Dilbert ist ein Comicstrip von Scott Adams.
Der Strip spielt hauptsächlich in einem fiktiven Unternehmen, das technische Produkte herstellt, deren genaue Art nie explizit genannt wird, die aber vollkommen untauglich sind („Unser Produkt kommt in unseren eigenen Benchmark-Tests am schlechtesten weg“). Da Dilbert und zumindest seine Kollegen Alice und Asok exzellente Ingenieure sind, die technische Probleme im Handumdrehen lösen, lässt sich der Misserfolg des Unternehmens nur auf unfähiges Management zurückführen. Inhalt des Strips sind die Konflikte, Reibereien und Missverständnisse des Arbeitsalltages.

Einige Figuren erscheinen nur sporadisch, doch wiederholt:
Im Comic gibt es sprechende Tiere, die teilweise in die menschliche Arbeitswelt integriert sind.
Dass Hund und Katze die selbsterklärten Feinde der Menschen sind, während die Ratte das liebenswerte Tier ist, steht im Gegensatz zu den gesellschaftlich üblichen Tierrollen.
Elbonien ist ein fiktives osteuropäisches „Vierte-Welt-Land“ im Dilbert-Universum. Es ist von Männern mit schwarzen Vollbärten und hohen, augenbedeckenden Fellmützen bevölkert, man steht dort immer bauchtief im Schlamm und die wirtschaftliche Inflation ist gewaltig. Gelegentlich spielen ganze Strips in Elbonien; häufiger wird Elbonien nur erwähnt oder einzelne Elbonier gelangen in Dilberts Lebenswelt.
Die Zusammenarbeit zwischen Dilberts Unternehmen und Elbonien parodiert den Trend zum Outsourcing in günstige Länder mit Billigarbeitern. Produktwirtschaftlich hat die Zusammenarbeit mit Elbonien nicht den geringsten Sinn. Aus Besonderheiten der elbonischen Kultur ergeben sich große, mitunter lebensgefährliche Konflikte.
1989 entwickelte Adams die Figur Dilbert, und 1993 erschien Dilbert erstmals in einer US-amerikanischen Lokalzeitung. Die Comic-Strips wurden zuerst von United Feature Syndicate und ab 2011 von Universal Uclick vertrieben und erschienen in etwa 2000 Tageszeitungen weltweit. Dilbert war 1995 der erste von einem Syndikat herausgebrachte Internet-Comic. Ein E-Mail-Newsletter sowie ein kostenloses Plug-in für Mozilla Firefox für den täglichen Dilbert-Comicstrip waren verfügbar. Die deutschsprachigen Syndikationsrechte lagen bei Bulls Press.
An jedem Wochentag erschien auf der Website ein neuer Strip mit drei Panels, dessen Handlung isoliert stehen oder sich als Fortsetzung über mehrere Tage erstrecken kann. Sonntags erschien ein größerer Strip von acht Panels in zwei Zeilen mit abgeschlossener Handlung, die nicht an die umgebenden Wochentags-Strips anknüpft.
2001 beauftragte Scott Adams das Designunternehmen IDEO, den perfekten Cubicle für Dilbert zu entwickeln.
Im April 2008 wurde die Website auf Flash umgestellt. Nach heftigen Protesten seitens der Leserschaft wurde eine zusätzliche flashfreie Version eingerichtet.
Ende Februar 2016 erläuterte Scott Adams, warum die täglich veröffentlichten Zeichnungen für sechs Wochen einen anderen Zeichenstil erhielten: Da seine Hand Ruhe und Rehabilitation brauche, arbeite die nächsten sechs Wochen ein Ersatzzeichner für ihn.
Seit Beginn der Coronazeit 2020 griffen die Comicstrips von Dilbert die damalige Situation zum Beispiel durch das Tragen einer Maske auf und thematisierten das auch stark.
Nach Äußerungen von Adams in seinem Videopodcast im Februar 2023, die als Aufruf zur Rassentrennung verstanden wurden, beendeten zahlreiche US-Zeitungen, unter anderem die Washington Post, USA Today und die Los Angeles Times, die Veröffentlichung seines Comics.
Adams hatte angegeben, dass er sich bisher mit der Gruppe der Afroamerikaner identifiziert hätte, jedoch eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Rasmussen seine Einstellung geändert hatte. Darin hatten 47 % der Afroamerikaner angegeben, dass sie die Aussage „It’s OK to be white“ (ein von weißen Rassisten verwendeter Slogan) ablehnten oder in ihrer Einstellung dazu unsicher seien. Adams gab an, dass er durch diese Umfrage realisiert habe, dass er mit seiner Unterstützung und Identifikation mit der schwarzen Bevölkerungsgruppe der USA Teil einer Hassgruppe geworden sei und empfahl, von Afroamerikanern Abstand zu halten. Gegen die erhobenen Rassismusvorwürfe wehrte sich Adams, seine Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden.
Am 12. März 2023 erschien der letzte öffentlich zugängliche Dilbert-Strip auf dilbert.com. Anschließend wurde diese URL in eine Weiterleitung umgewandelt und damit auch der Abruf aller bereits erschienenen Strips unterbunden. Am 13. März 2023 erschien mit Dilbert Reborn ein Nachfolger, der nur gegen Bezahlung abgerufen werden kann. Dilbert Reborn ist nach Aussagen des Autors „schärfer als das Original“. Adams starb im Januar 2026.
Adams produzierte in Zusammenarbeit mit Larry Charles eine Dilbert-Fernseh-Zeichentrickserie. Die Serie umfasst 30 Folgen, die in zwei Staffeln ausgestrahlt wurden (US-Erstausstrahlung 1999 bis 2000). Sie ist in den USA auf DVD erhältlich und wurde in Deutschland beim Pay-TV-Sender Premiere und dem Kabelsender Tele 5 ausgestrahlt. Seit Ende Mai 2016 ist die Serie in einer DVD-Komplettbox in deutscher Sprache auf dem Markt.
In Deutschland erschienen Dilbert-Comics u. a. von 2004 bis zum 26. Februar 2023 in der Online-Ausgabe der VDI nachrichten, dem Mitgliedsblatt des Vereins Deutscher Ingenieure. Früher erschienen die Comics in der Financial Times Deutschland. Auf der Website der Süddeutschen Zeitung erschienen von 2010 bis Juni 2021 werktäglich Comics mit Dilbert zusammen mit den Peanuts von Charles M. Schulz und Reality Check von Dave Whamond.