Die Matriarchin

Film
Titel Die Matriarchin
Produktionsland Deutschland
Erscheinungsjahr 2026
Stab
Regie Alison Kuhn
Drehbuch Alison Kuhn
Produktion Martin Lehwald
Kamera Jan Mayntz
Schnitt Christian Zipfel
Besetzung
  • Lissy-Marie Phuong Linh Nguyen: Kim
  • Tuyen Do
  • Trang Le Hong
  • Marlon Leyck
  • Viet Pham: Luc
  • Viet Long Hoang: Bao
  • Nadine Rosemann: Die Kundin
  • Artur Andrzejczuk: Paszek
  • Yung Ngo: Dr. Cao
  • Benjamin Kramme: Baos Lehrer

Die Matriarchin (internationaler englischsprachiger Titel The Matriarch) ist ein Filmdrama von Alison Kuhn. Im zweiten Spielfilm der deutsch-vietnamesischen Regisseurin spielt Lissy-Marie Phuong Linh Nguyen in der Hauptrolle eine junge Frau, deren Mutter ein Netzwerk für Menschenhandel betreibt und illegal Schleusungen aus Vietnam nach Europa organisiert.

Handlung

Die 17-jährige Kim lebt gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Bao und ihrer Mutter in einer Plattenbauwohnung an der deutschen Ostsee. Dort befindet sich ein geheimer Raum, in dem jede Woche aufs Neue wildfremde Menschen ein- und ausgehen. Kims Mutter betreibt eine Agentur für illegale Schleusungen aus Vietnam nach Europa. Damit finanziert sie die gesamte Großfamilie in der Heimat. Auch für ihre Tochter wünscht sie sich eine bessere Zukunft und erwartet von ihr ein gutes Abitur. Kim jedoch will ihrer Mutter beweisen, dass sie eines Tages eine würdige Nachfolgerin sein wird. Als Luc, der engste Mitarbeiter der Mutter, sie plötzlich verlässt und seine eigene Konkurrenz-Agentur eröffnet, scheint Kims Stunde gekommen. Sie beginnt dessen Aufgaben zu übernehmen und sich immer mehr in der Schleusungsagentur zu engagieren.

Produktion

Regie führte Alison Kuhn, die auch das Drehbuch schrieb. Die 1995 geborene deutsch-vietnamesische Regisseurin, Autorin und Schauspielerin studierte Regie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Während dieser Zeit war sie an Filmen wie Fluffy Tales, Schwarmtiere und The Case You beteiligt. Für letzteren Film wurde sie 2021 beim Dokfest München mit dem Student Award ausgezeichnet. Ebenfalls während ihres Studiums war Kuhn als Regisseurin und Drehbuchautorin für die achte Staffel der Serie Druck tätig. Im Januar 2026 kam ihr erster fiktionaler Kinospielfilm Holy Meat in die deutschen Kinos, der im Jahr zuvor beim Filmfest München seine Premiere feierte. Die Matriarchin ist Kuhns zweiter Spielfilm.

Lissy-Marie Phuong Linh Nguyen spielt in der Hauptrolle die 17-jährige Kim. Es handelt sich um ihr Filmdebüt. Viet Long Hoang spielt ihren kleinen Bruder Bao. Viet Pham spielt Luc, den engsten Mitarbeiter der Mutter. Das Casting übernahm Stephanie Maile.

Der Film erhielt von der MV Filmförderung GmbH eine Produktionsförderung in Höhe von 250.000 Euro, vom Medienboard Berlin-Brandenburg in Höhe von 150.000 Euro und von Nordmedia in Höhe von 80.000 Euro.

Die Dreharbeiten fanden von Mitte September 2025 über 24 Drehtage hinweg zu großen Teilen in Rostock, aber auch in Berlin statt. Als Kameramann fungierte Jan Mayntz.

Veröffentlichung

Im Mai 2026 wird der Film im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele in Cannes beim Marché du film vorgestellt. Die weltweiten Vertriebsrechte sicherte sich Pluto Film.

Die Premiere ist für den 18. November 2026 beim Tallinn Black Nights Film Festival in Estland vorgesehen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Matriarchin. In: schiwagofilm.de. Abgerufen am 2. Mai 2026.
  2. ↑ https://dreimaskenverlag.de/autoren/kuhn-alison
  3. 1 2 Förderentscheidung: Von Träumen, Kämpfen und Fantastischem. In: mv-filmfoerderung.de, 15. Juli 2024.
  4. ↑ Die Matriarchin. In: nordmedia.de. Abgerufen am 2. Mai 2026.
  5. ↑ The Case You. In: hfs-berlin.de. Abgerufen am 2. Mai 2026.
  6. ↑ Barbara Schuster: Alison Kuhns „Die Matriarchin“ reist zum Marché du Film. In: the-spot-mediafilm.com, 2. Mai 2026.
  7. ↑ Ben Dalton: Alison Kuhn’s 'The Matriarch' acquired for sales ahead of Cannes market. In: screendaily.com, 29. April 2026.
  8. ↑ Die Matriarchin bei crew united, abgerufen am 8. November 2026.
Weitere Filmlinks: