Echeverien

Echeverien

Echeveria cante

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Sedeae
Gattung: Echeverien
Wissenschaftlicher Name
Echeveria
DC.

Die Echeverien (Echeveria, Syn.: Courantia Lem., Oliveranthus Rose, Oliverella Rose, Urbinia Rose) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Die Gattung trägt ihren Namen zur Erinnerung an den mexikanischen Pflanzenzeichner Atanasio Echeverría y Godoy. Er beteiligte sich an der spanischen „Real Expedición Botánica a la Nueva España“, die von 1786 bis 1803 die Flora Mittel- und Nordamerikas erforschte.

Beschreibung

Echeverien sind meist immergrüne, mehrjährige, sukkulente Pflanzen, die mehr oder weniger dichte, stammlose oder am Ende von Trieben befindliche Blattrosetten bilden. Viele Arten bilden auch kleine Sträucher. Die Blätter sind dickfleischig. Die Stängel der Blütenstände werden seitlich in Blattachseln gebildet. Die Blütenstände haben fleischige Tragblätter und variieren von verzweigten Thyrsen bis einfachen Trauben mit allen Übergängen. Die radiärsymmetrischen, fünfzähligen Blüten sind rot, orange, rosa, seltener gelblich oder grün. Die Kelchblätter (Sepalen) und Kronblätter (Petalen) sind kantig bis gekielt und basal röhrig verwachsen; die Blütenhülle ist dadurch glocken- bis krugförmig.

Verbreitung und Systematik

Die natürliche Heimat ist Texas, Mexiko, Mittelamerika und Südamerika, mit Ausnahme von Guayana, Brasilien, Uruguay, Paraguay und Chile. Besonders viele Arten gibt es in Mexiko.

Echeveria affinis
Echeveria derenbergii, Habitus, Blütenstand und Blüten
Echeveria elegans-Sorte, Rosette in zu feuchtem Gartenbeet
Echeveria laui
Echeveria laui
Echeveria pulidonis
Echeveria runyonii
Echeveria secunda-Hybride
Blüte einer Echeveria secunda-Hybride
Echeveria ´Stolonifera´, Zeichnung aus The Gardeners Chronicle

Die Erstbeschreibung erfolgte 1828 durch Augustin-Pyrame de Candolle. Als Typusart der Gattung wurde Cotyledon coccinea Cav. bestimmt.

Fraglich ist, ob die Gattung aufrechterhalten werden kann, da sie paraphyletisch und die Blütenform wahrscheinlich nur eine konvergente Entwicklung verschiedener Verwandtschaftskreise ist.

Die Gattung Echeveria enthält etwa 150 Arten. Hier die Artenliste der aktuell anerkannten Arten, wobei nach der Nennung des erstbeschreibenden Botanikers die Daten der Veröffentlichung der Erstbeschreibung aufgeführt sind:

Nutzung

Viele Arten dieser Gattung sind als sukkulente Zierpflanzen in Kultur, hauptsächlich wegen der hübsch gefärbten Blattrosetten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis. Band 3, 1828, S. 401 (online)
  2. ↑ Phylogenetic relationships of Echeveria (Crassulaceae) and related genera from Mexico, based on three DNA barcoding loci. Phytotaxa 422(1):33-57. 2019 (online)
  3. ↑ Siehe die vollständige Artenliste bei der „Crassulaceae Webseite“ sowie eine kleine Teilliste bei GRIN Taxonomy for Plants.
  4. 1 2 3 4 Steht nur bei GRIN Taxonomy for Plants, nicht bei der „Crassulaceae Webseite“ gelistet.
Commons: Echeverien (Echeveria) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien