Ed Lacy war Sohn von Elizabeth und Max Zinberg. Die Ehe von Lacys Eltern scheiterte schon nach wenigen Jahren. Elizabeth Zinberg heiratete danach den Juristen Maxwell Wyckoff, Bankangestellter und Absolvent der Yale University. Ed Lacy war damals 10 Jahre alt. Ende der 1920er Jahre besuchte er das City College of New York. Im Anschluss durchstreifte er verschiedene US-Staaten und bestritt dabei seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsjobs. 1940 kehrte Lacy nach New York zurück und heiratete. Mit seiner Frau Esther hatte er eine –möglicherweise adoptierte– Tochter mit Namen Carla.
Viele seiner frühen Kurzgeschichten veröffentlichte er unter seinem Geburtsnamen Leonard Zinberg schon in den 1930ern, hauptsächlich in Literaturzeitschriften, wie etwa im Story Magazin oder im Coronet. Thrilling Sports, eine Sportzeitschrift, druckte seine zweite Boxer-Story ab; große Anerkennung bescheinigte man ihm später aufgrund enormer Sach- und Fachkompetenz des Boxsports. Er war Mitglied der League of American Writers.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tode arbeitete Ed Lacy weiter als vielschreibender, freiberuflicher Autor, teilweise finanziell auf seine Familie angewiesen. In seinem mit dem Edgar Award ausgezeichneten Kriminalroman Room to Swing ließ Lacy als erster Autor mit Toussaint „Touie“ Marcus Moore einen schwarzen Privatdetektiv als Protagonisten agieren. Seinem politischen Selbstverständnis entsprechend überließ er in der Regel schwarzen Privatdetektiven aber auch anderen, aus seiner Sicht unterdrückten Minderheiten die Hauptrolle in seinen Büchern. Obwohl weißer New Yorker Bürger jüdischen Glaubens tauchen seine Geschichten in den Sammlungen schwarzer Autoren auf, so etwa mit der Story The Right Thing in der Anthologie The Best Short Stories by Afro-American Writers, 1925–1950.
Ed Lacy war herzkrank und hatte bereits vor 1960 einen ersten Herzanfall. Er starb im Alter von 56 Jahren an einem schweren Herzinfarkt in einem Waschsalon nahe seiner Wohnung in Harlem.
↑1969 bei Goldmann, München, unter dem Titel Gut gezielt
↑unter dem Titel Kein Spielraum erschien 1969 eine deutsche Übersetzung bei Aufbau, Berlin und Weimar, deren Verbreitung ausschließlich in der DDR erlaubt war
↑1958 unter dem Titel Zahlbar in Mord bei Goldmann, München und im Krimi-Verlag, Wollerau/Schweiz erschienen
↑1956 auch unter dem Titel Visa to Death in verschiedenen Verlagen erschienen
↑1969 auch unter dem Titel Shoot It Again erschienen
↑enthält die zwei Novellen The Coin of Adventure und Murder in Paradise
↑in der Bibliografie von Allan J. Hubbin's Crime Fiction IV nicht aufgeführt. Die Originalausgabe erschien bei Grosset & Dunlap, New York; Quelle: WorldCat.