
Doris Runge (* 15. Juli 1943 in Carlow) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Doris Runge, geborene Beckmann, ist die Tochter eines nach dem Zweiten Weltkrieg enteigneten Fabrikanten. 1953 übersiedelte die Familie nach Neukirchen in Schleswig-Holstein. Doris Runge besuchte Schulen in Oldenburg in Holstein und Lübeck. Sie studierte in Kiel und war kurze Zeit als Lehrerin tätig. Von 1967 bis 1981 war sie in erster Ehe mit dem Maler Jürgen Runge verheiratet; von 1970 bis 1975 lebte das Paar zeitweise auf Ibiza. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland lebt Doris Runge im „Weißen Haus“ im schleswig-holsteinischen Cismar. Seit 1992 ist Doris Runge Vorsitzende des Vereins „Literatur im Weißen Haus“ und veranstaltet dort unter anderem Lesungen.
Doris Runge ist vorwiegend als Verfasserin von Gedichten und literaturwissenschaftlichen Texten zu Thomas Mann hervorgetreten; als Vorbilder ihrer kargen, knappen Lyrik werden von der Kritik Paul Celan und der frühe Hans Magnus Enzensberger genannt. Besonders auffällig ist an Runges interpunktionslosen Gedichten der häufige Einsatz des Stilmittels Apokoinu, durch den die einzelne Aussage einen mehrdeutigen Charakter annimmt und auf verschiedene Weise gelesen werden kann.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Runge, Doris |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1943 |
| GEBURTSORT | Carlow |