Discoteca Flaming Star (kurz: DFS) ist eine deutsch-spanische, interdisziplinäre Künstlergruppe mit wechselnder Besetzung, die 1998 von ihren Kernmitgliedern Cristina Gómez Barrio (* 1973 in Alhambra, Spanien) und Wolfgang Mayer (* 1967 in Kempten) gegründet wurde.
Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit Discoteca Flaming Stars liegt auf ihren Auftritten und Performances. Außerdem schaffen sie Skulpturen, Zeichnungen, Banner, Teppiche und Filmarbeiten, welche installativ angeordnet als Setting für ihre konzeptuellen Musikperformances dienen. Discoteca Flaming Star nutzen Lieder und Texte unterschiedlicher Sprachen, Bilder und Klänge, um das öffentliche Wissen und Gedächtnis zu hinterfragen. Dabei bedienen sie sich an einem breiten Spektrum an Referenzen, unter anderem aus Popkultur oder Dokumentationen von historischen, politischen und sozialen Ereignissen und operieren zwischen sozialer Initiative und Ereignisdokumentation. In ihrer Arbeitsweise begeben sie sich in kooperative Strukturen und interdisziplinäre Zusammenhänge. So bespielten Discoteca Flaming Star in der Vergangenheit immer wieder Rita McBrides Installation Arena, unter anderem 2000 im Neuen Aachener Kunstverein und 2007 in der Tate Gallery of Modern Art in London und dem Whitney Museum of American Art, New York. Die Interventionen der Gruppe wurden als „Hardcore Karaoke“ beschrieben.
2015 waren Discoteca Flaming Star neben der Videokünstlerin Nevin Aladağ und Peter Vogel für den zweiten „Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart“ zu dem Thema „Kunst & Musik“ nominiert.
Seit dem Sommersemester 2011 sind Gómez Barrio und Mayer als Professoren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart tätig. Bis 2018 hatten sie den Lehrstuhl des Fachs Bildende Kunst / Intermediales Gestalten (IMG) inne. Seit dem Wintersemester 2018/2019 leiten sie gemeinsam mit Felix Ensslin den kunstpraktischen Masterstudiengang „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“.