Dorothee Messmer (geboren 1964 in St. Gallen) ist eine Schweizer Kunsthistorikerin und Kuratorin.
Nach der Ausbildung als Pädagogin studierte Messmer Kunstgeschichte, Volkskunde und Neuere Geschichte an der Universität Zürich (1988–97). Sie schloss mit einer Lizenziatsarbeit zu Adolf Dietrich ab. Während ihrem Studium arbeitete sie als Lehrerin und am Landesmuseum Zürich.
Im Anschluss an ihre Ausbildung übernahm sie die Leitung der Kunsthalle Arbon (1997–2001) und arbeitete nebenher den Nachlass von Hans Krüsi auf. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Kunstsammlung der Schweizerischen Nationalbank tätig.
2001 begann Messmer am Kunstmuseum Thurgau als Kuratorin zu arbeiten, später wurde sie auch stellvertretende Museumsdirektorin. Ab 2010 war sie Mitglied der Steuergruppe für ein neues Konzept für das Kunst- und Ittinger Museum und die Planung eines Neubaus. Sie engagierte sich für thematische Ausstellungen, die den ehemaligen Klosterbereich der Kartause Ittingen einschlossen, wie etwa Wilde Gärten, bei der auch Bewohner der Kartause beteiligt waren, Gartenträume - Traumgärten, oder Gott sehen, die das Überirdische in der zeitgenössischen Kunst thematisierte. Sie nahm auch immer wieder drängende aktuelle Themen auf, so 2008 Künstlerische Strategien in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung in Moralische Fantasien.
2012 wechselte sie als Direktorin zum Kunstmuseum Olten, wo sie bis zu ihrem Rücktritt nach schwerer Erkrankung unzählige Gruppen- und Einzelausstellung verantwortete, oft in Zusammenarbeit mit anderen. Zum Abschluss ihrer Tätigkeit in Olten lud sie im Frühjahr 2025 mit dem Kunstmuseum Olten verbundene Kunstschaffende zu einer grossen thematische Gruppenausstellung ein. Diese beschäftigte sich mit dem Zustand der Welt, mit Hoffnung und Zukunftsvisionen, inspiriert von Udo Lindenbergs Song Hinterm Horizont geht's weiter!. Auch ihre letzte Ausstellung Aufbruch in die Farbe kuratierte sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Mitarbeiterin und Nachfolgerin Katja Herlach.
Messmer war ab 2000 viele Jahre Jurymitglied beim Konstanzer Kunstpreis. 2003–10 hatte sie das Vizepräsidium und anschliessend das Präsidium des Verband der Museen der Schweiz (VMS) inne.
Mit ihrem Mann, dem Architekten Marco Bakker, lebte sie zeitweilig (2017–2020) in der Villa Dahinden am Kienastenwiesweg in Witikon.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Messmer, Dorothee |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Kunsthistorikerin und Kuratorin |
| GEBURTSDATUM | 1964 |
| GEBURTSORT | St. Gallen |