Dirk Edmund Zerwas (* 1968 in Aachen) ist ein deutscher Elementarteilchenphysiker am Laboratoire de l’accélérateur linéaire (LAL) des CNRS in Orsay (Frankreich).
Nach dem Abitur 1988 am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen studierte Zerwas an der Universität Heidelberg Physik. In seiner Diplomarbeit am dortigen Institut für Hochenergiephysik (jetzt KIP) analysierte er Teststrahldaten eines Flüssig-Argon-Kalorimeters. Danach wechselte er zum LAL in Orsay, einer Einrichtung des Institut national de physique nucléaire et de physique des particules (IN2P3) im Centre National de Recherche Scientifique (CNRS) und der Université Paris-Sud. In dieser Tätigkeit war er am ALEPH-Experiment des Large Electron-Positron Collider (LEP) am CERN beteiligt.
Im Jahr 1998 wurde er von der Université Paris-Sud promoviert mit einer Arbeit zur Messung von Eigenschaften der W-Bosonen und der Suche nach neuen Teilchen, die in Erweiterungen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik auftreten. Seit der Promotion ist er Wissenschaftler am LAL. Dort hat er im Hardware-Bereich an der Elektronik des Kalorimeters und an der Software zur Datenrekonstruktion des ATLAS-Detektors am Large Hadron Collider LHC am CERN mitgearbeitet.
Physikalisch interessiert er sich für die Erforschung des Higgs-Bosons am LHC und möglicher supersymmetrischer Erweiterungen des Standardmodells. In diesem Zusammenhang ist er Mitgründer der SFitter-Kollaboration, die sich mit der Bestimmung der fundamentalen Parameter in diesen Theorien aus stark korrelierten Messgrößen beschäftigt.
Seit 2009 leitet er, zusammen mit Kollegen aus der Theoretischen Physik, das Netzwerk Groupement de Recherche Terascale des CNRS.
2008 erhielt Dirk Zerwas den Thibaud-Preis der Akademie de Wissenschaften von Lyon.
| Personendaten | |
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| NAME | Zerwas, Dirk |
| ALTERNATIVNAMEN | Zerwas, Dirk Edmund (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Elementarteilchenphysiker, tätig in Frankreich |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Aachen |