Dobromir war ein slawischer Fürst des 10. Jahrhunderts, wahrscheinlich in der Lausitz. Er war Vater der Emnilda, der dritten Gemahlin des polnischen Königs Bolesław I. Chrobry.
Dobromir wurde nur einmal erwähnt in der Chronik des Thietmar von Merseburg als venerabilis senior Dobremirus (sehr verehrter Ältester Dobremirus).
Woher Dobromir stammte, ist unklar, möglicherweise war er ein Sohn des Hevellerfürsten Tugumir. Die Palette der Deutungen reicht vom »Milzenerfürsten« (S. Zakrzewski), Angehörigen der Hevellerdynastie (J. Widajewicz), Mitglied einer sächsischen Grafenfamilie (A.F. Grabski) bis zum Herrn aus dem Krakauer Land (H. Lowmianski).
Die Lösung des Rätsels bleibt an folgende Voraussetzungen geknüpft:
Wahrscheinlich war Dobromir ein Fürst der Lausitz und des Milzenerlandes. Karlheinz Blaschke nennt Dobromir einen in Bautzen ansässigen slawischen Senior, der über den Bereich zwischen Elbe und Oder herrschte, mit einer sächsischen Grafentochter verheiratet war und in einer Doppelhochzeit seine beiden Töchter an den Polenherrscher Boleslaw und Ekkehards Bruder Gunzelin gab.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dobromir |
| KURZBESCHREIBUNG | slawischer Fürst |
| GEBURTSDATUM | 10. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 11. Jahrhundert |