| Edelfrankolin | ||||||||||||
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Edelfrankolin (Pternistis nobilis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pternistis nobilis | ||||||||||||
| (Reichenow, 1908) |
Der Edelfrankolin (Pternistis nobilis, Syn.: Francolinus nobilis) ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae).
Der Edelfrankolin wird bis zu 35 cm lang. Edelfrankoline haben ein dunkles rötlich-braunes Gefieder, einen grauen Kopf, einen roten Nacken und rote Beine. Die Augen sind braun, rund um die Augenhöhlen ist die Haut nackt und rot, darunter ist das Gefieder rötlich grau. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, wobei das Männchen etwas größer ist. Männchen erreichen ein Gewicht von 860 bis 895 g, Weibchen werden 600 bis 670 g schwer. Die Jungtiere sehen aus wie ihre Eltern, haben aber insgesamt dunkleres Gefieder.
Der Edelfrankolin ist im Osten der Demokratischen Republik Kongo, dem Südwesten Ugandas und im Westen von Burundi und Ruanda heimisch. Er lebt in Bergwäldern mit dichtem Unterholz, besonders in Bambuswäldern, bis in die alpine Region in Höhen bis 3700 Metern.
Die Edelfrankoline sind äußerst scheu und aufgrund ihres Lebensraums schwer zu beobachten. Die Vögel flüchten vor allem zu Fuß und fliegen nur kurze Strecken, wenn sie stark bedrängt werden. Ihre Nahrung, die sie vor allem am frühen Morgen und am späten Nachmittag suchen, besteht hauptsächlich aus Samen. In der Region Kivu brüten sie von April bis September. Weitere Informationen sind nicht bekannt.
Die IUCN („Weltnaturschutzunion“) stuft die Art aufgrund ihres großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet (least concern) ein, jedoch mit abnehmendem Populationstrend. Nach BirdLife International kommt die Art Stand 2026 in acht als Important Bird Areas (IBAs) gelisteten Gebieten vor, die zu rund 72 % unter Naturschutz stehen. Diese umfassen das Lendu-Plateau, den Virunga-Nationalpark und das Itombwe-Gebirge im Osten der DR Kongo, das Echuya Forest Reserve und den Mgahinga-Gorilla-Nationalpark im Südwesten Ugandas, den Vulkan- und Nyungwe-Nationalpark in Ruanda sowie den Kibira-Nationalpark in Burundi. Des Weiteren kommt der Edelfrankolin unter anderem im Gishwati-Mukura-Nationalpark in Ruanda und seltener im Bwindi Impenetrable National Park in Uganda vor. Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen wird die Art nicht aufgeführt.
Der Edelfrankolin bildet mit dem Braunnackenfrankolin (Pternistis castaneicollis), dem Erckelfrankolin (Pternistis erckelii), dem Bambusfrankolin (Pternistis jacksoni) und dem Wacholderfrankolin (Pternistis ochropectus) einen Artenkreis. Zusammen mit diesen und 19 Arten wurde er der neuen Gattung Pternistis zugeordnet.