| Hornklee | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lotus | ||||||||||||
| L. |
Hornklee (Lotus) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).



Hornklee-Arten sind einjährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher bis selten Sträucher.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind meist sitzend oder kurz gestielt. Bei den gefiederte Blattspreiten sind je nach Art drei bis neun Fiederblättchen vorhanden. Bei den meisten Arten sind drei Blättchen und zwei relativ große, nebenblattartige Blättchen an der Basis der Blattrhachis vorhanden, so dass der Eindruck von nur „drei Blättchen“ entsteht. Die Blättchen sind sitzend oder sehr kurz gestielt. Die Nebenblätter sind zu kleinen dunklen Drüsen reduziert oder fehlen.
Am oberen Ende des Stängels steht über einem meist relativ großen, laubblattähnlichen Tragblatt (oder ein Laubblatt bzw. mehrere Tragblätter), mit meist ein bis drei oder selten bis zu fünf Blättchen, auf einem Blütenstandsschaft ein doldiger Blütenstand, der ein bis zehn oder viele Blüten enthält. Am Blütenstandsschaft sind auffällige, sterile Blätter vorhanden. Meist fehlen Deckblätter oder sind selten zu Drüsen reduziert.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einem glocken- oder trompetenförmigen Kelch verwachsen, der manchmal zweilippig ist. Die fünf Kelchzähne sind fast gleich oder die oberen länger, manchmal sind sie zu zwei Kelchlippen verwachsen. Die Blütenkrone besitzen die typische Form der Schmetterlingsblüte. Die meisten Arten besitzen gelbe, beim Herbarmaterial sich grün verfärbende, seltener rosafarbene, violette, braune oder weiße Kronblätter, oft mit rötlicher Fahne. Das einzelne Fruchtblatt enthält viele bis einige Samenanlagen. Die 10 Staubblätter sind diadelpisch, eines ist frei, die 9 verwachsenen sind oft ungleich lang, länger oder kürzer. Der Griffel ist einfach oder es ist ein kleines zahnähnliches Anhängsel vorhanden und endet in einer einfachen Narbe.
Die mehrsamigen Hülsenfrüchte sind länglich bis eiförmig, manchmal geflügelt, zylindrisch oder kantig bis abgeflacht, gerade bis hornförmig gekrümmt, letzteres führte zum Trivialnamen der Gattung Hornklee. Bei den meisten Arten öffnen sich die Hülsenfrüchte längsseitig. Die fast kugeligen oder linsenförmigen Samen sind glatt oder selten warzig.
Manche Hornklee-Arten stellen die Nahrung von Raupen einiger Schmetterlinge wie dem Senfweißling und Ikarus-Bläuling dar.

















Die Gattung Lotus wurde durch Carl von Linné 1753 in Species Plantarum, Tomus II, Seite 773 und 1754 Genera Plantarum, 5. Auflage, Seite 338 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1913 Lotus corniculatus L. durch N. L. Britton und A. Brown in Ill. Fl. N. U.S. 2. Auflage, 2, Seite 359 festgelegt. Synonyme für Lotus L. sind: Bonjeanea Rchb., Dorycnium Mill., Miediega Bubani, Scandalida Adans., Tetragonolobus Scop., Mullaghera Bubani.
Die Gattung Lotus gehört zur Tribus Loteae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae. Der Umfang der Gattungen innerhalb der Tribus Loteae wird kontrovers diskutiert. Die Arten einiger früherer Gattungen wurden in die Gattung Lotus gestellt. Die Gattung Lotus enthält nur Arten der Alten Welt. Einige altweltliche Arten, die der Gattung Lotus zugeordnet waren gehören in die Gattungen Kebirita, Podolotus sowie Pseudolotus. Die Arten der Tribus Loteae aus der Neuen Welt, die auch in der Gattung Lotus eingeordnet waren, wurden in die Gattungen Acmispon Raf., Hosackia Douglas ex Benth., Ottleya D.D.Sokoloff sowie Syrmatium Vogel gestellt (Syrmatium sowie Ottleya gelten auch bei manchen Autoren als Synonyme von Acmispon).
Die Gliederung der Gattung Lotus wurde je nach Wissensstand geändert und erfolgte früher, beispielsweise bei Kramina & Sokoloff 2003 und Sokoloff 2003, anhand der Morphologie und der Chromosomenzahlen. Molekulargenetische Daten zeigten aber, dass diese frühere Gliederung keine natürlichen Verwandtschaften darstellen. Die Gattung Lotus wird 2016 in etwa 14 Sektionen gegliedert.
Die 120 bis 130 Arten der Gattung Lotus sind in der Alten Welt in Eurasien, Afrika, Australien und einigen Inseln im Atlantischen Ozean (darunter viele Endemiten in Makaronesien) und einigen Inseln des Pazifischen Ozeans (zwei Endemiten auf den Ryūkyū-Inseln, in Taiwan, Neukaledonien sowie Vanuatu) und mit zwei Endemiten im Socotra-Archipel auch im Indischen Ozean verbreitet. Hornklee-Arten sind an ein breites Spektrum von Lebensräumen angepasst, sie kommen von der Küstenregion bis ins Hochgebirge vor.
In der Gattung Hornklee (Lotus) gibt 125 bis 130 (bis 150) Arten. Hier eine Auswahl: