Dienstborstel

Dienstborstel
Gemeinde Staffhorst
Koordinaten: 52° 44′ N, 9° 0′ OKoordinaten: 52° 43′ 38″ N, 8° 59′ 48″ O
Fläche: 3,56 km²
Einwohner: 104
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27254
Vorwahl: 04272
Dienstborstel (Niedersachsen)
Dienstborstel (Niedersachsen)
Lage von Dienstborstel in Niedersachsen

Dienstborstel ist ein Ortsteil der Gemeinde Staffhorst im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Dienstborstel ist als typische alte Bauerschaft eine landwirtschaftliche Streusiedlung nordöstlich des Dorfs Staffhorst.

Geschichte

Dienstborstel gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Nienburg in der Grafschaft Hoya des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zum Kanton Sulingen des Departements Wesermündung. 1814 fiel Dienstborstel an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Nienburg. Die Gemeinde Dienstborstel fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Nienburg. Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Staffhorst, die gleichzeitig in den Landkreis Grafschaft Diepholz wechselte, der am 1. August 1977 im Landkreis Diepholz aufging.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181240
1845124
1871133
1895154
1910165
1925182
1939141
1950246
1961139
1970123
Denkmalgeschützte Scheune in Dienstborstel

Baudenkmale

Eine um 1700 errichtete Fachwerkscheune an der Willenkämper Straße ist ein geschütztes Baudenkmal in Dienstborstel.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Dienstborstel
  2. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  3. ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 113 (google.de).
  4. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 61 (google.de).
  5. ↑ Volkszählung 1871
  6. ↑ Volkszählung 1895
  7. ↑ Landkreis Nienburg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2024.
  8. 1 2 Michael Rademacher: Nienburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)