| Doppelsamen | ||||||||||||
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Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Diplotaxis | ||||||||||||
| DC. |
Die Pflanzengattung der Doppelsamen (Diplotaxis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Die etwa 32 Arten sind in der Alten Welt weitverbreitet.


Diplotaxis-Arten wachsen als ein- bis zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie sind kahl oder mit einfachen Haaren. Ihre Laubblätter sind vorwiegend fiederlappig bis fiederteilig, seltener ungeteilt.
Die Blütenstandsachsen der zuerst schirmtraubigen Blütenstände verlängern sich bis zur Fruchtreife bis zu lockeren, traubigen Fruchtständen.
Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Die Kelchblätter stehen aufrecht ab und sind nicht oder nur wenig gesackt. Die vier Kronblätter sind gelb, selten weiß; die Staubfäden einfach. Die Blüten haben vier Nektarien; je ein flaches, nierenförmiges innen an den kürzeren Staubblättern und ein zungenförmiges außen an den längeren Staubblättern.
Die Schote ist eine lineare, etwas zusammengedrückte mit kurzem Schnabel; die Fruchtklappen haben einen deutlichen Mittelnerv. Die reichlich gebildeten Samen stehen zweireihig. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind rinnig und längs gefaltet.
Die Chromosomengrundzahlen betragen meist x = 7, 11 oder 21; seltener kommen x = 8, 9, 10 oder 13 vor.




1821 wurde durch Augustin Pyrame de Candolle die Gattung Diplotaxis in Systema Naturae, 2. Auflage, Band 2, Seite 628 aufgestellt. Der Gattungsname Diplotaxis leitet sich aus dem Griechischen ab: diplo- für 'doppelt' und taxis für 'angeordnet', dies bezieht sich auf die Anzahl der Reihen, in denen die Samen in jeder der Fruchtfächer angeordnet sind. Ein Synonym für Diplotaxis DC. ist Pendulina Willk.
Die Gattung Diplotaxis gehört zur Tribus Brassiceae in der Familie der Brassicaceae.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den makaronesischen Inseln über das nördliche und östliche Afrika, von West- über Mittel- bis Süd- und Südosteuropa, von Westasien und der Arabischen Halbinsel über Pakistan und Afghanistan bis nach Nepal im Himalayagebiet. Die meisten der Diplotaxis-Arten gedeihen im Mittelmeerraum und im nordafrikanischen Wüstengebiet.
In Mitteleuropa gibt es drei Arten: Mauer-Doppelsame (Diplotaxis muralis), Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia) und Ruten-Doppelsame (Diplotaxis viminea); eine vierte, der Raukenähnliche Doppelsame (Diplotaxis erucoides) kommt eingeschleppt und unbeständig vor.
Es gibt 32 bis 33 Diplotaxis-Arten: