| Drehningsbach Drainingsbach | ||
|
| ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 53924 | |
| Lage | Landkreis Teltow-Fläming, Landkreis Wittenberg | |
| Abfluss über | Zahnabach → Elbe → Nordsee | |
| Quelle | zwischen Wergzahna und Rahnsdorf | |
| Quellhöhe | 102,3 m ü. NN | |
| Mündung | ZahnabachKoordinaten: 51° 56′ 7″ N, 12° 47′ 20″ O 51° 56′ 7″ N, 12° 47′ 20″ O | |
| Mündungshöhe | 88,9 m ü. NN | |
| Höhenunterschied | 13,38 m | |
| Sohlgefälle | 3 ‰ | |
| Länge | 4,5 km | |
| Rechte Nebenflüsse | Kropstädter Hauptgraben, Heideplänegraben | |
| Gemeinden | Niedergörsdorf, Zahna-Elster
| |
Der Drehningsbach (alternativ auch Drainingsbach) ist ein Fließgewässer im Süden des Landkreises Teltow-Fläming und im Norden des Landkreises Wittenberg.
In seinem ursprünglichen Verlauf entsprang der Drehningsbach nahe der B2 am Fuchsberg, trat jedoch erst oberhalb der Ortschaft Wergzahna zu Tage. Zuvor durchfloss er unterirdisch die sogenannte Drehningswiese, auf der die Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt verläuft. In Wergzahna wurde der Bach künstlich angestaut. Danach nahm er den von Westen kommenden Kropstädter Hauptgraben auf, welcher die Teiche des Schlossparkes Kropstädt entwässerte. Heute liegt der Oberlauf jedoch trocken, sodass der Drehningsbach erst ab etwa 600 m nördlich von Rahnsdorf Wasser führt. Er fließt im Westen an Rahnsdorf vorbei und mündet circa 500 m südlich der Ortschaft in den vom Westen kommenden Zahnabach.
Gewässertypologisch gilt er wie viele andere Bäche der Region als kiesgeprägter Tieflandbach. Heute weicht der Bach aber sehr von diesem Idealzustand ab, da die Gewässerstrukturgüte stark von Begradigung und Tieflegung beeinträchtigt ist. Er ist im Unterlauf wenig verockert, anders als der Zahnabach, dem er große Mengen unbelasteten Wassers zuführt.
Zu den Fischen des Drehningsbaches zählen Drei- und Neunstachliger Stichling. Außerdem lassen sich Wassersterne, Wasserhahnenfüße, Krauses Laichkraut, Schwimmendes Laichkraut, Kanadische Wasserpest und die Biegsame Glanzleuchteralge finden.
Die Drehningswiese erhielt ihren Namen vom mundartlichen Ausdruck „drehe“ für trocken, welcher auch für den Bach verwendet wurde.
Vor der Begradigung und Tieflegung des Baches verschwand er südlich von Wergzahna im Boden, bevor er nach 500 m wieder austrat, was im Volksmund als „Poltersprung“ bezeichnet wurde.
Der Drehningsbach wird südlich der Ortschaft Wergzahna von einer Feldsteinbrücke überführt. Diese über 120 Jahre alte Brücke ist die größte ihrer Bauart im Landkreis Teltow-Fläming.