Ecklgrubensee

Ecklgrubensee
Eckelgrubensee, Ecklgrubsee
Geographische Lage Land Salzburg, Österreich
Abfluss Kargraben
Daten
Koordinaten 47° 6′ 41,4″ N, 13° 2′ 6,7″ OKoordinaten: 47° 6′ 41,4″ N, 13° 2′ 6,7″ O
Ecklgrubensee (Land Salzburg)
Ecklgrubensee (Land Salzburg)
Höhe über Meeresspiegel 2046 m ü. A.
Fläche 0,2 ha
Länge 65 m
Breite 50 m
Umfang 180 m

Der Ecklgrubensee (auch Eckelgrubensee und Ecklgrubsee) ist ein See in der Marktgemeinde Bad Hofgastein im österreichischen Bundesland Salzburg.

Geografie

Der Ecklgrubensee liegt auf einer Höhe von 2046 m ü. A. in der Katastralgemeinde Vorderschneeberg der Marktgemeinde Bad Hofgastein. Die Ecklgruben, in der sich das Gewässer befindet, ist eine weitläufige Talsenke. Umstehende Berge sind die von der Gasteiner Höhe verbundenen Gipfel Kalkbretterkopf (2412 m ü. A.) im Nordwesten und Mitterastenkopf (2401 m ü. A.) im Südwesten. Die Ecklgruben wird im Norden und Süden von steilen Felswänden, im Osten von einer niedrigen Barriere und im Westen von einem steilen Schuttgelände gerahmt. In Seeufernähe steht mit der Ecklgrubenhütte eine steinerne Almhütte.

Über das Schuttgelände im Westen wird der Ecklgrubensee von mehreren Rinnsalen gespeist. Im See hat mit dem Kargraben ein linker Nebenbach des Angerbachs seinen Ursprung. Etwa 500 m südwestlich des Ecklgrubensees befindet sich der Mitterastensee. Weitere Gebirgsseen im Einzugsgebiet des Angersbachs sind der Große und der Kleine Erzwiessee.

Der Ecklgrubensee nimmt eine Fläche von 0,2 ha ein. Er ist 65 m lang und 50 m breit. Sein Umfang beträgt 180 m. Im Sommer schrumpft die Wasserfläche vorübergehend.

Geschichte und Kultur

Die Ecklgrubenhütte wurde in den 1960er Jahren erbaut. Ihr Dach wurde 2012 erneuert. Der Ecklgruben-Pass ist eine der zahlreichen Krampus-Gruppen („Passen“) des Gasteinertals. Er wurde 2008 gegründet und ist in Lafen und Vorderschneeberg aktiv.

Ökologie und Wirtschaft

Der Ecklgrubensee hat den Charakter eines naturnahen Weihers. Nördlich davon erstreckt sich ein Niedermoor. Im See wurde die seltene Rädertierchen-Art Lecane kluchor nachgewiesen.

Die Ecklgrubenhütte ist im Besitz der Almgenossenschaft der Gadaunerer Hochalmen. In der Gegend des Ecklgrubensees werden im Sommer vor allem Rinder und daneben Pferde gehalten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Peter Schaber: Seen im Bundesland Salzburg: Morphometrische, hydrologische, geographische, physikalische, chemische und biologische Daten. In: Berichte der Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereinigung in Salzburg. Nr. 19, 2019, S. 181 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 3. Juli 2025]).
  2. 1 2 3 4 SAGIS (Salzburger Geographisches Informationssystem). Land Salzburg, abgerufen am 3. Juli 2025.
  3. ↑ Anton Ernst Lafenthaler: Geographie: Fluss-, Berg-, Flurnamen – Bad Hofgastein/Angertal – Ecklgruben. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 3. Juli 2025.
  4. 1 2 Eberhard Fugger: Salzburgs Seen. IX. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Nr. 51, 1911, S. 15–16 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 3. Juli 2025]).
  5. 1 2 3 Anton Ernst Lafenthaler: Menschenwerke: Almhütten im 20. Jh. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 3. Juli 2025.
  6. ↑ Peter Schaber: Seen im Bundesland Salzburg: Morphometrische, hydrologische, geographische, physikalische, chemische und biologische Daten. In: Berichte der Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereinigung in Salzburg. Nr. 19, 2019, S. 182 und 186 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 3. Juli 2025]).
  7. ↑ Anton Ernst Lafenthaler: Wanderwege: Ecklgrubensee – Schwalbenkar. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 3. Juli 2025.
  8. ↑ Passen-Archiv. In: KrampusVideos.at. Abgerufen am 3. Juli 2025.
  9. ↑ Anton Ernst Lafenthaler: Brauchtum/Gasteinertal: Krampuslauf – Gasteiner Klaubaufpassen. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 10. Juli 2025.
  10. ↑ Christian D. Jersabek: Verbreitung, Ökologie und Taxonomie von Rädertieren (Rotofera) in alpinen Gewässern der Hohen Tauern und der nördlichen Kalkalpen. In: Berichte der Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereinigung in Salzburg. Nr. 11, 1996, S. 101 (zobodat.at [PDF; abgerufen am 3. Juli 2025]).
  11. ↑ Anton Ernst Lafenthaler: Zeitenwende: Bauerntum – Almwirtschaft. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 3. Juli 2025.