| Dickschnabel-Mistelfresser | ||||||||||||
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Dickschnabel-Mistelfresser | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pachyglossa agilis | ||||||||||||
| (Tickell, 1833) |
Der Dickschnabel-Mistelfresser (Pachyglossa agilis, Syn.: Dicaeum agile; Piprisoma squalidum) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).
Die Art kommt in Bereichen Südasiens, Indonesiens, der indochinesischen Halbinsel und auf den Philippinen vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst trockenen bis feuchten Laubwald oder immergrüne, baumbestandene Lebensräume, auch Plantagen, Kokosnuss Haine oder Nutzgärten bis 1500 m im Sommer, unter 800 m ganzjährig.
Der Vogel ist 9–10 cm groß, wiegt zwischen 7 und 11 g mit relativ schlichtem Gefieder. Die Oberseite ist aschfahl olivbraun, Unterseite grau bis gelbbraun- weiß, dezent gestreift. Der Schwanz hat eine unscharfe weiße Schwanzspitze. Der kräftige bläuliche Finkenschnabel von unterschiedlicher Dicke ist charakteristisch zur Abgrenzung vom Blassschnabel-Mistelfresser (Dicaeum erythrorhynchos). Am Kopf ist ein diffuser Bartstreif abgrenzbar. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Auffälliges Merkmal ist die Angewohnheit, im Sitzen den kurzen Schwanz zu spreizen und hin und her zu schwenken.

Es werden folgende Unterarten anerkannt:
In den meisten älteren Werken wird die Art, als Dicaeum agile, in eine weit gefasste Gattung Dicaeum mit einbezogen. Untersuchungen anhand der mitochondrialen DNA, zuerst durch Jacob Saucier und Kollegen, später auch durch Jon Fjeldså und Kollegen, haben aber ergeben, dass sie, mit einigen anderen vorher in die Gattung Dicaeum und zeitweise auch in Prionochilus eingeordneten Arten eine eigene Klade bildet. Für diese wurde der alte, vorher lange synonymisierte Gattungsname Pachyglossa, als dritte Gattung der Familie der Mistelfresser, wieder eingesetzt. Die Gattung Pachyglossa umfasst demnach, neben dieser Art, sechs weitere Arten.
Die Art wird deshalb jetzt als Pachyglossa agilis in die wieder errichtete Gattung Pachyglossa gestellt.
Der Ruf des Männchens wird als lautes, scharfes und metallisches „chik-chik-chik-chik“, ratterndes „tititiitili“ beschrieben.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus reifen Früchten von Dendrophthoe und Misteln. Die Art ist einzeln auf mistelbeladenen Bäumen in offenen, baumbestandenen Lebensräumen anzutreffen. Das Verhalten ähnelt dem des Blassschnabel-Mistelfressers, die Früchte werden aber nicht im Ganzen geschluckt: die Beere wird im Schnabel zerlegt, der Samen an einem benachbarten Ast abgestreift. Dadurch verbreitet sich die Pflanze somit auf demselben Baum.
Die Brutzeit liegt zwischen Dezember und August in Indien und zwischen April und Mai in Sri Lanka.
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).