| Dreizacke | ||||||||||||
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Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Triglochin | ||||||||||||
| L. |
Die Dreizacke (Triglochin) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Dreizackgewächse (Juncaginaceae). Die etwa 25 Arten gedeihen als Sumpfpflanzen in gemäßigten bis zirkumborealen Gebieten und sind fast weltweit verbreitet.



Triglochin-Arten sind oft ausdauernde oder seltener einjährige (einjährig sind beispielsweise Triglochin hexagona, Triglochin minutissima, Triglochin mucronata, Triglochin muelleri, Triglochin protuberans, Triglochin stowardii, Triglochin trichophora) krautige Pflanzen. Sie bilden oft dicke, gedrungene Rhizome als Überdauerungsorgane; sie bilden an ihren Knoten viele unverzweigte Wurzeln. Je nach Art sind aufrechte, kurze oder kaum erkennbare Stängel vorhanden. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mehr oder weniger kahl.
Die wechselständig und spiralig, mehr oder weniger dicht in grundständig Rosetten oder zweizeilig angeordnet zusammenstehenden, mittel- bis sehr großen Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die Laubblätter stehen bei einigen Arten mit der Schmalseite zur Sprossachse. Die Ränder der häutigen Blattscheide sind frei. Die Blatthäutchen (Ligula) sind ungeteilt oder zweilappig. Die einfachen, parallelnervigen Blattspreiten sind je nach Art mehr oder weniger flach, riemenförmig, linealisch, stielrund oder halbstielrund.
Auf kahlen, schlanken zylindrischen Blütenstandsschäften, die je nach Art kürzer oder als die Laubblätter sind, stehen traubige Blütenstände. Die Blütenstiele sind kurz.
Die Blüten sind meist zwittrig und dreizählig. Triglochin scilloides unterscheidet sich von den anderen Arten, indem es in einem Blütenstand auch reinmännliche Blüten geben kann und die Blütenteile auf zwei bis eins reduziert sein können; auch deshalb stellte man diese Art in eine eigene Gattung. Die Blütenhülle besteht aus ein oder zwei Kreisen mit je drei kelchblattähnlichen freien Schuppen, die meist grün sind mit concaver Innenseite. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern oder ein Kreis ist reduziert; selten ist nur ein Staubblatt vorhanden. Die Staubfäden fehlen oder sind sehr kurz. Die papillösen oder etwa fiedrigen, extrorsen, tetrasporangiaten Staubbeutel sind relativ breit und öffnen sich mit einem Längsschlitz. Die drei oder sechs Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsen; wenn sechs Fruchtblätter vorhanden sind, können alle oder nur drei fertil sein. Je Fruchtblatt ist nur eine anatrope Samenanlage in basaler oder zentralwinkelständiger Plazentation vorhanden. Der kurze bis kaum erkennbare Griffel endet in einer papillösen Narbe.
Die kugelige bis linealische Frucht wird als Balgfrucht oder Spaltfrucht gedeutet und spaltet sich bei der Reife von unten nach oben in drei oder sechs einsamige Teilfrüchte auf. Die relativ kleinen, stärkehaltigen Samen sind zylindrisch, im Querschnitt linealisch sowie mehr oder weniger flach bis kantig und ohne Endosperm. Die Samenschale (Testa) relativ dünn. Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledone).
Frische Pflanzenteile sind durch Blausäureverbindungen giftig.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6. Bei den Arten liegen unterschiedliche Ploidiegrade vor; es wurden Chromosomenzahlen von 2 n = 12, 18, 24, 36, 48 etc. bis zu 144 ermittelt.
Triglochin-Arten gedeihen terrestrisch oder aquatisch oft auf nassen Standorten, in Sümpfen oft mit salzhaltigen Böden oder an Brackwasser oder saisonalen Tümpeln. Es sind helophytische oder hydrophytische Hydrophyten, die immer im Boden verwurzelt sind. Die Laubblätter befinden sich nur selten unter Wasser; sie sind also meist emers oder nur selten submers.
Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie).






Die Gattung Triglochin wurde durch 1753 Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 338 aufgestellt. Der Gattungsname Triglochin ist aus den griechischen Wörtern treis für drei sowie glochis für Spitze abgeleitet, dies bezieht sich auf die dreispitzigen Früchte mancher Arten. Als Lektotypusart wurde 1909 Triglochin palustris L. durch Nathaniel Lord Britton in North American Flora, Band 17, Seite 41 festgelegt. Synonyme für Triglochin L. sind Abbotia Raf., Juncago Ség. nom. superfl., Heterostylus Hook., Hexaglochin Nieuwl. Nach molekulargenetischen Untersuchungen ist seit 2010 die monotypische Gattung Lilaea Bonpl. in Triglochin enthalten.
Die Triglochin-Arten gedeihen in gemäßigten bis zirkumborealen Gebieten auf der Nord- und Südhalbkugel. Die Schwerpunkte der Artenvielfalt liegen auf der Südhalbkugel in Australien (14 Arten in allen Bundesstaaten) und Südafrika (6 Arten hauptsächlich in der Capensis).
Die Gattung Triglochin umfasst etwa 26 Arten:
Seit 2010 nicht mehr zur Gattung Triglochin, sondern zur reaktivierten Gattung Cycnogeton Endl., die hauptsächlich in Australien vorkommt, gehören:
Triglochin maritima und Triglochin palustris wurden vielseitig verwendet. Nur die weiße Basis der vegetativen (nicht der blühenden) Pflanzenteile kann roh oder gegart gegessen werden; sie wird am besten im späten Frühling geerntet, dann besitzt sie einen milden, süßen Geschmack, ähnlich dem von Gurken. Ein unangenehmer Geruch entsteht während des Kochens. Die grünen Pflanzenteile sollten nicht gegessen werden, da sie durch Blausäureglycoside giftig sind. Die Samen werden geröstet und zu Mehl gemahlen. Die gerösteten Samen können als Kaffeeersatz verwendet werden.
Die Asche von Triglochin maritima ist reich an Kalium und wurde zur Herstellung von Seife verwendet.
Von den indigenen Völkern des nordamerikanischen Großen Beckens sowie Kaliforniens wurde Triglochin maritima vielseitig verwendet. Die Samen wurden geröstet und gemahlen als Nahrungsmittel verwendet. Achtung roh sind die Samen und die anderen Pflanzenteile durch Blausäure giftig. Geröstete Samen wurden auch als Kaffeeersatz verwendet. Die getrockneten oder frischen vegetativen Pflanzenteile wurden gegart als Gemüse gegessen.