-Schwellung nach einer Erektion oder bei pathologischen Zuständen wie Priapismus, etwa durch einen Winter-Shunt.
Bei der postkoitalen Detumeszenz des Penis fließt das Blut durch venöse Abflusswege ab. Dies geschieht durch Abklingen der Neurotransmitter-Ausschüttung (z. B. Stickstoffmonoxid), Abbau sekundärer Botenstoffe wie cGMP durch Phosphodiesterasen (PDEs) sowie sympathische Erregung nach Ejakulation.