Eberhard Bachmann

Eberhard Bachmann (* 17. Februar 1924 in Meißen; † Juni 2008 in Dresden) war ein deutscher Maler und Bildhauer.

Leben

Nach der Schule absolvierte Bachmann 1938–1942 eine Lehre als Modelleur in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen. Er wurde danach zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil, wurde verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Nach der Entlassung arbeitete er 1945/1947 in Meißen als Modelleur. 1947 nahm er an der „1. Meißner Kunstausstellung“ teil.

Von 1947 bis 1949 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Eugen Hoffmann, dann wechselte er an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee als Meisterschüler von Heinrich Drake. Nach dem Abschluss 1954 lebte Bachmann als freier Künstler in Berlin-Alt-Hohenschönhausen. Schließlich trat er 1961 selbst ein Lehramt an der Weißenseer Kunsthochschule an und bekam 1977 eine Professur für das Fach Plastisch-räumliche Grundlagen, das er bis 1989 lehrte. Bachmann war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1966 wurde er mit dem Kunstpreis des FDGB geehrt.

Bachmann war verheiratet und hatte drei Kinder.

Er war persönliches Mitglied des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.

Werke

Büste Otto Brahm vor dem Deutschen Theater

Er schuf zuerst hauptsächlich Statuen, malte ab den 1980er-Jahren aber auch Landschaften, Stillleben und Porträts. Beim Porträtieren legte er besonderen Wert auf einen Dialog mit seinem Gegenüber, wodurch die Darstellung besonders lebendig wurde, und trotzdem auf das Wesentliche beschränkt blieb. Im Jahr 2009 wurde ein großer Teil seines Nachlasses in der Kunstgalerie 100 in Berlin-Hohenschönhausen gezeigt. Bereits 1987 und im Jahr 2004 waren an gleicher Stelle Werksausstellungen zu sehen.

Trümmerfrauen-Denkmal in Berlin-Weißensee
Springbrunnen in Potsdam
Hockende/Sonnenanbeterin in Berlin-Alt-Hohenschönhausen
Hockende/Sonnenanbeterin in Strausberg
Werkbeispiele

Ausstellungen (Auswahl)

(B = Beteiligungen; ohne Buchstabe = Einzelausstellung)

Veröffentlichungen

Literatur

Commons: Eberhard Bachmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Eberhard Bachmann im Portal Bildhauerei in Berlin, mit Kurzbiografie und einer Werksübersicht (Memento vom 10. Februar 2013 im Webarchiv archive.today).
  2. ↑ 100. Geburtstag von Eberhard Bachmann: Lichtenberg erinnert an den Bildhauer und Maler. In: Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg. 5. Februar 2024, abgerufen am 6. Februar 2024.
  3. 1 2 Lichtenberg-Kalender: Sonnenanbeterin. In: (Lichtenberger) Rathausnachrichten vom 10. Januar 2009.
  4. 1 2 Eberhard Bachmann - Maler und Bildhauer. Museum Lichtenberg, abgerufen am 7. April 2023.
  5. ↑ Übersicht der Mitglieder des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt (Memento vom 5. Dezember 2010 im Internet Archive).
  6. 1 2 Galerie erinnert an Eberhard Bachmann (Memento vom 15. August 2022 im Internet Archive). In: Berliner Morgenpost, 24. Januar 2009; abgerufen am 12. April 2010.
  7. ↑ Suchergebnisse für Bachmann, Eberhard. In: Bildindex der Kunst & Architektur. Abgerufen am 5. Juli 2026.
  8. ↑ Büsten Otto Brahm und Max Reinhardt. Objekt-Nr. 09060129 in der Denkmaldatenbank, Landesdenkmalamt Berlin.
  9. ↑ Freundschaftsbrunnen, Gorch Wenske, Heinz Dübel, Eberhard Bachmann, 1972/1973. Website der Stadt Potsdam, abgerufen am 7. April 2023.
  10. ↑ Ruth Pape, Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 6, Ergänzung; Deutsche Bauakademie, Berlin, 1974, S. 152/153.
  11. ↑ Deutsche Fotothek
  12. ↑ Übersicht der Aussteller in der Prager Galerie, abgerufen am 24. Oktober 2012
Personendaten
NAME Bachmann, Eberhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bildhauer und Maler
GEBURTSDATUM 17. Februar 1924
GEBURTSORT Meißen
STERBEDATUM Juni 2008
STERBEORT Dresden