Douk Douk

Douk douk 200 mm
Die Sagenfigur Duk-Duk ziert den Griff

Das Douk Douk ist ein französisches Taschenmesser. Das für den Einsatz in den Kolonien entwickelte Messer wurde über die Jahre in Funktion und Form nur geringfügig verändert und weiterentwickelt. Hergestellt wird es seit 1929 von der Firma M. C. Cognet aus Thiers. Der Name des Messers leitet sich von der geheimnisvollen Sagenfigur Duk-Duk aus dem Südpazifik ab. Es ist in hohen Stückzahlen hergestellt worden und hat in Frankreich einen ähnlichen Ruf wie das Opinel-Messer.

Beschreibung

Die Gesamtlänge des Messer liegt geöffnet bei 20 cm und geschlossen bei 11 cm. Die Klingenlänge beträgt 9 cm, die Klingenstärke 2,6 mm und die Klingenbreite ungefähr 2 cm. Aufgrund der flachen Bauweise ist es recht schmal. Das Gewicht beträgt circa 70 Gramm.

Das Messer besteht aus fünf Teilen: Einem Griff, einer Klinge, einer Feder, zwei Nieten und einer Öse. Die einfache Konstruktion besitzt eine Hecht-Klinge aus XC75-Kohlenstoffstahl. Der Griff ist aus Blech. Im Gegensatz zu den Opinel-Messern besitzt das Douk-Douk-Messer kein Verriegelung, sondern stattdessen eine starke Feder und ist ein sogenanntes Slipjoint-Messer. Es sind drei Positionen der Klinge möglich: eingeklappt, 90 Grad (rechtwinklig) und aufgeklappt (180 Grad). Die mittlere Position wurde eingeführt, um die Hände bei einem versehentlichen Einklappen vor Schnittverletzungen zu schützen. Während die Klinge eingeäzte Arabesken aufweist, ist der Griff geprägt.

Da das Douk Douk keine Verriegelung aufweist, unterliegt es aktuell in Deutschland nicht dem Führungsverbot. In Österreich und der Schweiz gibt es ebenfalls keine Beschränkungen.

Urfassung und weitere Varianten

Um auch in anderen französischen Kolonien besser verkauft zu werden, wurden weitere Designs geschaffen:

Mittlerweile gibt es auch Varianten mit einer rostfreien Stahlklinge sowie verschiedene Größen und Farben.

Trivia

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Jean Sarrat: Il était une fois mon Algérie à moi: Biographie. Editeur Indépendant, 2007, ISBN 978-2-35335-044-5, S. 238.