| Zweiflügelfruchtbäume | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Dipterocarpus retusus, Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dipterocarpus | ||||||||||||
| C.F.Gaertn. |
Die Pflanzengattung Zweiflügelfruchtbäume (Dipterocarpus), auch Zweiflügelnüsse oder wie andere Gattungen auch Flügelfruchtbäume genannt, gehört zur Familie der Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae). Die etwa 70 Arten sind in Südostasien verbreitet. Von einigen Arten wird das Holz genutzt.


Bei Dipterocarpus-Arten handelt es sich meist um immergrüne bis laubabwerfende, hohe, aufstrebende Bäume. An der Stammbasis sind oft kräftige Brettwurzeln vorhanden. Die gräulich-braune bis orangefarbene Borke besitzt erhabene Lentizellen, ist rissig und blättert ab. Das Harz ist aromatisch, ölig und weiß. Das Kernholz ist braun bis rot braun bis gelb braun bis grün, das Splintholz ist farblich deutlich vom Kernholz abgesetzt.
Die Laubblätter sind wechselständig an den Zweigen angeordnet. Die ledrigen Blattspreiten sind einfach. Der Blattrand ist ganz oder wellig gebuchtet. Die fiedrig angeordneten Seitenadern sind gerade und die Blattadern dritter Ordnung sind auffällig fast leiterförmig angeordnet. Die großen Nebenblätter umhüllen die Endknospe und hinterlassen wenn sie abfallen eine ringartig Blattnarbe.
In kaum verzweigten, traubigen Blütenständen stehen meist drei bis neun Blüten zusammen. Die relativ großen, süß duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind an ihrer Basis krug- oder becherförmig verwachsen. Die fünf Kronblätter sind flaumig (manchmal mit Sternhaaren) behaart und oft weiß mit einem rötlichen Mittelstreifen. Die gelben Staubbeutel sind länglich. Die flaumig behaarten, oberständigen Fruchtknoten sind eiförmig. Der fadenförmige Griffel endet in einer leicht verbreiterten Narbe.
Die einsamigen, nussartigen Früchte besitzen fünf Flügel, zwei lange und drei kurze. Die zwei großen entwickeln sich zu aufrechten Flügel. Die Samen sind mit der Basis des Perikarp verwachsen und enthalten einen Embryo mit zwei ungleichen, großen, dicken Keimblättern (Kotyledonen) und einer unauffälligen Radikula.
Die Gattung Dipterocarpus ist in Südostasien weit verbreitet. Sie kommt in Sri Lanka, Indien, Pakistan, Bangladesch, Myanmar, Kambodscha, Thailand, Laos, China, Vietnam, Malaysia, im westlichen Indonesien und auf den Philippinen vor. Dipterocarpus-Arten sind in vielen Gebieten Südostasiens waldbildend, dieser Vegetationstyp wird Dipterocarpus-Wald genannt; es ist ein trockener, laubabwerfender Wald.




Die Gattung Dipterocarpus wurde 1805 durch Karl Friedrich von Gärtner in Supplementum carpologiae, S. 50 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1960 Dipterocarpus costatus C.F.Gaertn. durch Arthur Allman Bullock in Kew Bulletin, Volume 14, S. 42 festgelegt. Der Gattungsname Dipterocarpus bedeutet direkt übersetzt „zweiflügelige Frucht“. Synonyme für Dipterocarpus C.F.Gaertn. sind Duvaliella F.Heim und Mocanera Blanco.
Es gibt etwa 65 Dipterocarpus-Arten:

Einige Dipterocarpus-Arten sind wichtige Nutzholz-Bäume. Handelsnamen des Holzes: Yang (FR, TH, VN), Keruing (ID, MY, DE, EN), Gurjun (IN-and, MM, LK), Dau (VN, FR), White Kanyin, Kanyin-Byu (MM), Chhoeuteal (KH), Nhang (LA), Keroewing (NL), Yang Hin, Yang Na (TH), Dzao Long (VN). Keine Art ist nach CITES Regeln geschützt.
Siehe auch: Holzarten-Klassifikation Flügelfruchtbäume (Dipterocarpaceae) der englischen Wikipedia.
Verschiedene Arten liefern den Gurjunbalsam, Dipterocarpus kerrii, Dipterocarpus alatus, Dipterocarpus turbinatus, Dipterocarpus turbinatus, Dipterocarpus incanus, Dipterocarpus tuberculatus, Dipterocarpus crispalatus, Dipterocarpus gracilis, Dipterocarpus hispidus, Dipterocarpus griffithii, Dipterocarpus litoralis, Dipterocarpus retusus, Dipterocarpus trinervis, Dipterocarpus zeylanicus, Dipterocarpus obtusifolium.