Zwischengas dient bei Kraftfahrzeugen mit manuell geschaltetem Wechselgetriebe dem Einlegen eines niedrigeren und zwischenkuppeln dem Einlegen eines höheren Ganges. Der Vorgang wird auch als externe Synchronisation bezeichnet.
Bei Pkw-Getrieben wurden bis Ende der 1950er Jahre Wechselgetriebe durch Synchrongetriebe vollständig verdrängt. Bei Lkw-Getrieben zog sich das bis in die 1980er Jahre hin. Das Herunterschalten mit Zwischengas und das Heraufschalten mit zwischenkuppeln gilt beim Schalten von Wechselgetrieben (ohne interne Synchronisation) als unumgänglich.
Synchrongetriebe (mit interner Synchronisation) können die niedrigere Drehzahl der Getriebeeingangswelle im höheren Gang selbst an die höhere Drehzahl im niedrigeren Gang anpassen. Bei unsynchronisierten Gängen muss der Fahrer diese Drehzahl durch Zwischengas erhöhen.
Synchrongetriebe (mit interner Synchronisation) können die höhere Drehzahl der Getriebeeingangswelle im niedrigeren Gang selbst an die niedrigere Drehzahl im höheren Gang anpassen. Bei unsynchronisierten Gängen muss der Fahrer diese Drehzahl durch zwischenkuppeln senken.
Auch wenn Zwischengas oder zwischenkuppeln bei einem Synchrongetriebe nicht notwendig ist, kann es zu einem schnelleren und schonenderen Schaltvorgang führen. Bei kleinen Getrieben im Pkw-Bereich ist der Effekt kaum ausgeprägt, bei Lkw-Getrieben mit ihren erheblich größeren rotierenden Massen jedoch oft spürbar.
Das Herunterschalten erfolgt in sieben Schritten mit Zwischengas:
Wenn sich der Schalthebel in Leerlaufposition befindet und die Kupplung geschlossen ist, rotiert die Eingangswelle des Getriebes mit Motordrehzahl, während die Ausgangswelle über das Differential an die Geschwindigkeit der Räder gekoppelt ist. Durch das Zwischengas wird die Drehzahl der Eingangswelle erhöht, damit die Umfangsgeschwindigkeiten der Zahnräder des einzulegenden Ganges möglichst gleich sind. So kann auch ohne Synchronringe oder bei defekter Synchronisierung geschaltet werden.
Das Heraufschaltens erfolgt in sechs Schritten ohne Zwischengas:
Durch das Einkuppeln wird die Drehzahl der Eingangswelle gesenkt. Manchmal kann zwischenkuppeln auch entfallen, weil das Getriebeöl wegen seiner Viskosität die Nebenwelle ausreichend abbremst.
Pkw-Getriebe sind heutzutage als Synchrongetriebe vollständig synchronisiert, wodurch Zwischengas an Bedeutung verloren hat. Selbst bei Lkws werden Wechselgetriebe nur noch vereinzelt bei Spezialanwendungen eingesetzt. Während das Zwischengas bei Autos ohne Synchrongetriebe noch unerlässlich war, wird es heute im normalen Straßenverkehr nicht mehr eingesetzt und ist auch nicht mehr Teil der Fahrausbildung.
Bei sportlicher Fahrweise wird es in einer abgewandelten Form als Vorgas bei getretener Kupplung während des Schaltens angewendet, um zu verhindern, dass das Auto beim wiedereinkuppeln durch Lastwechselreaktionen Fahrstabilität einbüßt. Auch lässt sich die Kupplung schonen, indem beim einkuppeln die Drehzahldifferenz verringert oder sogar eliminiert wird.
Diese spezielle Form Zwischengas wird auch als Vorgas bezeichnet, da sie bei getretener Kupplung während des Schaltvorgangs erfolgt und so überhaupt keine Wirkung auf Getriebe und Synchronisation hat, da ausgekuppelt ist.
Bei sequentiellen Getrieben wird, meist im Sportmodus, automatisch Zwischengas gegeben. Dadurch wird das Bremssmoment des Motors beseitigt, sodass der Wagen schneller wieder beschleunigt und die Gelenkwelle geschont wird: die beiden Lastwechsel entfallen.
Auch bei automatischen Getrieben mit Planetenradsätzen und Drehmomentwandler sowie bei Doppelkupplungsgetrieben sind, wie bei Synchrongetrieben, alle Zahnräder ständig im Eingriff. Zwischengas ist daher nicht nötig.
Zwischenkuppeln erübrigt sich, wenn man das Gas nur leicht zurücknimmt. Beim Lastwechsel im Getriebe lässt sich der Gang ohne Kuppeln herausnehmen. Dann geht es weiter wie oben beschrieben. Durch Gasgeben wird die Mitnehmerscheibe auf die richtige Drehzahl gebracht, ausgekuppelt, der kleinere Gang eingelegt und wieder eingekuppelt.