Edgar Lohner (* 26. November 1919 in Andernach; † 20. Dezember 1975 in Wiesbaden) war ein deutscher Literaturhistoriker und Hochschullehrer.
Edgar Lohner besuchte von 1930 bis 1939 das Beethoven-Gymnasium Bonn und legte dort 1939 seine Reifeprüfung ab. Da er sich bis dahin intensiv in der – seit 1933/34 illegalen – Bündischen Jugendbewegung betätigte, wurde er verhaftet und durch den Volksgerichtshof zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren verurteilt. 1943 wurde er vorzeitig entlassen und einem Strafbataillon als Soldat zugewiesen. Bei seinem Kriegsdienst in Afrika geriet er bis 1946 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Bonn und promovierte dort 1950 über William Faulkner. Im Jahre 1951 wechselte er in die USA und unterrichtete dort u. a. Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an verschiedenen Universitäten. 1961 erhielt er einen Lehrstuhl an der Stanford University. 1973 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm eine Professur an der Universität Mainz, die er wegen seines frühen Todes nur kurze Zeit ausüben konnte.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Edgar Lohner mit Gottfried Benn und der expressionistischen Lyrik, aber auch mit Goethe und Schiller sowie der amerikanischen Literatur.
Edgar Lohner ist der Vater des Filmkomponisten Henning Lohner.
Gedenkschrift
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lohner, Edgar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Literaturhistoriker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 26. November 1919 |
| GEBURTSORT | Andernach |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 1975 |
| STERBEORT | Wiesbaden |