
Verbissschutz bezeichnet Mittel zum Schutz von zumeist Pflanzen und Bäumen vor Verbiss durch Wild- und Weidetiere. Unterschieden wird dabei in Schutz der einzelnen Pflanzen und Schutz einer kompletten Fläche von Pflanzen.
Einzelbaumschutz existiert in Form von mechanischen Barrieren (Drahthosen, Wuchshüllen, u. ä.) und chemischer, fraßabschreckender Mittel (z. B. Anstrich mit Blut oder Kot). Mechanisch werden Draht oder Holzgestelle um die Pflanzen benutzt, was eine dauerhafte Wirkung darstellt. Je nach Fraßdruck können für Jungbäume intensivere Maßnahmen notwendig sein:
Für ältere und stabile Bäume mit dicker Rinde reicht meist eine gutangepasste Drahthose. Die Hose muss hierzu jedoch ungefähr einmal jährlich überprüft werden, um das Einwachsen zu vermeiden. Die Beschädigung von Ästen durch Pferde kann nur verhindert werden, wenn zeitlebens eine entsprechende groß dimensionierte Umbauung besteht.
Grundsätzlich ist eine komplette Einzäunung von z. B. Obstflächen aus ökologischen und juristischen Gründen kritisch zu sehen. Grund dafür ist der Entzug von Lebensraum für Wildtiere und Gefährdung von Vogelarten durch Zaundrähte. Im Gegenzug dazu werden Obstflächen u. a. mit portablen Elektrozäunen zum Koppeln von Weidetieren benutzt. Dies wird oft mit dem Einzelbaumschutz kombiniert.