Dorothea Hauser

Dorothea Hauser (* 1. Juni 1965 in Heidelberg) ist eine deutsche Historikerin und Autorin.

Leben

Dorothea Hauser wuchs in Heidelberg und Köln auf. Nach dem Besuch des altsprachlichen Apostelgymnasiums absolvierte sie von 1981 bis 1983 als Stipendiatin die Abbotsholme School in Großbritannien. Von 1984 bis 1989 studierte sie Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Politologie an der Universität Köln. Während des Studiums und nach dem Magister-Abschluss arbeitete sie am althistorischen Lehrstuhl von Gustav-Adolf Lehmann sowie als feste freie Mitarbeiterin für die Ost-West-Redaktion des Deutschlandfunks in Köln. Nach einer Hospitanz im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war sie 1994–99 die erste wissenschaftliche Leiterin der neugegründeten Helmut- und Loki Schmidt-Stiftung, Hamburg. In diese Zeit fiel u. a. die Durchführung eines international angelegten Zeitzeugenprogramms auf der Basis noch nicht freigegebener Akten, zu denen auch die Protokolle des Großen Krisenstabs während des sogenannten Deutschen Herbst gehörten. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Konfrontation mit dem Terrorismus der Roten Armee Fraktion. Ferner entstand 1997/98 unter Hausers Federführung die zehnteilige Fernsehserie „Am Ende des Jahrhunderts: Helmut Schmidt im Gespräch“ (ARTE und ARD), die Schmidt mit politischen Wegbegleitern wie auch Gegnern zusammenführte. In diesem Rahmen fand in Bonn das einzige Gespräch zwischen dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und seinem Vorgänger Helmut Schmidt seit dem Regierungswechsel 1982 statt. Dazu verfasste sie zeithistorische Beiträge für den Spiegel und Die Zeit. Seit 2000 ist sie als selbständige Historikerin und Autorin tätig, bis 2007 mit Sitz in Paris und seither in Berlin. 2001 bis 2009 war sie Mitherausgeberin der Vierteljahreszeitschrift Ästhetik & Kommunikation. Neben Projekten u. a. mit der Humboldt-Universität und dem Leo Baeck Institute New York arbeitet sie als Bevollmächtigte für die Jewish Claims Conference, New York / Frankfurt am Main, sowie als geschäftsführender Vorstand der Stiftung Warburg Archiv, Hamburg.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Sylvia Heinlein: Polit-TV mit Schmidt. In: spiegel.de. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 7. Dezember 1997, abgerufen am 14. April 2021.
  2. ↑ Dorothea Hauser bei Spiegel.de. Abgerufen am 5. April 2021.
  3. ↑ Rezension von Catherine Beck: Beschreibung eines Kampfes – Dorothea Hauser über die ambige Beziehung zwischen Andreas Baader und Horst Herold: literaturkritik.de. Abgerufen am 12. April 2021.
  4. ↑ Manuel Fröhlich: Rezension. In: Portal für Politikwissenschaft. Abgerufen am 12. April 2021.
  5. ↑ Gekürzte Version Dorothea Hauser/Andreas Schroth: „380 Volt unter der Oberfläche“. In: taz.de. 27. Juni 2002, abgerufen am 12. April 2021.
  6. ↑ Leseprobe: John Maynard Keynes: Freund und Feind. Teil 1 – Vorgeblättert. In: perlentaucher.de. Abgerufen am 12. April 2021.
  7. ↑ Rezensionen bei: Perlentaucher. Abgerufen am 12. April 2021.
  8. ↑ Inhaltsangabe des Ausstellungskatalogs. Abgerufen am 11. April 2021.
  9. ↑ Rezensionen: Die RAF und der linke Terrorismus. In: perlentaucher.de. Abgerufen am 12. April 2021.
  10. ↑ Annette Vowinckel: Rezension. In: H-Soz-Kult. 24. Oktober 2007, abgerufen am 11. April 2021.
  11. ↑ Leseprobe aus der Einleitung "Geld und Moral": tolino App. Abgerufen am 12. April 2021.
  12. ↑ Rezensionen: Krieg und Frieden. In: perlentaucher.de. Abgerufen am 12. April 2021.
  13. ↑ Rezension: Karen Horn: Ein Vertrag der Unaufrichtigkeit. In: faz.net. 27. Februar 2006, abgerufen am 12. April 2021.
  14. ↑ Rezensionen bei buecher.de: Krieg und Frieden. Abgerufen am 12. April 2021.
  15. ↑ Britta Kallin: Review. In: Modern Austrian Literature. Band 41, Nr. 3, 2008, S. 94–97.
  16. ↑ Christopher Kopper: Rezension. In: H-Soz-Kult. Abgerufen am 12. April 2021.
  17. ↑ C. Edmund Clingan: Rezension. In: H-German, H-Net Reviews. Abgerufen am 12. April 2021.
  18. ↑ Maud Anne Bracke: Review. In: European History Quarterly. Band 40 (2010), Nr. 4, S. 731–733.
  19. ↑ Eduardo Romanos: Review. In: International Review of Social History. Band 53, Nr. 3, S. 525–528.
  20. ↑ Buchinfo beim: Merve Verlag. Abgerufen am 9. April 2021.
  21. ↑ Schilde, Kurt: Rezension zu: S. Heim u. a. (Hrsg.): „Wer bleibt, opfert seine Jahre…“ In: H-Soz-Kult. 19. Dezember 2011, abgerufen am 12. April 2021.
  22. ↑ Rezension von Ina Lorenz. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. Abgerufen am 9. April 2021.
  23. ↑ Jürgen Kilian: Rezension von National Economies. In: H-Soz-Kult/H-net. 20. Oktober 2016, abgerufen am 12. April 2021.
  24. ↑ Andreas Kilb: Ausstellung zu Carl Melchior – Im Dienste der Republik. In: faz.net. 19. Januar 2019, abgerufen am 9. April 2021.
  25. ↑ Stefanie Oswalt: Carl Melchiors Leistungen – Ein Jahrhundertdiplomat der 20er. In: Deutschlandfunk Kultur – Zeitfragen. 26. Juni 2019, abgerufen am 12. April 2021.
  26. ↑ Lenina Sachs: »Carl Melchior – Jüdischer Vorkämpfer eines europäischen Friedens« – Zur Eröffnung der Carl-Melchior-Ausstellung. In: kulturexpresso.de. 11. Januar 2019, abgerufen am 12. April 2021.
Personendaten
NAME Hauser, Dorothea
KURZBESCHREIBUNG deutsche Historikerin und Autorin
GEBURTSDATUM 1. Juni 1965
GEBURTSORT Heidelberg