Dietrich Wenzel (* 25. März 1943 in Berlin) ist ein deutscher Zeichner, Grafiker und Maler.
Wenzel verlebte seine Kindheit in Kitzscher. Er machte in Leipzig das Abitur und leistete danach in Eilenburg und Zeithain in der NVA Wehrdienst. Ab 1963 absolvierte er eine Lehre als Chemigraf und arbeitete in seinem Beruf. Von 1966 bis 1971 studierte er in der Fachrichtung Gebrauchsgrafik der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Dort erhielt er im Grundstudium von Werner Tübke seine wichtigsten Anregungen. Nach dem Diplom arbeitete er freischaffend in Leipzig, bis 1982 als Gebrauchsgrafiker, wobei er vor allem Veranstaltungsplakate und Bucheinbände entwarf. Von 1982 bis 1984 war er bei Tübke an der Ausmalung des Bauernkriegspanoramas in Bad Frankenhausen beteiligt. Ihm oblag vor allem die Nachzeichnung, Vergrößerung und linearen Übertragung der 1:10-Fassung der Entwurfsbilder Tübkes. Seine bis zu 3 × 4 m großen Zeichnungen befinden sich in den Frankenhausener Gedenkstätten. Ab 1984 war Wenzel in Leipzig als freier Maler, Grafiker und Zeichner tätig. Er war an Gruppenausstellungen beteiligt und hatte 1986 in Leipzig im Klub & Galerie Nord eine Einzelausstellung mit Grafik, Zeichnungen und Plakaten. Wenzel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
1990 war er mit Brigida und Wolfgang Böttcher Gründer des Kunstvereins Pikanta e.V. Leipzig, in dem er fünf Jahre lang Mitglied des Vorstands und Veranstaltungsmanager war. Der Verein bestand bis 2019. Über vier Jahrzehnte war Wenzel neben seiner künstlerischen Tätigkeit organisatorisch für den Denkmalchor Leipzig aktiv.
1993 arbeitet er noch einmal für Tübke. Er übernahm die Übertragungs-Arbeiten für dessen Bühnenbild-Entwurf für die Freischütz-Inszenierung an der Oper Bonn.
Ab 2003 betätigte er sich wieder intensiv als Maler, Grafiker und Zeichner, zunächst vor allem mit Stillleben, dann mit Porträts und figürlichen Darstellungen. Er hatte seitdem eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Wenzel wird „zu den großen Zeichnern der Gegenwart“ gerechnet.
„Die hauptsächlichen Sujets meiner Bilder, Zeichnungen und Grafiken sind Porträtdarstellungen und Stillleben, dabei spielen Raum und Form beschreibende Hell-Dunkel-Situationen durchweg eine dominierende Rolle. Formal sehe ich meine Wurzeln u. a. in der Renaissance, im flämischen Barock und im französischen Klassizismus.“
| Personendaten | |
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| NAME | Wenzel, Dietrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Zeichner, Grafiker und Maler |
| GEBURTSDATUM | 25. März 1943 |
| GEBURTSORT | Berlin |