Dimitris Tziovas (griechisch Δημήτρης Τζιόβας; * 27. Februar 1957) ist ein griechischer Neogräzist.
Tziovas hat ein Studium der Philologie an der Universität Ioannina mit dem Diplom (πτυχίο) absolviert, auf das ein Promotionsstipendium an der Universität Birmingham folgte, welches er mit dem PhD abschloss. Heute ist er Professor of Modern Greek Studies im Centre for Byzantine, Ottoman and Modern Greek Studies der Universität Birmingham, dessen Direktor er von 2000 bis 2003 war. Von 1995 bis 1998 war er Sekretär der Europäischen Gesellschaft für Neogräzistik und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Byzantine and Modern Greek Studies (1995–2009, von 1995–2005 auch Herausgeber des Rezensionsteils) und des US-amerikanischen Journal of Modern Greek Studies (1992–2007).
Tziovas arbeitet zur Literatur, Kultur und Geschichte des modernen Griechenlands. Schwerpunkte liegen in der literaturtheoretischen Untersuchung der fiktiven Literatur, der griechischen Sprachfrage, der griechischen Diaspora, der griechischen Politik und der Frage der nationalen Identität, der interkulturellen Beziehungen auf dem Balkan, der Rezeption der griechischen Antike und der byzantinischen Geschichte, Literatur und Kultur in der modernen griechischen Literatur und Kultur. Er hat an der Universität Birmingham vier internationale Konferenzen zu verschiedenen dieser Themen veranstaltet (Greek Modernism and Beyond, 1995; Greece and the Balkans, 2001; Greek Diaspora and Migration, 2007; Reimagining the Past: Greek Antiquity and Modern Greek Culture, 2011). Nicht zuletzt ist er Herausgeber der Birmingham Modern Greek Translations, einer Publikationsreihe für Übersetzungen aus dem Neugriechischen ins Englische.
2021 wurde er mit dem Großen Literaturpreis geehrt.
Monographien
Herausgeberschaften
Artikel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tziovas, Dimitris |
| ALTERNATIVNAMEN | Δημήτρης Τζιόβας |
| KURZBESCHREIBUNG | griechischer Neogräzist |
| GEBURTSDATUM | 27. Februar 1957 |