Dirk Schaal (* 20. Januar 1970 in Weimar) ist ein deutscher Wirtschaftshistoriker. Schaal ist seit 2019 Leiter der Zentralen Kustodie und des Universitätsarchivs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und seit 2015 Honorarprofessor an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig.
Schaal begann ein Studium der Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das er 1997 mit dem Magister abschließen konnte. 2003 promovierte er an der Halleschen Universität mit der Dissertation Rübenzuckerindustrie und regionale Industrialisierung. Der Industrialisierungsprozess im mitteldeutschen Raum, 1799–1930 zum Dr. phil. Seine Arbeit wurde zwei Jahre später im Lit Verlag in der Reihe Forschungen zur neuesten Geschichte als vierter Band veröffentlicht.
Von 2003 bis 2010 leitete Schaal das historische Archiv der Südzucker AG und baute in Polen das historische Archiv und Museum der polnischen Tochtergesellschaft Südzucker Polska S.A. auf. Seit 2011 war er Referent, später Leiter, der Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Als solcher begleitete er zahlreiche Ausstellungen zum Thema Industriekultur. Im April 2015 erhielt er seine Berufungsurkunde als Honorarprofessor der Fakultät Medien im Studiengang Museologie und Archivkunde an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Noch im gleichen Monat hielt er seine Antrittsvorlesung. 2019 wechselte Schaal als Leiter der Zentralen Kustodie und des Universitätsarchivs an die Martin-Luther-Universität nach Halle.
Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte speziell die Zuckerindustrie und die Elektrizitätswirtschaft. Dirk Schaal ist Autor und Herausgeber zahlreicher Fachveröffentlichungen und Mitautor der Neuen Deutschen Biographie.
| Personendaten | |
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| NAME | Schaal, Dirk |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftshistoriker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1970 |
| GEBURTSORT | Weimar |