Dieter Burkamp

Dieter Burkamp (* 18. November 1940 in Oerlinghausen; † 15. Juni 2012 ebenda) war ein deutscher Journalist, Autor und Verleger.

Leben

Nach Schulzeit und Zeitungsvolontariat bei der Westfälischen Zeitung war Dieter Burkamp von 1963 bis 2001 zunächst Redakteur bei der Westfälischen Zeitung bzw. ab 1967 deren Nachfolgerin, der Neuen Westfälischen in Bielefeld, tätig, zunächst als lokaler Redaktionsleiter der Westfälischen Zeitung in Bielefeld, danach der Stadtteil-Ausgabe Brackwede der Neuen Westfälischen nach der Fusion der Westfälischen Zeitung mit der Freien Presse. Anschließend war er als freier Journalist für den Westdeutschen Rundfunk tätig. Im Studio Bielefeld des WDR war er für die regionale Berichterstattung aus Ostwestfalen-Lippe und bis in das Jahr 2012 für die Polizeiberichterstattung tätig.

Seit 1970 beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Karikatur. Zusammen mit seiner Frau, der Kunsthistorikerin Gisela Burkamp, realisierte er ab 1980 weit über hundert Ausstellungen zu diesem Thema im In- und Ausland. 1989 wurde er zum ersten Mal in die Jury des Karikaturenwettbewerbs „Satyrykon“ in Legnica (Polen) berufen, der er mehr als ein Jahrzehnt angehörte. Außerdem wurde er u. a. als Jurymitglied zu Wettbewerben in Antwerpen (Belgien), Surgut und Kaliningrad (Russland) sowie in Zemun (Serbien) und Deutschland eingeladen. 1993 kuratierte Dieter Burkamp zusammen mit Theodor Helmert-Corvey die Ausstellungstournee „Satyrykon – Internationale Karikaturen“, die in 18 nordrhein-westfälische Städte führte. Im Jahre 2000 organisierte er als Künstlerischer Leiter den Karikaturenwettbewerb „Herman the German“ zum 125. Geburtstag des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald, ein Jahr später zusammen mit Walther Keim die Wanderausstellung „Nachbarn – Deutsche Karikaturisten sehen Polen, Polnische Karikaturisten sehen Deutschland“, die in mehr als 30 Städten in Deutschland und Polen gezeigt wurde. 2004 folgte das zusammen mit Gisela Burkamp konzipierte Projekt „Zehn Neue für Europa“ aus Anlass des Beitritts von zehn weiteren Staaten in die EU. Die Ausstellung wurde im Abgeordnetenhaus von Berlin eröffnet und ging drei Jahre lang auf Tournee durch Deutschland, Belgien, Serbien, Rumänien, Tschechien, Bulgarien und Polen. 2007 entstand das deutsch-serbische Projekt „His Master’s Line“ mit Zeichnungen von noch aktiven, über 75 Jahre alten Spitzenkarikaturisten aus Europa, das Dieter Burkamp gemeinsam mit Branko Najhold durchführte. Mitte der 1980er-Jahre gründete Dieter Burkamp den Kunstverlag „edition pro“, in dem Mappenwerke und Bücher erscheinen. In seinem letzten Lebensjahr initiierte er zum 975. Stadtjubiläum seiner Heimatstadt Oerlinghausen die „Kulturinitiative 2011“. Der Zusammenschluss regionaler Institutionen und Privatpersonen organisierte verschiedene Kulturveranstaltungen.

Bücher und Kataloge (Auswahl)

Mappenwerke in der edition pro

Ausstellungsorganisationen

Burkamp war in den Jahren 1990 bis 1996 für die organisation dreier Ausstellungen internationaler Karikaturen verantwortlich, die unter dem Titel Satyrykon in bis zu 18 Städten gezeigt wurden. Weiters organisierte er folgende Ausstellungen:

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Nachruf des WDR-Studios Bielefeld am 18. Juni 2012
  2. ↑ Die Kulturinitiative 2011 beendet ihre Arbeit (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Neue Westfälische, 12. Januar 2012.
Personendaten
NAME Burkamp, Dieter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist, Autor und Verleger
GEBURTSDATUM 18. November 1940
GEBURTSORT Oerlinghausen
STERBEDATUM 15. Juni 2012
STERBEORT Oerlinghausen