Edgar Brunner

Edgar Brunner (* 13. Juli 1943 in Roetgen/Eifel) ist ein deutscher Statistiker. Er war von 1976 bis 2009 Universitätsprofessor und Direktor der Abteilung Medizinische Statistik des Zentrums Informatik, Statistik und Epidemiologie der Universitätsmedizin Göttingen.

Leben

Edgar Brunner besuchte das Einhard-Gymnasium in Aachen, wo er 1963 das Abitur ablegte. Anschließend absolvierte er ein Studium der Mathematik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und schloss dieses 1969 mit dem Diplom ab. An derselben Hochschule promovierte er 1971 zum Doktor der Mathematik. Es folgte 1973 die Habilitation für das Fach Medizinische Statistik.

Von 1976 bis 2009 war Brunner Universitätsprofessor und Direktor der Abteilung Medizinische Statistik des Zentrums Informatik, Statistik und Epidemiologie der Universitätsmedizin Göttingen. Seit 1992 hat er zusätzlich ein Prüfungs- und Promotionsrecht im Fachbereich Mathematik der Georg-August-Universität Göttingen in den Fächern Angewandte Statistik und Biometrie inne.

Edgar Brunner ist seit 1985 verheiratet mit der deutschen Judoka Adelheid Brunner, geborene Grimm und hat drei Töchter. Brunner ist selbst Judoka und wurde 1998 mit dem 6ten Dan geehrt. Er war internationaler Kampfrichter der IJF.

Wirken

Edgar Brunner arbeitet auf dem Gebiet der nichtparametrischen Statistik und forscht über Rangverfahren in faktoriellen Modellen. Diagnostische Tests sowie Verfahren für hochdimensionale Daten gehören ebenfalls zu seinen Forschungsbereichen. Zu seinen bekanntesten Schülern gehören die Universitätsprofessoren Arne Bathke und Frank Konietschke.

Schriften (Auswahl)

Herausgeberschaften

Auszeichnungen

Seit 2011 ist Edgar Brunner Ehrenmitglied der Deutschen Region der Internationalen Biometrischen Gesellschaft.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adelheid Brunner (geborene Grimm ) aus Mitterfels ist seit 40 Jahren im Judo-Sport erfolgreich. In: Straubinger Tagblatt. 29. Juli 2010, abgerufen am 17. Februar 2017.
  2. ↑ Frank Konietschke, Ludwig A. Hothorn, Edgar Brunner: Rank-based multiple test procedures and simultaneous confidence intervals. In: Electronic Journal of Statistics. Band 6, none, Januar 2012, ISSN 1935-7524, S. 738–759, doi:10.1214/12-EJS691 (projecteuclid.org [abgerufen am 7. August 2024]).
  3. ↑ Edgar Brunner, Frank Konietschke, Markus Pauly, Madan L. Puri: Rank-Based Procedures in Factorial Designs: Hypotheses About Non-Parametric Treatment Effects. In: Journal of the Royal Statistical Society Series B: Statistical Methodology. Band 79, Nr. 5, 1. November 2017, ISSN 1369-7412, S. 1463–1485, doi:10.1111/rssb.12222 (oup.com [abgerufen am 7. August 2024]).
  4. ↑ M. Rauf Ahmad, C. Werner, E. Brunner: Analysis of high-dimensional repeated measures designs: The one sample case. In: Computational Statistics & Data Analysis. Band 53, Nr. 2, 15. Dezember 2008, ISSN 0167-9473, S. 416–427, doi:10.1016/j.csda.2008.08.013.
  5. ↑ Edgar Brunner, Antonia Zapf: Nonparametric ROC Analysis for Diagnostic Trials. In: Methods and Applications of Statistics in Clinical Trials. 1. Auflage. Wiley, 2014, ISBN 978-1-118-30476-1, S. 483–495, doi:10.1002/9781118596333.ch28 (wiley.com [abgerufen am 7. August 2024]).
  6. ↑ Ehrenmitglieder (Memento des Originals vom 2. Mai 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., auf biometrische-gesellschaft.de
Personendaten
NAME Brunner, Edgar
KURZBESCHREIBUNG deutscher Statistiker
GEBURTSDATUM 13. Juli 1943
GEBURTSORT Roetgen/Eifel